„Walls-of-Fame“: Legale Graffitiflächen in Erfurt

05.06.2018 17:43

In den letzten Wochen wurden in Erfurt zwei neue „Walls-of-Fame“ – legale Graffitiwände – freigeben: Eine Wand an der Turnhalle der staatlichen Regelschule 1 – Thomas-Mann-Schule sowie eine Fläche im nördlichen Bereich der Magdeburger Allee. Hier haben Künstler und solche, die es werden wollen, die Möglichkeit, jederzeit legal ihre Graffitikunstwerke aufbringen. Diese können danach allerdings auch wieder überzeichnet werden. Ein Foto zur Dokumentation des Geschaffenen ist daher ratsam. Für alle, die noch keinen Blick auf die neuen Kunstwerke werfen konnten: Hier ist ein kleiner Eindruck.

„Wall-of-Fame“ an der Turnhalle der staatlichen Regelschule 1

Wand mit Graffiti, davor eine Leiter mit Spraydosen
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt/Dirk Urban

Die neue, Ende April freigegebene „Wall-of-Fame“ an der Turnhalle ist am besten über die Adresse des Jugendhauses „Domizil“, Am alten Nordhäuser Bahnhof 14, 99085 Erfurt zu erreichen. Hier wurden bereits einige Kunstwerke geschaffen, überzeichnet, neu geschaffen und wieder übermalt.

„Wall-of-Fame“ in der Magdeburger Alle

Wand mit Graffiti
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die zweite „Wall-of-Fame“ befindet sich im nördlichen Bereich der Magdeburger Allee, parallel zur Straßenbahnbrücke im Bereich zwischen Hohenwinden- und Teichstraße. Erst letzte Woche durch Oberbürgermeister Andreas Bausewein freigegen, hat sie schon einige Veränderungen und viel Farbe erhalten.

 

Video: Wall-of-Fame in der Magdeburger Alle - Ein Vorher-Nachher-Vergleich © Stadtverwaltung Erfurt

Präventionsmaßnahme gegen illegale Schmierereien

Die freie Szene fordert derartige legale Wände seit Jahren. Werden die „Walls-of-Fame“ doch als sinnvolle Präventionsmaßnahme gegen illegale Schmierereien betrachtet. Dies wurde zuletzt auch beim „World-Café Graffiti“ im März unter anderem von Vertretern von Polizei, freier Szene, Politik, Studenten und Verwaltung festgestellt.

Als fachlicher Ansprechpartner und Mit-Initiator der Wände fungiert die Initiative OQ-Paint, die bereits durch die Gestaltung großer Brandwände, zum Beispiel am Schmidtstedter Knoten, auf sich aufmerksam gemacht hat.