Jahreswechsel in Erfurt

31.12.2007 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, zum ersten Mal überbringe ich Ihnen die besten Wünsche für das kommende Jahr in dieser Form und möchte mit Ihnen auf mein erstes vollständiges Jahr im Amt zurückblicken und einen Ausblick auf 2008 geben. Doch zuvor bedanke ich mich bei Ihnen für die vielen Grüße und Glückwünsche, die Sie mir zum Weihnachtsfest überbracht haben. Ich möchte sie von ganzem Herzen erwidern und wünsche Ihnen, Ihren Familien, Freunden und Bekannten privat wie beruflich alles Gute, Gesundheit, Freude und Erfolg für 2008.  

Auf den Wechsel der politischen Verhältnisse und die ersten Monate nach meinem Amtsantritt folgte Kontinuität. Kontinuität und Beständigkeit sind die Garanten für das Fortkommen unserer Stadt, denn sie schaffen die Grundlagen und Sicherheiten für gute Arbeit und kreative Ideen. Darum brachte das Jahr 2007 viele Veränderungen, für weitere wurden die Voraussetzungen geschaffen.

So schreibt das im April gegründete Lokale Bündnis "Stark für Familie – Stark für Erfurt" einen Prozess der Entwicklung Erfurts zu einer kinder- und familien­freundlichen Stadt fort. Auch der Erfurter Familienpass wird Ihnen zu Beginn des kommenden Jahres erneut vorliegen. In bewährter Weise informiert er noch umfangreicher als bisher über die Freizeit­möglichkeiten unserer Stadt: Neben kostenfreien Angeboten finden Sie Rabatt­coupons und Serviceleis­tungen rund um die Familie. Machen Sie von dem Familienpass regen Gebrauch und erleben Sie gemeinsam mit Ihren Kindern oder Enkelkindern erlebnisreiche Stunden in Erfurt und Umgebung.

Lassen Sie mich Ihren Blick auch auf die wirtschaftliche Lage Erfurts lenken: Erfurt geht es wirtschaftlich gut! Unsere Erfolge gründen auf einen guten Branchen-Mix und im direkten Vergleich mit anderen ostdeutschen Städten landen wir stets auf den vorderen Plätzen. Wir haben einen beschlossenen Haushalt und konnten 2007 15,8 Millionen Euro Schulden abbauen, damit sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung auf unter 1.000 Euro.

Auch zur Kultur gäbe es einiges zu sagen. So können wir nach monatelangen Verhandlungen mit dem Thüringer Kultusminister zur Zukunft des Erfurter Theaters bilanzieren, dass es genauso gut bespielt wird wie bisher und finanziell weiterhin abgesichert ist. Das kulturelle Jahresthema 2007, "Rosenwunder – Wege zu Elisabeth in Thüringen", regte an, sich mit Elisabeth, ihrem Handeln, ihren Idealen, aber auch mit der Historie der eigenen Stadt auseinanderzusetzen. Und mit dem "Erfurter Fürstenkongresses 1808 – 2008" steht uns ein spannendes deutsch-französisches Kulturjahr bevor.  

Der Fürstenkongress wird die Aufmerksamkeit besonders auf einen Ort lenken: Den Hirschgarten. Nach 26 Jahren wird das Areal endlich wieder einer Nutzung zugeführt. Bereits im Herbst werden Sie den Hirschgarten nicht wiedererkennen. Im September wird das westliche Wachhaus übergeben und das Loch wird – gemäß dem Bürgerwillen – einem Park weichen.

Die Entstehung dieses Parks passt auch sehr gut zu unserer Teilnahme an dem bundesweiten Wettbewerb "Entente Florale". "Erfurt blüht: Ich bin dabei!", lautet unser Motto. Wir alle können dabei nur gewinnen: eine Medaille, die Auffrischung unseres traditionsreichen Rufs als Blumenstadt, vor allem aber ein mehr an Lebensqualität. Denn Blumen und Grün vor den Fenstern und Türen sind das Lächeln einer Stadt. Bringen Sie Erfurt zum lächeln, beteiligen auch Sie sich an der Entente Florale!   

Viele Dinge würden es verdienen noch angesprochen zu werden: das Evangelische Kirchenamt, für dessen Umzug nach Erfurt die Synodenmitglieder im November votierten; die Strukturreform der Stadtverwaltung; das Programm "Arbeit für Erfurt", das 100 der 17 000 ALG II-Empfänger eine Perspektive gibt oder auch die 20-jährige Städtepart­nerschaft mit Mainz. Eines aber möchte ich noch hervorheben. Ich danke all denen, die sich um unsere Stadt und die Menschen, die in ihr leben, verdient machen. Engagement ist leider nicht selbstverständlich. Darum gilt diesen Menschen mein besonderer Dank und meine Anerkennung – denn nur gemeinsam können wir Erfurt voranbringen und so lebens- und liebeswert erhalten, wie es ist. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr  

Ihr

Andreas Bausewein