Als Gemeinschaft stark sein

07.01.2008 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, ich hoffe Sie sind gut und zufrieden ins neue Jahr gerutscht und konnten über die Tage um Weihnachten und Neujahr Kraft und Elan für 2008 schöpfen. Ein Thema, das vor allem um den Jahreswechsel gewohnt erhöhte Aufmerksamkeit fand, sollte uns durch das ganze Jahr begleiten: Ein gemein­schaftliches Miteinander.

Leider erreichten uns in den vergangenen Wochen und Monaten Schreckensmeldungen längst nicht nur aus dem Ausland. Auch bei uns, in Deutschland, Thüringen und in Erfurt, kam es zu einer Vielzahl von Übergriffen und Handlungen, die sowohl von Intoleranz und Gewaltbereitschaft, aber auch von Hilflosigkeit und Überforderung zeugten und bei denen stets Menschen zu Schaden kamen. So viel jetzt darüber geredet wird, miteinander gesprochen wird – so scheint mir – häufig viel zu wenig.

So ist es besonders erfreulich, dass genau in dieser Woche eine Fachtagung im Erfurter Rathaus stattfindet, die sich durchaus in die aktuelle Diskussion einfügt. Unter dem Motto "Engagement der Generationen – voneinander lernen, miteinander gestalten" informieren Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Thüringen am Dienstag über ganz individuelle Projekte unter dem Dach der Thüringer Ehrenamtsstiftung: Von den Erfurter Leselernhelfern, dem Eisfelder Theater- und Werkstattgarten bis hin zu einem Vogel- und Naturerlebnis- und -schutzprojekt im Landkreis Weimar.

Diese Projekte haben eines gemeinsam: Sie setzen an bevor "das Kind in den Brunnen gefallen" ist, sie wirken präventiv. Sie bringen den ehrenamtlichen Helfern weit mehr als eine sinnvolle Beschäftigung und den Nutzern Spaß. Sie fördern ein tolerantes Miteinander, den Austausch innerhalb und über Generationen hinweg. Auch in Erfurt gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die das Ehrenamt fördern. Sollten Sie an einer ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert sein, aber nicht wissen an wen Sie sich wenden können, finden Sie unter den unten eingeblendeten Links Ansprechpartner und Adressen.

Ein tolerantes Miteinander lebt aber nicht nur von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Wir alle sind gefordert wenn es darum geht, unsere Stadt so liebens- und lebenswert zu erhalten wie sie ist. Ich möchte Sie daher auffordern, Ihren Mitmenschen und Ihrem Umfeld auch in diesem Jahr aufgeschlossen und aufmerksam gegenüberzutreten. Nur so können wir als Gemeinschaft wirken und stark sein.

Ihr

Andreas Bausewein