Krokusse und Valentin

11.02.2008 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, das Frühjahr scheint in diesem Jahr besonders früh Einzug zu halten. Den regel­mäßigen Fuß­gän­gern unter Ihnen werden bereits die ersten Schnee­glöckchen und Krokusse aufgefallen sein. Allerorten strecken sie ihre Köpfe gen Sonne, im Nord­park grüßt gar ein ganzer Blumen­teppich großer und kleiner Körper­silhouetten.

Erfurt blüht – Ich bin dabei, ist das Motto dieses Jahres und auch die Natur scheint es im Jahr unserer Teilnahme an dem bundes­weiten Wettbewerb Entente Florale besonders eilig zu haben. Blumen und das aufgeregte Gezwitscher der heimischen Singvögel sind die ersten – und meist untrüglichen – Zeichen für den nahenden Frühling. Lassen Sie uns also diese warmen und freund­lichen Februartage genießen, denn vielleicht kehrt der Winter ja noch mal zurück.  

Blumen und Grün sollen die Erfurterinnen und Erfurter sowie die Gäste unserer Stadt in diesem Jahr begleiten. Auch wenn es noch zu früh ist, den heimischen Balkon, die Terrasse oder den Garten heraus­zuputzen, Mutter Natur schickt bereits heute erste Blumen­grüße voraus. Petersberg und Venedig werden bald mit bunten Krokus­farbtupfern grüßen, ebenso der Nordpark. Die Frühjahrs­bepflanzung des Erfurter Wappens muss noch etwas warten, dafür schlängelt sich aber eine Blumenstadt­bahn durch unsere Stadt.

Am Donnerstag gibt es außerdem eine besondere Überraschung: Valentins­grüße aus Ihrem Rathaus. Dass man sich an diesem Tag Blumen schenkt, ist eine schöne Tradition, deren Wurzeln bis in das frühe Mittelalter zurück­reichen. Der religiöse und zumeist vergessene Ursprung des Feiertages besteht darin, dass am 14. Februar die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit gefeiert wurde. Eine Legende geht auf den heiligen Valentinus zurück, dem Bischof der italienischen Stadt Terni, der verbotenerweise Trauungen vornahm und am 14. Februar des Jahres 269 hingerichtet wurde. Ob dem so ist oder nicht, wer weiß.

Heutzutage ist der Valentinstag vor allem ein Tag der Liebenden, auf jeden Fall ist er aber auch eine gute Gelegenheit, an die zu denken, die einem nahe stehen: Partner, Freunde und Wegbe­gleiter. Ein Blumen­gruß statt großer Geschenke kommt immer gut an. Aus diesem Grund dürfen sich einige Passantinnen wie Passanten des Fischmarktes am Donnerstag über eine Rose freuen. Blumen und Grün vor den Fenstern und Türen sind nicht nur das Lächeln einer Stadt, sie zaubern auch ein Lächeln in die Gesichter der Menschen. Alles Gute  

Ihr

Andreas Bausewein