Weihnachtliches Erfurt

24.11.2008 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, während die einen schon nach den Schlitten im Keller schauten, zogen andere noch schnell ihre Winter­reifen auf. Doch das ange­kün­digte Tief hat Erfurt nur gestreift und so werden wir den Erfurter Weih­nachts­markt am Mittwoch wohl ohne den ange­kün­digten Schnee eröffnen.

Mit der Eröffnung des Weihnachts­marktes läuten die Erfurter traditionell die Vorweih­nachts­zeit ein. Nirgends kann man sich so gut auf Weihnachten einstimmen wie auf dem Weihnachtsmarkt. Hier gibt es vieles zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu entdecken. Und hier kann man die Hektik des Alltags hinter sich lassen. In mehr als 200 Holzhäuschen werden verschiedenste Waren angeboten, die zum Weih­nachts­fest gehören, auf der Bühne gibt es ein buntes Programm und das Riesenrad ermöglicht einen Blick über das weihnachtlich geschmückte Erfurt. In der Öko-Backstube können die kleinen Weihnachts­markt­besucher Plätzchen backen und die Ausstellung Florales zur Weihnachtszeit, die in diesem Jahr unter dem Motto "Kalenderbilder im Advent" steht, macht Lust, die eigenen vier Wände weihnachtlich zu schmücken.

In diesem Jahr feiert der 158. Erfurter Weihnachtsmarkt noch ein ganz besonderes Jubiläum, den 50. Geburtstag des Märchenwaldes. Seit einem halben Jahrhundert begeistern die liebevoll gestalteten Figuren der Erfurter Künstler Hannelore Reichenbach und Kurt Buchspieß Generationen von Kindern und Erwachsenen, laden Figuren wie Aschenbrödel, der gestiefelte Kater oder Schneewittchen zum verweilen ein. Nicht selten stehen Familien vor den szenisch gestalteten Häuschen und erzählen sich gegenseitig Märchen. Der Märchenwald unterhalb der Domstufen ist der ideale Ort, um dem Trubel des Weihnachts­marktes zu entfliehen. Und wenn der Märchenerzähler Andreas vom Rothenbarth vor Ort ist, steht einer Reise in das Reich der Fantasie nichts mehr im Weg.

Wer es lieber rustikal mag, ist beim mittelalterlichen Weihnachts­markt auf dem Wenige­markt genau richtig. Die Stände präsentieren traditionelles mittel­alterliches Handwerk von Seifen bis zu Holzspielzeug und zahlreiche Stände bieten deftige Speisen an. Häufig gibt es Livemusik und außer Glühwein dampfen aus vielen Bechern auch Met und Glühbier. Dieser Markt mit seinem besonderen Flair hat viele Liebhaber und ist die passende Ergänzung zum Erfurter Weihnachtsmarkt. Und diesem eilt nicht umsonst der Ruf voraus, einer der schönsten Deutschlands zu sein.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit. Und wenn Sie die allgemeine Hektik vor dem Weihnachtsfest packt, schalten Sie doch einfach ab bei einem Besuch auf dem 158. Erfurter Weihnachtsmarkt.

Ihr

Andreas Bausewein