Online-Gütesiegel für Kinderseiten

19.04.2010 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, wie Sie wissen, ist die Thü­rin­ger Landes­haupt­stadt als Heimat des KiKa, Produktionsstätte der Serie Schloss Ein­stein, Gastgeberstadt des Gol­denen Spat­zen und Sitz eines Fraunhofer Insti­tutes eine Stadt der Kinder­medien. Aber wussten Sie auch, dass das Siegel für quali­tativ hochwertige Inter­net­seiten für Kinder den Namen der Landeshaupt­stadt trägt? Der Erfurter Net­code wird heute im Rat­haus­fest­saal ver­liehen.

Wenn man an Medienstädte denkt, fallen einem zuerst Köln, Hamburg, München, Berlin oder Mainz ein. Doch die Thüringer Landeshauptstadt hat sich ebenfalls einen Namen als Medienstadt gemacht – als Kindermedienstadt: Seit mehr als zehn Jahren sendet KiKa, der Kinderkanal von ARD und ZDF, aus Erfurt. Hinzu kommen zahlreiche Produktionsfirmen, Unternehmen, Organisationen, Initiativen und Veran­staltungen, die sich mit Kindermedien beschäftigen. Und mit dem Einzug der Serie "Schloss Einstein" in das Kindermedienzentrum – welches so gefragt ist, dass es derzeit erweitert wird – avancierte die Landeshauptstadt zum größten Kinder­medien-Produktionsstandort in Deutschland.

Um das auch nach außen hin sichtbar zu machen, werben in der Innenstadt die Figuren des Kinderkanals für die Kindermedienstadt. Der Erfurter Netcode wirbt ebenfalls für die Landeshauptstadt. Das Qualitätssiegel des gleichnamigen Vereins wird seit fünf Jahren an die Anbieter von altersgerechten und inhaltlich wie gestalterisch hochwertigen Internetseiten für Kinder verliehen. Seit der ersten Vergabe im Februar 2005 wurden 25 Internetanbieter mit dem Erfurter Netcode-Siegel ausgezeichnet. Nach Prüfung zahlreicher Bewerbungen werden heute weitere sieben Kinderseiten ausgezeichnet und dürfen von nun an das Siegel – ein weißes Känguru auf blauem Grund – verwenden.

Die Kriterien für die Auszeichnung sind vielseitig, denn die Kinderseiten sollen nicht nur pädagogisch unbedenklich sondern auch ansprechend gestaltet sein. Wichtig sind unter anderem eine transparente Selbstdarstellung der Anbieter, die klare Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung sowie die Einhaltung des Datenschutzes und des Jugendmedienschutzes. Selbstverständlich sollen die Internetangebote auch Spaß machen und die Kinder zum Spielen, Entdecken und Selbermachen animieren.

Der Wissensdurst der heranwachsenden Generation in Bezug auf Computer ist immens und es wird immer schwerer, mit den Kindern und Jugendlichen mitzuhalten. Als dreifacher Vater appelliere ich an Sie, den Umgang mit den neuen Medien zu fördern, offen und tolerant zu sein aber auch genau hinzuschauen, was Ihre Kinder oder Enkelkinder im Internet machen. Das Qualitätssiegel des Erfurter Netcode ist dabei eine gute Orientierung.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche

Ihr

Andreas Bausewein