Netzwerke

07.06.2010 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, die Thür­inger Landes­haupt­stadt hat sich längst einen Namen als Messe- und Kongress­stadt gemacht. Sie ist aber nicht nur Aus­tragungs­ort von Veran­stal­tungen wie der Koch­welt­meister­schaft, dem Deut­schen Juristen­tag oder dem Deut­schen Biblio­thekars­tag. Sie ist auch selbst Veran­stalter, wie beim Erfurter Wirt­schafts­kon­gress erwicon am 10. und 11. Juni.

Der Erfurter Wirtschaftskongress erlebt in diesem Jahr bereits seine neunte Auflage. In vielen Gesprächen mit Partnern aus der Wirtschaft wurde deutlich, dass Kooperationen, Zusammenarbeit und Vernetzung von Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen sehr wichtig für die nachhaltige Entwicklung eines Standortes und einer Wirtschaftsregion sind. Darum steht erwicon 2010 unter dem Motto "Netzwerkstadt – Netzwerkstatt Erfurt".

Sie alle kennen Netzwerke. Vor allem im Bereich der Wirtschaft sind sie gängige und notwendige Praxis, will man als Unternehmen, aber auch als Verwaltung, erfolgreich sein. Zum einen sind Netzwerke für bereits bestehende Unternehmen von Vorteil, zum anderen ziehen sie neue Unternehmen an. Sie sind damit eine Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und Voraussetzung von Cluster-Entwicklungen. Bundes­weit gibt es zahlreiche Beispiele, wie Cluster und Netzwerke Wachstum aus dem Bestand heraus gefördert sowie Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen haben. Gründe, lokale Netzwerke zu fördern, gibt es also genügend.

Mit der Entwicklung von Schwerpunktkompetenzen in der Wirt­schaftsregion Erfurt bildeten sich in den letzten Jahren in etlichen Fachbereichen Netzwerke heraus. Das Logistik Netzwerk Thüringen oder Solarinput, sind Beispiele für die Branchen Logistik und Photovoltaik. Parallel zu solchen Fachnetzwerken haben sich sehr erfolgreich branchenübergreifende Themen- und Standortnetzwerke entwickelt, wie die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), das Bildungsportal Thüringen, das Netzwerk Demographie, das Forschungs- und Industriezentrum Erfurt-Südost (FIZ) oder Gewerbegebietsvereine. Hinzu kommen politisch gesell­schaftliche Netzwerke wie das Lokale Bündnis für Familie, die die Standort­entwicklung ebenfalls positiv beeinflussen.

Vernetzung und Kooperationen werden in unserem technologie- und innovations­orientiertem Land als wichtiger Wettbewerbsfaktor der Standorte immer bedeutender. erwicon 2010 möchte diese Entwicklung unterstützen und für weitere Bereiche initiieren.

Darüber hinaus sind auch die Städte selbst – Infrastruktur, Stadtbild, Geschichte, Lebensbedingungen – wichtig wenn es um Investitionsvorhaben geht. Vor allem jetzt, in der warmen Jahreszeit, präsentiert sich Erfurt von seiner besten Seite, als eine Stadt mit Flair.

Besuchen Sie die städtischen Parks, erkunden Sie die Erfurter Gastronomieszene oder lassen Sie sich einfach mitreißen vom Trubel in der Innenstadt.  

Ihr

Andreas Bausewein