Weihnachtsgruß

20.12.2010 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, ich wünsche Ihnen und allen, die diese Tage mit Ihnen ver­bringen und die Ihnen nahe stehen, sowie den Gästen unserer Stadt ein frohes und besinn­liches Weih­nachts­fest sowie Kraft und Gesund­heit, um auch im neuen Jahr wieder den alltäg­lichen Her­aus­for­der­ungen gewach­sen zu sein.   

Am Freitag ist es soweit: Wir feiern Weihnachten! Nicht nur die jüngsten Erfurterinnen und Erfurter sehnen das Weihnachtsfest herbei, auch die meisten Eltern und Großeltern dürften dem Ende des alljährlichen Vorweihnachtsstresses und der besinnlichsten Zeit des Jahres hoffnungsvoll entgegensehen. Viel zu selten nehmen wir uns so viel Zeit für die Familie wie am Ende des Jahres – wenn man beisammen sitzt, miteinander isst, vergangene Tage und Anekdoten Revue passieren lässt, Pläne für das kommende Jahr schmiedet und sich mit kleineren und größeren Aufmerksamkeiten eine Freude macht.

So sehr sich viele Menschen vornehmen einander nichts zu schenken, Geschenke gehören zu diesem besonderen Fest einfach dazu – vor allem für die Kinder. Längst haben sie ihre Wunschzettel geschrieben und können den Besuch des Weihnachts­mannes oder Christkindes kaum erwarten. Für Kinder ist die Weihnachtszeit sicher die spannendste des Jahres: Mit jedem geöffneten Kalendertürchen rückt das Fest einen Tag näher, der Besuch des Weihnachtsmarktes ist ein großes Erlebnis, der Kauf des Weihnachtsbaumes sowieso, Lieder werden gesungen, Geschichten erzählt, beim Backen findet nicht jedes Plätzchen den Weg in die Plätzchendose, viele landen direkt im Mund und dann werden noch heimlich Geschenke für die Familie gebastelt. Sie ist eben sprichwörtlich, die besungene Heimlichkeit in der Weihnachtszeit.

So natürlich uns das eben Beschriebene erscheint, es ist nicht selbstverständlich. Auch in Erfurt leben viele Menschen, die Weihnachten aus den unterschiedlichsten Gründen allein verbringen, für die es keine Geschenke gibt, kein Festessen – weil sie niemanden haben, krank sind oder arm. Viele von ihnen nutzen die Angebote der karitativen Einrichtungen der Stadt, sie sind selten so voll wie über die Weihnachtsfeiertage. Darüber hinaus gibt es aber auch viele Erfurterinnen und Erfurter die das "Fest der Familie" anstatt bei eben dieser bei der Arbeit verbringen, vor allem die Mitarbeiter des Kranken-, Pflege- und Rettungsdienstes. Auch an diese Menschen sollten wir an Weihnachten denken!

Ganz gleich wo und wie Sie das Weihnachtsfest und die Feiertage verbringen werden, nehmen Sie sich die Zeit an die Ursprünge dieses schönen und traditionsreichen Festes zu denken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und den Schulkindern erlebnisreiche Ferien.

Ihr
 

Andreas Bausewein