Gedanken zum Jahreswechsel

27.12.2010 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter, diese Woche ver­ab­schie­den wir das alte Jahr und starten in ein neues Jahr­zehnt. Ich möchte die Gelegen­heit nutzen, Ihnen auf diesem Weg für das kommende Jahr alles Gute zu wünschen, mich für die vielen Grüße und Wünsche, die Sie mir in den Tagen vor dem Weih­nachts­fest über­bracht haben, zu bedanken und diese zu erwidern. Ich hoffe Sie alle hatten ein besinn­liches wie frohes Weih­nachts­fest und haben mit Ihren Familien und Freun­den eine schöne Zeit ver­bracht.   

Ganz sicher haben Sie die Zeit auch genutzt, Ihre ganz persönlichen Erlebnisse des Jahres 2010 Revue passieren zu lassen. Wie Sie auf den Fotos auf dieser und der letzten Amtsblattseite sehen können, gibt es auch aus städtischer Sicht Höhepunkte, an die man sich sehr gerne erinnert. Darum möchte ich diesen mittlerweile traditio­nellen Neujahrsgruß nutzen, mit Ihnen auf das vergangene Jahr zurückzublicken:

Erinnern Sie sich noch an den Eisschnelllaufkrimi vom 27. Februar, als die deut­schen Damen in der Team-Verfolgung Olympiagold holten? Gleich zwei Erfurter­innen standen bei diesem entscheidenden Rennen auf dem Eis: Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert, die neben dieser goldenen auch zwei silberne Medaillen gewann. Alle Erfurter freuten sich über die Erfolge, allen voran die Kersplebener. Sie setzten der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt im Rathaus noch eins drauf, indem sie ihren Olympiateilnehmern einen eigenen Empfang bereiteten.  

Sport und Spaß sind seit dem 24. Juni auch wieder im Nordpark angesagt. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien wurde das Nordbad eingeweiht. Mehr als 96.000 Badegäste haben das für 9,45 Millionen Euro sanierte Bad seitdem besucht. Das Nordbad war aber nur eine Baumaßnahme von vielen: Ende Juni begannen die Arbeiten an der Komplexbaumaßnahme "Nördlichen Querverbindung"; viele Kinder­tagesstätten und Schulen konnten – auch Dank der Mittel aus dem Konjunkturpaket II – saniert werden, darüber hinaus waren und sind viele Straßen in der Kur. Ende September begannen die Baumaßnahmen für das Gefahrenabwehrzentrum Süd und im Dezember wurde der Grundstein für den Neubau des Bürgeramtes gelegt.

Auch in der Kulturlandschaft gab und gibt es Baustellen. Damit meine ich nicht das in Arbeit befindliche Kulturkonzept , sondern das Erfurter Angermuseum, dessen Türen seit dem 12. Juni wieder dauerhaft geöffnet sind, sowie das Haus Dacheröden, das seit September wieder geöffnet hat und getreu dem Motto der Eröffnungswoche "alles außer gewöhnlich" ist. Die Arbeiten an der Mikwe hinter der Krämerbrücke kommen gut voran, ebenso wie die Bewerbung für die Unesco-Weltkulturerbe-Liste. Als letztes kulturelles Ereignis sei auf die Eröffnung des Erinnerungsortes Topf & Söhne am 27. Januar 2011 hingewiesen.

Trotz der Finanzkrise konnten wir im vergangenen Jahr zahlreiche wirtschaftliche Erfolge verzeichnen: In den letzten vier Jahren wurden unter Mitarbeit der Wirt­schaftsförderung 345 Investitionsvorhaben realisiert und 4000 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert. Vor allem in der Logistik- und in der Solarbranche macht sich die Landeshauptstadt mehr und mehr einen Namen. Ich bin mir sicher, dass es auch 2011 weiter aufwärts gehen wird.    

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es gäbe noch so vieles zu nennen und sicher hat jeder von Ihnen das eine oder andere Ereignis noch in besonderer Erinnerung. Zum Abschluss möchte ich aber noch in die Zukunft blicken: Auch wenn sich die Konjunktur erholt hat und die Signale aus der Wirtschaft durchweg positiv sind, werden wir in den kommenden Jahren unter dem Strich weniger Geld zur Verfügung haben. Dennoch werden wir sowohl am Schuldenabbau als auch an Investitionen, beispielsweise in die Sanierung und den Neubau von Kindertagesstätten, Schulen, Straßen und Brücken, festhalten, ebenso wie an unseren freiwilligen Leistungen. Am 24. November hat die Verwaltung dem Erfurter Stadtrat den Entwurf des Doppelhaushaltes 2011/2012 vorgelegt, er wird insbesondere den Empfängern staatlicher Leistungen ein höheres Maß an Planungs­sicherheit bieten. Auf Erfurt.de und im Amtsblatt werden wir Sie über den weiteren Verlauf informieren.

Liebe Erfurterinnen und Erfurt, ob mit "Dinner for one" oder mit Freunden, kommen Sie gut ins neue Jahr! Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien, Freunden und Bekannten für das Jahr 2011 privat wie beruflich Erfolg, Gesundheit und viele schöne Momente.

Ihr

Andreas Bausewein