Miteinander

07.02.2011 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter,seit Donners­tag bin ich zurück aus unserer neuen Partner­stadt Kati. Fünf spannende Tage liegen hinter mir und den anderen Mitgliedern der zwölf­köpfigen Dele­gation. Die Unter­zeich­nung der Partner­schafts­verein­barung war der Höhe­punkt unserer Reise. Darüber hinaus gab es noch viele andere Ereig­nisse und Begeg­nungen, die uns nicht minder beweg­ten.   

Gemeinsam mit Vertretern der Fraktionen des Erfurter Stadtrates, des Vereins Freundeskreis Mali e. V., der Fachhochschule Erfurt und der Zeitungsgruppe Thüringen reiste ich vom 28. Januar bis zum 2. Februar in die nordwestafrikanische Stadt Kati in Mali. Anlass unseres Besuches war die Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung – dem vorläufigen Höhepunkt der Beziehung unserer beiden Städte.

Seit meinem ersten Besuch im Jahre 2009 hat sich vieles getan, wir haben darüber mehrfach berichtet. Dank des großen Engagements und der Spendenbereitschaft vieler Erfurterinnen und Erfurter konnten wir am 31. Januar den Grundstein für ein Frauenzentrum legen. In wenigen Monaten wird den Frauen ein Ort zum Lernen und Arbeiten, zum Begegnen und sich Zurückziehen zur Verfügung stehen. Außerdem haben wir Einblicke in die dortige Stadtverwaltung gewonnen, eine Schule und einen Kindergarten besucht sowie die Universität in der Hauptstadt Bamako. Im kommenden Amtsblatt erwarten Sie dazu zahlreiche Bilder und weitere Informationen.

Doch zurück von Afrika nach Deutschland. Auch hier zeigt sich, wie viel man erreichen kann, wenn man miteinander arbeitet. Wie Sie sicher wissen, haben sich die Städte Erfurt, Speyer, Worms und Mainz vernetzt und arbeiten an einer wissenschaftlichen Aufarbeitung ihrer jüdischen Geschichte. Unser Ziel ist es, als Städte einmaliger Zeugnisse jüdischen Lebens auf die Unesco-Weltkultur­erbeliste aufgenommen zu werden. Vom 8. bis 10. Februar laden die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Landeshauptstadt Erfurt in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie zu einem Kolloquium in die Landeshauptstadt ein, welches sich den kulturellen und histo­rischen Vernetzungen dieser vier Städte und ihren historischen Stätten widmet.      

Außerdem gibt es in dieser Woche noch einen Grund zu feiern. Wolfgang Nossen, Vorsitzender der jüdischen Landesgemeinde Thüringen, feiert am Mittwoch seinen 80. Geburtstag. Aus Anlass seines Geburtstages und in Anerkennung seiner Arbeit als führender Kopf der jüdischen Landesgemeinde, wird sich Herr Nossen in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eintragen.

Wie gewohnt, werden wir Sie auf Erfurt.de und über die Medien über die aktuellen Ereignisse in der Landeshauptstadt informieren. Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche

Ihr
 

Andreas Bausewein