Sportlich

10.10.2011 00:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter,  das Wort sport­lich ist längst nicht mehr nur auf sport­liche Aktivi­täten bezo­gen. Häufig wird es auch für sehr ambi­tio­nierte oder beson­ders schnell erle­digte Vor­haben verwen­det. Die neu eröffnete Rieth­sport­halle bei­spiels­weise ist nicht nur eine Stätte des Sports, sie wurde binnen eines Jahres erbaut – sozusagen, sportlich. 

Auch wenn die Halle in der Essener Straße 20 schon in Betrieb ist, wird sie am Dienstag offiziell eröffnet. Ihre erste Feuertaufe hat die neue Riethsporthalle nämlich bereits mit dem Heimspiel der Handballdamen des THC im Rahmen des Champions League Spieles und des ersten Heimspiels des SWE Damen-Volley-Teams erhalten. Und am Wochenende steht bereits ein weiteres Highlight auf dem Programm, die Austragung der Deutschen Meisterschaften im Hallen-Radsport am 14. und 15. Oktober.

Der Hallenneubau im Erfurter Rieth war erforderlich geworden, weil die 1976 in Betrieb genommene alte Riethsporthalle den heutigen Anforderung im Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr entsprach. Weit vor der endgültigen Entscheidung nach dem "Wie" eines Neubaus, sprach sich der Erfurter Stadtrat für das "Ob" aus. Im Jahr 2003 beschloss der Stadtrat die Konzeption zur Schaffung eines breitensportlich orientierten Sportzentrums Nord mit besonderem Fokus auf Ballsportarten, welches sowohl die Riethsporthalle als auch die anderen Sportanlagen am Nordpark beinhaltet. Im Jahr 2009 schließlich beauftragte er den Erfurter Sportbetrieb mit der Realisierung des Ersatzneubaus auf der Basis eines ÖPP-Projektes.

Gelingen konnte der Stadt Erfurt dieses 10,3 Millionen Euro teure Projekt Dank der Unterstützung des Freistaates Thüringen, der den Neubau mit einem Förderanteil von 4,1 Millionen Euro und einem erstmals im Thüringer Sportstättenbau zur Anwendung gekommenen Finanzierungsmodell einer Öffentlich-Privaten Partner­schaft unterstützte. Diese Öffentlich-Private-Partnerschaft umfasst eine langfristige, auf 25 Jahre angelegte, geregelte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Erfurt, dem bauausführenden Unternehmen und dem zukünftigen Betreiber, welche sowohl Planungs- und Bauleistungen als auch die Finanzierung und den Betrieb einschließt.

Binnen eines Jahres Bauzeit entstand, bei fast durchgängiger Nutzung der inzwischen abgerissenen alten Riethsporthalle für den Schul- und Vereinssport und als Pendant zum leistungssportorientierten Sportzentrum Süd, die neue Halle zur überwiegenden Nutzung durch den Breitensport. In der neuen Halle finden nunmehr doppelt so viele Zuschauer, nämlich 1500, Platz. Außerdem entstanden ein Kraftraum, ein beleuchteter Multifunktionsplatz, ein Ballettraum, eine Kegelbahn sowie ein Turn- und Billardbereich. Bis zum November werden auch die 400-m-Kunststoffbahn und die Parkplätze fertig gestellt sein.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die neue Riethsporthalle im Rahmen Ihrer Vereinssporttätigkeit nutzen oder aber wenn Sie als Zuschauer eines der anstehenden hochkarätigen Spiele der Handball-Damen des Thüringer HC, des SWE Volley-Teams oder auch der Bundesliga-Keglerinnen des SV Optima Erfurt für gute Stimmung sorgen.

Mit sportlichen Grüßen

Ihr
 

Andreas Bausewein