Die Kernstadt eine Baustelle

12.03.2013 00:05

Liebe Erfurterinnen und Erfurter,

gestern startete in der Erfurter Innen­stadt die größte Bau­maß­nahme der vergan­genen Jahre. In den kom­men­den Monaten werden Fisch­markt, Schlösser­brücke und Schlösser­straße grund­legend ausgebaut. Für die Anwohner, Passanten, Händler und Gastro­nomen wird die Zeit mit zahl­reichen Verände­rungen und Ein­schrän­kungen ver­bunden sein, die wir so gering wie möglich halten und über die wir regelmäßig informieren werden.

Andreas Bausewein
Foto: Andreas Bausewein Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Für die Dauer von acht Monaten wird das Areal zur Großbaustelle – eine der größten und aufwändigsten, die wir bisher in der Innenstadt hatten. Auf engstem Raum und in einer vergleichsweise kurzen Zeit werden Tiefbauarbeiten, Straßen-, Gleis- und Brückenbauarbeiten durchgeführt. Eine Herausforderung für die Bauleute und eine – streckenweise – sicher sehr anstrengende Zeit für alle von der Baustelle betroffenen Personen.

Die Baumaßnahme ist alles andere als eine kosmetische Maßnahme. Zwar stehen Fischmarkt und Schlösserstraße in einem großen optischen Kontrast zum bereits umgestalteten Anger, aber die Gründe für die Baumaßnahme sind andere: Da wäre zum einen die Schlösserbrücke, deren baulicher Zustand von einem umfangreichen Schadensbild gekennzeichnet ist, sie muss grundlegend instandgesetzt werden. Da dazu Teile der Brücke vorübergehend abgetragen werden müssen, wird eine benachbarte Behelfsbrücke aufgestellt. Zum anderen ist all das zu nennen, was für den Passanten unsichtbar im Untergrund liegt. Ein großer Teil der Kabel und Rohrleitungen ist alt und verschlissen. So stammt zum Beispiel die Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1925, der marode Abwasserkanal gar aus dem Jahr 1910. Ein weiterer Aspekt sind die verschlissenen Verkehrsanlagen, die erneuert werden sowie das Ziel, am Fischmarkt einen attraktiven, innerstädtischen Freiraum zu schaffen. Und zu guter Letzt sollen die Stadtbahnhalte und der Zugang zum Rathaus barrierefrei werden.  

Um das geplante Bauende am 23. November 2013 einhalten zu können, wird wochentags in der Zeit von 6 bis 22 Uhr gearbeitet, samstags von 7 bis 16 Uhr. Nachtschichten werden die absolute Ausnahme bleiben und wenn, denn nur bei lärmarmen Arbeiten erfolgen, um die Lärmbelästigung für die Anwohner möglichst gering zu halten. Um schneller voranzukommen, ist der gesamte Bauabschnitt für die Stadtbahn gesperrt. Damit jeder mit Bahn oder Bus ans Ziel kommt, haben die Erfurter Verkehrsbetriebe einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Wer weitere Informationen über das rund 6,9 Millionen Euro teure Bauvorhaben, welches mit ca. 2,6 Millionen Euro Fördermitteln aus dem EFRE-Fond gefördert wird, wünscht, findet auf erfurt.de Fragen und Antworten rund um die Maßnahme. Außerdem gibt es in der Sparkassenfiliale am Fischmarkt ein Informationspunkt, Ausgangspunkt für die alle vierzehn Tage angebotenen Baustellenführungen. Die erste Führung startet am 14. März um 16 Uhr. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, die Bausprechstunde im Baubüro in der Schlösserstraße 34 wahrzunehmen, die jeden Dienstag von 14 bis 15 Uhr stattfindet.  

Ich bitte Sie um Verständnis für die auftretenden Widrigkeiten. Seien Sie versichert, dass wir alles dafür tun werden, die Belastung so gering wie möglich zu halten und mit der Baumaßnahme so schnell als möglich voran zu kommen.

Ihr

Andreas Bausewein