Wie viele Worte braucht der Mensch?

10.02.2014 16:00

Liebe Erfurterinnen und Erfurter,

wie viele Worte braucht der Mensch? – so lautet die Frage, um die sich das kulturelle Jahresthema 2014 dreht und das am 4. Februar im Rathausfestsaal feierlich eröffnet wurde. Wie viele Worte man braucht, hängt häufig von der Situation ab in der man sich befindet aber auch von den Menschen, mit denen man im Kontakt ist – als OB ist man aber nicht nur als Redner gefragt, sondern auch als Zuhörer.

Andreas Bausewein
Foto: Andreas Bausewein Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Als Oberbürgermeister erhält man täglich Anfragen für Grußworte – sei es mündlich oder schriftlich – für Reden, Impulsvorträge oder auch die Teilnahme an Podiums­diskussionen. Soweit es mein Kalender erlaubt, nehme ich diese Anfragen gerne an. Hinzu kommt die Notwendigkeit, Planungen und Entscheidungen der Verwaltung erklären zu müssen, sei es indem man Stadtratsanfragen beantwortet, im persön­lichen Gespräch mit Bürgern und Fraktionären oder auch in Form von Presseaus­künften. Manchmal ist man aber nicht als Redner gefragt, sondern als Zuhörer. Es kommt nicht selten vor, dass man von Bürgern auf der Straße angesprochen wird, die ein Anliegen haben – ab und an steht nicht ein Anliegen dahinter, sondern einfach der Wunsch jemandem mit einem offenen Ohr zu begegnen.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Erfurterinnen und Erfurter mit der Fragestellung „Wie viele Worte braucht der Mensch?“ in den kommenden Monaten auseinander­setzen werden. Mindestens 29 Veranstaltungen und Projekte wird es dazu in diesem Jahr geben, die ganz unterschiedliche Akteure der Erfurter Kunst- und Kulturszene zusammenführen. Auf der Homepage der Stadt finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen, welche Stück für Stück ergänzt wird. Außerdem wurde die Reihe „Standpunkte“ initiiert, in der sich jeden Monat eine bekannte Erfurter Persönlichkeit mit Sprache und Wort auseinandersetzen wird.  

Ich bin sehr gespannt, was uns in diesem Jahr erwartet und lade Sie herzlich ein, möglichst viele Veranstaltungen im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2014 wahrzunehmen.

Ihr

Andreas Bausewein