Migration und Recht - Informationsveranstaltung am 24. Mai

13.05.2011 09:44

Die Zuwanderung von Migrantinnen und Migranten findet aus ganz unterschiedlichen, höchst persönlichen Gründen statt.

Auch die Länder, aus denen die Zuwanderer/innen stammen, sind verschieden. Das Herkunftsland (EU-Staat oder Drittland) der/des Betroffenen, der Zweck des Zuzugs und die aus beidem folgende rechtliche Stellung sind aber entscheidend dafür, welche Rechtsnormen anzuwenden sind. 
Aus diesem Grund führt die Ausländerbeauftragte der Stadt Erfurt am 24. Mai 2011 in der Zeit von 18:00 bis 19:30 Uhr im Rathaus, Raum 225, Fischmarkt 1, eine Informationsveranstaltung durch. Referentin ist Frau Ulrike Bargon, Rechtsanwältin der AG der Ausländerbeiräte Hessen.

In der Veranstaltung sollen zunächst sowohl rechtliche Erfordernisse aber auch Einschränkungen beim Familiennachzug und der Zugang zu einem eigenständigen Aufenthaltsrecht erörtert werden. Danach werden aktuelle Änderungen des Zuwanderungsrechts und die daraus resultierenden Auswirkungen im Blickpunkt stehen. Dies betrifft die aktuelle Entwicklung durch die anstehende Bleiberechtsregelung gemäß § 25a Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Die Besonderheiten dieses Aufenthaltstitels und seine Voraussetzungen sollen aufgezeigt werden, denn durch diese Bleiberechtsregelung wird gut integrierten Jugendlichen und Heranwachsenden eine eigene gesicherte Aufenthaltsperspektive eingeräumt. Ferner wird die Veranstaltung auch die "Optionspflicht" im Staatsangehörigkeitsrecht berücksichtigen. Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2001 erhält jedes in Deutschland geborene Kind von ausländischen Staatsangehörigen neben der Staatsangehörigkeit der Eltern automatisch auch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil bereits acht Jahre hier lebt und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt. Allerdings müssen sich diese Kinder zwischen dem 18. und dem 23. Lebensjahr dann entscheiden, ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit weiter besitzen wollen ("Optionspflicht"). In den kommenden Jahren werden Zehntausende junger Erwachsener davon betroffen sein, so dass das Thema zunehmend wichtiger wird.