Stadtradeln endet am Samstag mit der Thüringer Burgenfahrt / Oberbürgermeister wirbt für Fahrrad auch im Alltag

11.07.2014 14:30

374 Radler und Radlerinnen in 30 Teams legten beim Stadtradeln bereits eine Äquatorlänge zurück (mehr als 40.000 km). Diese Zahl könnte sich bis zum Samstag noch verdoppeln.

"Stadtradeln" als Beitrag zum Klima- und Lärmschutz

Am Samstag endet der dreiwöchige Aktionszeitraum des Erfurter Stadt­radelns mit der 41. Thüringer Burgenfahrt. Um 9.30 Uhr wird Oberbürger­meister Andreas Bausewein die Erfurter Teilnehmer der Burgenfahrt und die bis dahin schon in Erfurt versammelten Gäste zur Burgenfahrt begrüßen. Danach geht es los zur größten Thüringer Sternfahrt nach Freudenthal zu den Drei Gleichen, wo ein Volksfest für allerlei Unterhaltung sorgt. Mit der Teilnahme an der Fahrt ist zugleich die Teilnahme am Fest und eine Pannen­hilfe für unterwegs verbunden. Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

Die Stadt Erfurt beendet am Tag der Burgenfahrt das Stadtradeln, den bundesweiten Fahrradwettbewerb der Kommunen. Während drei Wochen haben dann die Stadtradlerinnen und Stadtradler Kilometer gesammelt – für die Gesundheit und ein gutes Klima in der Stadt. Auch wenn das Stadt­radeln am Samstagabend endet, kann der Kilometerstand noch weiter stei­gen. Bis zu sieben Tage nach Ende des Stadtradelns können die Teams ihre Kilometer nachtragen – beispielsweise die, die im Rahmen der Burgenfahrt erradelt wurden. Eine andere attraktive Radstrecke ist die 225 km lange „Thüringer Städtekette“, gestern wurde ein neuer Streckenabschnitt zwischen Wallichen und Niederzimmern eingeweiht. 

Das Fahrradfahren nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch gesund ist, beweisen zahlreiche Studien: So ist die Lebenserwartung von Rad fahren­den Bevölkerungsgruppen deutlich höher, als die derer, die nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die WHO hat mit der Studie „Ökonomische Bewer­tung von Verkehrsinfrastruktur und Verkehrspolitik“ gezeigt, dass die Sterb­lichkeit in Gruppen von Menschen sinkt, je mehr von ihnen Rad fahren. Ein Rechenbeispiel: Laut Studie würde bei den rund 400 Teilnehmern des Stadt­radelns die Sterblichkeit um 35 Prozent sinken, wenn diese auch künftig in drei Wochen etwa 100 km zusätzlich zurücklegen. Dieser Rechenwert gilt natürlich nur für große Gruppen und nicht für den oder die Einzelne, macht aber deutlich, dass Radfahren gut für die Gesundheit ist.

„Auch in Sachen Klimaschutz, Lärmschutz und Luftreinheit leistet das Radfahren einen immer größer werdenden Beitrag", wirbt Oberbürgermeis­ter Andreas Bausewein für die Benutzung des Fahrrades in der Stadt. „Wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der mit dem Auto in der Stadt zurückge­legten Strecken kürzer als 5 km sind, wird auch deutlich, wie groß das Potenzial für Radverkehr auch in Erfurt ist."