Martinsmarkt und ökumenische Martinsfeier – Lichterglanz von Tausenden Laternen auf dem Domplatz

06.11.2015 09:34

Martinsmarkt von 10 bis 17 Uhr, Martinsfeier auf den Domstufen um 18 Uhr

Kinder schwenken ihre bunten Laternen.
Foto: Martini auf dem Domplatz Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Jeweils am 10. November, dem Martinstag, zieht es Tausende Erfurter und Gäste der Stadt bei Einbruch der Dunkelheit auf den Domplatz, um Martini zu feiern.

In Vorbereitung auf den Höhepunkt in den Abendstunden findet in diesem Jahr der 25. Martinsmarkt ab 10 Uhr auf dem Domplatz statt, wo es alles geben wird, was von der Tradition her mit diesem Anlass verbunden ist.

Der Martinsmarkt fügt sich zwischen Frühgottesdienst und abendlicher Martinsfeier auf den Domstufen ein. Die Eröffnung des Martinsmarktes wird von der katholischen und evangelischen Kirche im ökumenischen Geist gemeinsam gestaltet. Senior Dr. Matthias Rein und Oberbürgermeister Andreas Bausewein werden gemeinsam den Martinsmarkt eröffnen.

Viele Kindereinrichtungen bereiten sich auf den Martinstag vor, basteln Kinderbibeln, Lampions, verzieren Kerzen, backen Hörnchen, studieren Lieder ein und spielen die Geschichte des „Heiligen Martin“ oder Martin Luthers nach.

Kindergartenkinder werden auf der Bühne am Domplatz die Geschichte der Mantelteilung des heiligen Martins nachspielen und damit die Überleitung schaffen, um die Ergebnisse des Festes der guten Taten bekanntzugeben. Durch das City-Management Erfurt e. V. wird symbolisch jeweils ein Mantel an die Einrichtungen der Caritas und der Diakonie übergeben.

Farbige Ansichtskarte zweigeteilt. Links die Darstellung des Martin-Luther-Denkmals vor der Kaufmannskirche, rechts die Darstellung der Doms St. Marien und der Kirche St. Severei, im Vordergrund jeweils zahlreiche Menschen mit Laternen.
Foto: „Ein feste Burg ist unser Gott!“: Ansichtskarte „Gruß vom Martinstag in Erfurt“ um 1900 Foto: © Stadtarchiv Erfurt

Mit dem Martinstag sind auch viele andere Bräuche verbunden, die man auf dem Martinsmarkt wiederfinden kann. So gibt es das Martinshörnchen, das in seiner Form den Broten ähnelt, die zur Zeit Martin Luthers gegessen wurden. Traditionell wird am Martinstag auch die Martinsgans präsentiert. Aus der Überlieferung weiß man, dass die Bewohner der französischen Stadt Tours den damals asketisch lebenden Mönch Martin zu ihrem Bischof machen wollten. Aber der Legende nach soll er sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt haben, wo er schließlich durch das aufgeregte Geschnatter der Gänse aufgespürt wurde.

Daher wird ein Gänsegatter auch auf dem 25. Martinsmarkt nicht fehlen. Darin werden, wie in jedem Jahr, Gänse aus dem Thüringer Zoopark Erfurt schnattern.

Auch die Erfurter Vereine, wie z.B. Round Table Deutschland, Rotary Club Erfurt sowie Tschernobyl 1986 – Kinder in Not e. V. beteiligen sich am Mar­tinsmarkt.

Im Verlauf des Tages sorgen Chöre, kleine Programme der Kindergärten, Musikgruppen, Puppenspiel, Theateraufführung sowie der Evangelische Posaunendienst für eine festliche Atmosphäre im Bereich des Martinsmarktes.

Alle Waren, die an den ca. 35 Marktständen zum Verkauf angeboten werden, stehen im besonderen Bezug zum Martinstag. Es gibt Martinshörnchen, Martinslaternen, Kerzen, aber auch andere Kleinigkeiten, die Freude bereiten. Auch Bastelangebote für die kleinen Besucher des Martinsmarktes kann man auf dem Platz entdecken.

Alle Erfurter und Besucher sind herzlich eingeladen, den Martinsmarkt ab 10:00 Uhr zu besuchen und sich auf die um 18:00 Uhr stattfindende große ökumenische Martinsfeier auf den Domstufen einstimmen zu lassen.