Aktuelle Forschungen zum Gebäudekomplex Benediktsplatz 1: Dr. Barbara Perlich spricht am 5. Oktober in der Reihe "Arain!"

29.09.2016 13:35

Im Quartier Benediktsplatz 1 verbergen sich die Reste von acht mittelalterlichen Steinhäusern. Die Mauern der Gebäude sind von den Kellern teilweise bis ins Dach erhalten, trotz zahlreicher Um- und Neubauten, und tragen noch Spuren von Fenster, Pforten und Kaminen. Sie waren Wohngebäude, Repräsentationsbauten, dienten dem Handel. Dass die jüdischen Bewohner hier im 13. Jahrhundert möglicherweise auch einen privaten Betraum einrichteten, ist ein überraschendes Ergebnis des Forschungsprojekts, dessen aktueller Stand im Vortrag vorgestellt wird.

Gruppe Studierender sitzt an einem Tisch in einer Toreinfahrt.
Foto: Studierende dokumentieren im Objekt Benediktsplatz 1 bauhistorische Befunde Foto: © Barbara Perlich

Dr. Barbara Perlich ist seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte des Instituts für Architektur der TU Berlin. Sie leitet das Projekt zum Benediktsplatz, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Moderiert wird der Abend in der Stadt- und Regionalbibliothek am Domplatz 1 von Julia Hurlbeck, Restauratorin und Projektmitarbeiterin. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

"Arain!" ist Jiddisch für "Herein!" und der Name der Vortragsreihe zur Erfurter Unesco-Bewerbung, die an jedem ersten Mittwoch im Monat stattfindet. Hier werden Themen vorgestellt, die einen Bezug zur jüdischen Geschichte der Stadt Erfurt haben bzw. diese in einen größeren wissenschaftlichen Kontext stellen. Zusätzlich werden Schlaglichter auf das globale Welterbeprogramm der Unesco geworfen.