200jährige Luisenpark-Eiche wird einem Belastungstest unterzogen

30.01.2018 11:46

Besondere Bäume müssen von Zeit zu Zeit auf Herz und Nieren untersucht werden, um festzustellen, ob sie noch standsicher sind und um notwendige Pflegemaßnahmen abzustimmen.

Zugversuch soll Standfestigkeit und Sturzgefährdung des imposanten Erfurter Naturdenkmals prüfen

Stattlicher Baumriese
Foto: Besondere Bäume müssen von Zeit zu Zeit auf Herz und Nieren untersucht werden – so auch die Hybrideiche im Luisenpark Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Am Mittwoch, dem 31.01.2018, wird im Luisenpark eine besonders eindrucksvolle Eiche untersucht. Neben dem allgemeinen Zustand wird in einem sogenannten Zugversuch getestet, ob der Baum bei starker Windbelastung stehen bleiben würde oder sturzgefährdet ist.

Die Hybrideiche auf dem Podest in der Mitte des Parks ist besonders eindrucksvoll und wohl jeder Erfurterin und jedem Erfurter bekannt. Das etwa zweihundert Jahre alte Naturdenkmal wird seit einiger Zeit jedoch schwächer und benötigt Hilfe. Hinzu kommt ein Pilzbefall, der die Wurzeln angreift. Um dessen Ausmaß einzuschätzen, wird im Zugversuch am Baum gezogen. Je nach Stärke der Neigung kann berechnet werden, wie hoch die Standsicherheit noch ist. Danach wird festgelegt, ob besondere Schnittmaßnahmen notwendig sind oder der Baum gar gefällt werden muss.

Bisher sind in der Stadt Erfurt 34 Bäume als Naturdenkmale ausgewiesen, die für ihren Schutz, ihre Pflege und Erhaltung besondere Aufmerksamkeit genießen.

Der Zugversuch findet am Mittwoch, 31.01.2018, in der Mittagszeit im Luisenpark statt.