Diskriminierungsfreiheit nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Arbeitsrecht

13.02.2018 13:56

Die Gleichstellungsbeauftragten in Thüringen gehen dem gesetzlichen Auftrag nach, Benachteiligungen abzubauen bzw. entgegen zu wirken.

Wenn sich Beschwerden, Nachfragen häufen ist Informationsbedarf angesagt, meint die Erfurter Gleichstellungsbeauftragte Birgit Adamek.
Und wenn es sich dabei um Vorfälle rund um herablassende Behandlung im Arbeitsleben, willkürliche Versetzungen, Aufgabenentzug u.ä. handelt, die Betroffenen Frauen und Männer sind, dann sieht sie Handlungsbedarf.
Gemeinsam mit der Arnstädter Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragten, Angelika Kowar, wurden dazu Veranstaltungen konzipiert.

Die Fachveranstaltung „Diskriminierungsfreiheit nach dem AGG im Arbeitsrecht und Rechtsfolgen bei Verstößen“ in Erfurt findet im Erfurter Rathaus, Ratssitzungssaal am Dienstag, dem 20. Februar 2018, von 16 bis 18 Uhr statt.

Die Richterin am Bundesarbeitsgericht, Dr. Regine Winter, wird den Einstiegsvortrag halten und dabei die Anwendungsbereiche des AGG erläutern. Besonders dem Zugang zum Arbeitsmarkt wird sie viel Aufmerksamkeit einräumen, weil es in diesem Bereich bereits Urteile gibt.

Im Podium werden Michael Hasenbeck, der Referatsleiter Bürger/-innenanliegen und Koordinierungsstelle für Antidiskriminierungsfragen der Thüringer Staatskanzlei, Martina Amarotico, Erfurter Fachanwältin für Arbeitsrecht, Prof. Dr. Eberhard Eichenhofer, Lehrstuhl für Sozialrecht/Bürgerliches Recht Uni Jena a.D. Platz nehmen.

Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, ob das AGG bei der Bewältigung für Betroffene und den Arbeitgeber hilfreich sein kann. Fragen aus dem Publikum sind überaus erwünscht.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.