Partizipation als grundlegender Bildungsanspruch

13.03.2018 11:29

Anfang März fand in Erfurt der 2. Fachtag „Voneinander – Miteinander – Lernen: Theorie trifft Praxis“ statt. Ziel dieses Fachtages für Praxisanleiter und Praktikanten in Kindertageseinrichtungen war eine Weiterführung des gemeinsamen Dialoges zwischen Theorie und Praxis und die gemeinsame Reflexion sozialpädagogischer Praxissituationen.

Zukünftige Erzieher und Erzieherinnen im Dialog zwischen Theorie und Praxis

Menschen in einem Tagungsraum
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit der Fachschulen für Sozialpädagogik, der Fachhochschule Erfurt und dem trägerübergreifenden Kita-Fachberatungsnetzwerkes der Stadt Erfurt organisiert wurde, war die Partizipation.

Im Thüringer Bildungsplan wird die Partizipation als grundlegender Bildungsanspruch von Kindern und Jugendlichen explizit benannt. Darüber hinaus ist die Partizipation als ein notwendiges Grundprinzip in der pädagogischen Arbeit und als ein wesentlichen Qualitätsmerkmal anzusehen.

Im Rahmen von verschiedenen Workshops wurde den Teilnehmern verdeutlicht, dass die Partizipation, gelebt als Beteiligung, Teilhabe sowie gemeinsames Aushandeln, nicht nur die Arbeit mit den zu betreuenden Kindern betrifft, sondern auch die Arbeit mit den anzuleitenden Praktikanten/-innen.

Der 2. Fachtag in Erfurt zeigte, dass eine praxisnahe Ausbildung von Erziehern, die Praktikanten für die Partizipation des Kindes im pädagogischen Alltag sensibilisieren muss. Darüber hinaus ist es auch erforderlich, dass Praxisanleiter Partizipation von Praktikanten zulassen und somit die Grundlage für ein besseres Verständnis und eine partnerschaftliche Arbeitsweise in den Ausbildungseinrichtungen schaffen.