Die Neue Grippe (Schweinegrippe) wird durch das pandemische Influenzavirus A/(H1N1) ausgelöst und ist eine neue Variante des Grippeerregers, welches Erbgut von Vögeln, Schweinen und Menschen enthält. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.
Die Neue Grippe ist längst in Deutschland und auch in Erfurt angekommen. Eine weitere Ausbreitung des Virus ist zu erwarten.
Angesichts dieser Situation ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich sachlich mit der Thematik und dem Risiko einer Ansteckung auseinander zu setzen und zu informieren.
Alle Bürger sind aus diesem Grund zum individuellen und verantwortungsbewussten Handeln in Bezug auf Präventionsmöglichkeiten, Verhalten im Krankheitsfall, Reisen, Impfstoff und Impfung aufgefordert.
Zur Vermeidung einer Infektion ist insbesondere auch im Arbeitsbereicht, auf allgemeine Hygienemaßnahmen zu achten wie:
- Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen,
- Vermeidung von Berührungen der Augen, Nase oder Mund mit den Händen,
- Nutzung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern,
- intensive Raumbelüftung (möglichst ohne Luftzug),
- gründliches Händewaschen nach Personenkontakten, der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor der Nahrungsaufnahme sowie bei Kontakten mit Gegenständen oder Materialien, die mit Krankheitserregern von Erkrankten behaftet sein können.
Da die meisten Menschen noch keine spezifische Abwehr entwickelt haben, wurde aus diesem Grund ein Impfstoff speziell gegen die Neue Grippe entwickelt. Dieser Impfstoff enthält so genannte Verstärkersubstanzen (Adjuvanzen), diese unterstützen die Immunreaktion und wirken somit auch gegen genetisch leicht veränderte Viren des gleichen Virusstammes. Ab dem Alter von sechs Monaten kann dieser Impfstoff in unterschiedlicher Dosierung angewandt werden.
Grundsätzlich gilt jedoch, die Impfung gegen die Neue Grippe kann die Impfung gegen die saisonale Grippe nicht ersetzen.
Für die Bürgerinnen und Bürger ist in erster Linie der Hausarzt erster Ansprechpartner. Sollte dieser nicht impfen, können Informationen im Amt für Soziales und Gesundheit über Ärzte eingeholt werden, die die Impfung verabreichen. In Ausnahmefällen können sich die Bürgerinnen und Bürger im Amt für Soziales und Gesundheit beraten und ggf. direkt impfen lassen.
Sprech- und Öffnungszeiten der Impfstelle im Haus der sozialen Dienste, Juri-Gagarin-Ring 150
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Montag |
10:00 - 12:00 Uhr |
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Dienstag und Donnerstag |
13:00 - 17:00 Uhr |
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Mittwoch und Freitag |
09:00 - 12:00 Uhr |
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Nach Einschätzungen der ständigen Impfkomission (STIKO) können grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen von der Impfung profitieren. Allerdings gibt es für bestimmte Personengruppen (Schlüsselpersonal) aufgrund eines erhöhten Risikos Empfehlungen, sich möglichst schnell zu schützen.
- Beschäftigte im Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
- chronisch Kranke Menschen ab 6 Monaten, deren Immunsystem geschwächt ist
- Schwangere (vorzugsweise ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) und Wöchnerinnen
Für Schwangere empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) einen Impfstoff ohne Wirkverstärker, dieser könnte laut STIKO Mitte Dezember zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gilt aber auch hier, sich eigenständig, beim behandelnden Arzt über die Impfung und Wirkungsweise zu informieren.
Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, sollten sich genau über den Impfstoff, die entsprechende Dosis und Nebenwirkungen informieren. Ansprechpartner ist der jeweilige Kinderarzt, dieser wird dann die Impfung durchführen.
Am 30. November und am 8. Dezember ist zudem im Amt für Soziales und Gesundheit speziell ein Kinderarzt im Haus. Dieser wird von 15:00 bis 17:00 Uhr für Impfungen bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat zur Verfügung stehen.
Für die Personengruppe zwischen 10 bis 60 Jahren ist zunächst eine Impfdosis ausreichend; über die Gabe einer Zweiten wird bis Mitte Dezember entschieden. Für Menschen über 60 Jahren werden zwei Dosen im Abstand von drei Wochen bis sechs Monate empfohlen.
Nicht impfen lassen sollte sich, wer:
- an einer akuten, behandlungsbedürftigen Krankheit mit Fieber leidet,
- eine nachgewiesenen Allergie gegen Hühnereiweiß hat und
- eine starke Überempfindlichkeit gegen in Spuren vorhandene Restbestandteile wie z. B. Thiomersal, Formaldehyd, Gentamicinsulfat, Natriumdeoxycholat hat.
Die Impfung ist im Allgemeinen gut verträglich. Nebenwirkungen sind oft Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff.
In einigen Fällen können aufgrund des Wirkverstärkers Lokal- oder Allgemeinreaktionen auftreten wie beispielsweise:
- Rötungen und schmerzhafte Schwellungen an der Injektionsstelle
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- erhöhte Körpertemperatur.
Diese Beschwerden können bis drei Tage andauern.
Da das Virus der Neuen Grippe sich ständig verändert und sich deren weitere Entwicklung nicht vorhersagen lässt, ist daher die Impfung nach wie vor der sicherste und wirksamste Schutz vor einer Infektion.
Wie bei der Impfung gegen die saisonale Grippe tritt der Immunschutz nach etwa 14 Tagen ein.
Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe gehören Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit zu den häufigsten Symptomen, seltener auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Tage, kann aber auch bis zu vier Tagen dauern.
Bei Erkrankung an der Neuen Grippe, ist folgendes zu beachten:
- um eine Ansteckung weiterer Personen zu vermeiden, möglichst zu Hause bleiben; insbesondere dann, wenn viel Kontakt zu anderen Menschen am Arbeitsplatz besteht (Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, etc.)
- für das weitere Vorgehen ist der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren
- enger Kontakt zu anderen Personen ist möglichst zu umgehen
Die Stadtverwaltung Erfurt hat eine Bürger-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 655-1111 beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Soziales und Gesundheit zunächst während der Sprechzeiten Fragen zum Thema Neue Grippe.
Montag: 10:00 - 16:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch: 09:00 - 12:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr
Das Bundesministerium für Gesundheit hat ebenfalls ein Bürgertelefon geschaltet. Sie erreichen es unter Tel. 0800 4400550.
Wir möchten Ihnen in folgenden Schwerpunkten einige der häufig gestellten Fragen beantworten.