Podcast: Bildung für nachhaltige Entwicklung im Stadtgespräch

16.12.2016 11:02

Seit der Verabschiedung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015 – 2019 im Januar 2015 wird auf hohem Abstraktionsniveau darüber beraten wie Bildung und Lernen so zu gestalten sind, dass jeder Mensch das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen erwerben kann, um zu einem gerechteren, friedlichen und nachhaltigeren gesellschaftlichen Zusammenleben beitragen zu können.

Podcast vom 08.12.2016

drei Personen im Studio
Foto: Katharina Leib, Fachhochschule Erfurt, Lehrbeauftragte im Bachelorstudiengang Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement; Jens Düring, Stadtverwaltung Erfurt, Leiter NaturErlebnisGarten Fuchsfarm; Alexandra Behnert, Elan e. V. (von links) Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / J. Ahlke

Zum anderen soll die Rolle der Bildung in allen Programmen, die nachhaltige Entwicklung fördern, gestärkt werden. Aber was dies konkret in Erfurt bedeutet, bedeuten könnte, scheint nicht so einfach zu greifen, geschweige denn umzusetzen zu sein.

Deshalb luden Richard Schaefer und Josef Ahlke sich drei Gäste ein, die über ihre konkreten Projekte und Zugänge und Sicht auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung diskutierten.

  • Katharina Leib (Fachhochschule Erfurt, Lehrbeauftragte im Bachelorstudiengang Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement) näherte sich über die Ansätze der Waldpädagogik der BNE,
  • Alexandra Behnert vom Elan e. V. stellte ihre Bezüge zu BNE über das Erleben und Lernen durch Abenteuer in der Natur her und
  • Jens Düring, Leiter des NaturErlebnisGarten Fuchsfarm der Stadt Erfurt, berichtete über die vielfältigen Angebote der Fuchsfarm und die Kooperationen  mit z. B. dem Thüringenforst oder der Fachhochschule.

"Wie können Schulen oder Bürgerinnen und Bürger das nutzen? Gibt es Qualitätsstandards?", waren einige Fragen.

Wie passen die Projekte und Konzepte zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung? Aber auch die Bedeutung der Projekte und Methoden für die Integration Zugewanderter wurde kurz angerissen.

Spielt Haltung und Vorbild, die Authentizität der Anbieter eine Rolle? Spannend war, wie motiviert die Gäste selbst in ihrer Arbeit wirkten.

Die Angebote zur Waldpädagogik erfreuen sich großer Beliebtheit, konnte festgestellt werden. Schulen stoßen jedoch  vor der Inanspruchnahme auf bürokratische Hürden, die oft nur durch hohen persönlichen Einsatz überwältigt werden können. Wer bezahlt die Angebote? Oder auch: Müsste das alles nicht eigentlich genereller Standard sein? Hier sind Politik und Verwaltung gefragt, bessere Voraussetzungen zu schaffen, so ein Fazit.