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Das Bauhaus in Thüringen
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Das Gesamtprogramm der Landeshauptstadt Erfurt zum "Bauhaus 2009" finden Sie auf der offiziellen Seite zum kulturellen Jahresthema "bauhaus.erfurt.de".
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Das Bauhaus in Thüringen Die Revolution des Designs begann vor 90 Jahren - in Weimar, in Thüringen. Die wichtigste und einflussreichste Gestaltungshochschule des 20. Jahrhunderts gründete Walter Gropius 1919 in Weimar: das "Staatliche Bauhaus".
2009 sind Weimar, das Weimarer Land, Jena und Erfurt der Mittelpunkt des Bauhaus-Jubiläums. Mit beeindruckenden Ausstellungen und exzellenten Veranstaltungen wird in Thüringen an die Geburt der Avantgardeschule erinnert, deren weltumspannendes Nachwirken bis heute andauert.
Diese kulturpolitische Sensation, die eng mit der Gründung der Weimarer Republik in Weimar verbunden ist, und ihre Protagonisten werden an zahlreichen Orten in Weimar, im Weimarer Land, in Jena und in Erfurt mit glanzvollen Schauen in Szene gesetzt.






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Weimar - Der Ort ist kein Zufall
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Dass Walter Gropius das Staatliche Bauhaus 1919 in Weimar gründete, hatte seine Ursachen in der damals schon ereignisreichen Kulturgeschichte. Die kleine Stadt Weimar war längst zu einem geistigen und kulturellen Zentrum in Deutschland geworden. Von hier gingen seit der Zeit der Klassik neue Impulse für Literatur, Musik und Theater aus.
Henry van de Velde, der Architekt und Vordenker des Jugendstils schlechthin, hatte mit der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule beste Voraussetzungen zur Entfaltung des Bauhauses geschaffen. Mit dem Staatlichen Bauhaus, das bis 1925 in Weimar beheimatet war, entstand die modernste Kunstschule ihrer Zeit, die mit Teamwork, Werkstattprinzip und Offenheit gegenüber neuesten internationalen Strömungen architektonische und gestalterische Prinzipien weltweit revolutionieren sollte.
Nahezu die gesamte europäische Künstler-Avantgarde versammelte Gropius in Weimar: Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Gerhard Marcks, Johannes Itten, Oskar Schlemmer und László Moholy-Nagy wurden als Lehrer an die neue Design-Schule berufen. Berühmtestes Zeugnis des Bauhauses in Weimar ist das Haus am Horn, das als Musterhaus zur ersten Architekturausstellung 1923 errichtet wurde.
90 Jahre Bauhaus ist ein idealer Anlass, in einem umfangreichen und zugleich überaus exklusiven Ausstellungs- und Veranstaltungsparcours die Vorgeschichte, die ideengeschichtlichen Wurzeln sowie die Ursprünge des Bauhaus-Gedankens zum ersten Mal ausführlich vorzustellen.
Ausstellung "Das Bauhaus - klassisch" Klassik Stiftung Weimar - an exponierten Orten in Weimar darunter: Bauhaus-Museum, Neues Museum Weimar, Goethe-Nationalmuseum, Schiller-Museum, Haus am Horn und Bauhaus-Universität Weimar 28. März bis 5. Juli 2009
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Erfurt - Webkunst und Architektur
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Vor allem Industrielle, Mäzene und örtliche Kunstvereine schufen in den 20er Jahren der modernen Kunst wichtige Podien zur Präsentation ihrer Werke und Förderung ihrer Vorhaben. In Erfurt hatten der Direktor des Städtischen Museums Walter Kaesbach und der Schuhfabrikant Alfred Hess entscheidenden Anteil an zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen der Moderne.
Die Villa des Fabrikanten wurde zum beliebten Treffpunkt für Künstler und Architekten - unter ihnen auch Walter Gropius sowie Theo Kollmer und Karl Meinhardt. Mit dem Umbau verschiedener Geschäftshäuser in der Innenstadt im Auftrag von Alfred Hess wurden unübersehbare Zeichen für das Neue Bauen in Erfurt gesetzt, die heute noch im Erfurter Stadtbild markante Akzente bilden.
Die in Erfurt geborene Künstlerin Margaretha Reichardt, die in Dessau am Bauhaus studierte, betrieb ab 1933 eine Handwebereiwerkstatt, lehrte das Weben und vermittelte eine geistig-kulturelle Bildung im Sinne des Bauhauses. Die Werkstatt mit den originalen Handwebstühlen, an denen noch heute künstlerisch gearbeitet wird, ist seit 1987 ein technisches Denkmal und gehört zum heutigen Erfurter Angermuseum.
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Weimarer Land - Feininger
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Gelmeroda, Vollersroda, Mellingen - kleine Dörfer, die untrennbar mit dem Schaffen Lyonel Feiningers, einem der ersten Meister des Bauhauses, verbunden sind. Wer über Feininger spricht, kommt nicht umhin, auch die Namen der Orte im Umkreis von Weimar zur Kenntnis zu nehmen.
Auf seinen ausgedehnten Touren - oft auch mit dem Fahrrad - durch das Weimarer Land hat er die Kirchen und Dorfansichten minutiös erfasst und später in seinem malerischen Lebenswerk verarbeitet. Feininger kam vor gut 100 Jahren erstmals nach Weimar. Er war der erste Künstler, der von Walter Gropius ans Bauhaus berufen wurde.
Heute kann man auf ganz authentische Weise auf dem Feininger-Radwanderweg seinen Touren folgen und viele seiner Eindrücke nachvollziehen.
Jährlich beim Pleinair folgen Schüler aus ganz Thüringen dem berühmten Bauhaus-Künstler, indem sie Naturnotizen fertigen und dann künstlerisch weiterbearbeiten.
Dem Design hat sich auch Apolda - die Stadt der Strickwaren - verschrieben: Gemäß dem Prinzip des Bauhauses, eine Einheit von Kunst und Technik zu schaffen, können Studierende von Mode-Designhochschulen im Rahmen des Apolda European Design Awards ihre Entwürfe in Strickbetrieben selbst herstellen.
Adolf Hölzel – Wegbereiter der Abstraktion Gemälde, Pastelle, Farb- und Tuschzeichnungen Veranstalter: Kreisstadt Apolda, Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. 11. Januar bis 22. März 2009 László Moholy-Nagy - Auf dem Weg nach Weimar 1917-1923 Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik, Photogramme Veranstalter: Kreisstadt Apolda, Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. 5. April bis 21. Juni 2009
Margaretha Reichardt Von der Bauhausschülerin zur Meisterin der Textilkunst Veranstalter: Kreis Weimarer Land, Landeshauptstadt Erfurt, Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. 5. Juli bis 30. August 2009
Feininger und das Bauhaus Weimar - Dessau - New York Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitte Veranstalter: Kreis Weimarer Land, Kreisstadt Apolda, Kunstverein Apolda Avantgarde e. V. 13. September bis 20. Dezember 2009

Hier, in Jena, fanden die Bauhaus-Künstler einen Ort zur Umsetzung und Darstellung ihrer Ideen in einem moderner Kunst aufgeschlossenen Umfeld. Von fünf geplanten Bauwerken wurden drei realisiert - darunter der Umbau des Städtischen Theaters, Gropius' erstem Bauauftrag in Thüringen. Dieser Bau ist wie kaum ein anderer zwar hervorragend dokumentiert, jedoch nicht erhalten, während das "Haus Auerbach" und das "Haus Zuckerkandl" nach sorgsamen Sanierungen heute als Gesamtkunstwerke bürgerlicher Wohnkultur das Stadtbild bereichern.
Bei anderen bedeutenden Bauwerken folgten Architekten wie Adolf Meyer, Ernst Neufert oder Otto Bartning den Grundsätzen des Bauhauses und schufen Beispiele einer sachlich orientierten Baukunst.
Dazu zählen die mathematisch-naturwissenschaftliche Lehranstalt Abbeanum und die Uni-Mensa am Philosophenweg, das Kino Capitol, die Optikerschule (Optisches Museum), das Zeiss-Planetarium und die Imaginata, ein ehemaliges - heute kulturell genutztes - Umspannwerk.
Grundlage all der vom Bauhaus in Jena ausgeführten Bauaufträge bildeten die Aktivitäten des früheren Jenaer Kunstvereins, der zwischen 1903 und 1933 ein konsequent an der Moderne orientiertes Programm bot. Hier traf man sich und begegnete der Avantgarde - und fand die Plattform für Ausstellungen und Diskussionen. Die Werke von Kandinsky, Feininger, Klee und Marcks wurden in Jena in mehr als 20 Ausstellungen gezeigt.
Das Bauhaus in Jena Bilder, Modelle, Objekte, Fotos und Texte 22. März bis 7. Juni 2009 Kandinsky Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik 6. September bis 22. November 2009

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