Thüringer Bachwochen

12.04.2019 18:00 – 05.05.2019 18:00

Das größte Musikfest in Thüringen, Konzerte in Erfurt

Die Volckland-Orgel der Cruciskirche
Foto: © Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
05.05.2019 18:00

Thüringer Bachwochen 2019, Konzerte in Erfurt

Genre Fest
Veranstalter Thüringer Bachwochen e. V.

Informationen und Programm

Hohe Chor der Kaufmannskirche mit Altar, Taufbecken und Kanzel
Foto: Kaufmannskirche – Traukirche der Eltern von JSB Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Bache – eine Familiengeschichte Erfurts

Ohne Erfurt gäbe es wohl Johann Sebastian nicht. Die Bache steht in Erfurt synonym für den Berufsstand des Musikers. Keine Stadt war so sehr mit der Familie verbunden wie die heutige Landeshauptstadt Thüringens.

Das Musikleben Erfurts wurde im 17. Jahrhundert maßgeblich von zahlreichen Mitgliedern der Familie Bach mitbestimmt, von denen drei nacheinander die Leiter der Erfurter Ratskapelle waren. Die Söhne von Johann Bach dem Spielmann (gest. 1626), Johann (1604 – 1673) – der 1635 nach Erfurt kam – und Christoph (1613 – 1661) begründeten im 17. Jahrhundert den musikalischen Ruf der Bache in Erfurt.

Die Erfurter Kaufmannskirche könnte eigentlich auch die Bachkirche sein, denn 61 Kinder sind von den Bachen hier getauft worden, 12 Bachpaare haben sich hier das Jawort gegeben und auf diesem Fleck sind auch alle begraben.

In Erfurt lebten die meisten Mitglieder der Familie und von hier aus hat sich die Dynastie über ganz Mitteldeutschland verbreitet. Johann Egydius (1645 – 1717) wurde Direktor der Ratsmusik und Organist der Michaeliskirche. Sein Onkel Christoph (1613 – 1661) kam 1642 nach Erfurt. Dessen Sohn Johann Ambrosius (1645 – 1695) heiratete in der Kaufmannskirche die Erfurterin Elisabeth Lämmerhirt. 1671 zieht das Paar nach Eisenach, wo 1685 ihr fünfter Sohn Johann Sebastian (1685 – 1750) geboren wird. Johann Sebastian prüfte 1716 die Orgel der Augustinerkirche. Johann Christoph Bach (1671 – 1721), ältester Bruder von Johann Sebastian, war in Erfurt Schüler von Johann Pachelbel, dem Organisten der Predigerkirche.

Johann Gottfried Walther – ein Verwandter Johann Sebastians – war an der Erfurter Thomaskirche tätig. Johann Christian Lebrecht Kittel wurde als letzter Bachschüler 1756 Organist der Barfüßer- und kurz darauf der Predigerkirche.

Diese Tradition ist den Erfurtern bewusst. Erfurt war in den vergangenen 70er- und 80er-Jahren ein Zentrum der Bach-Tage des Bezirkes Erfurt und gehörte seit der Gründung der Thüringer Bach-Wochen im Jahre 1992 zum Kern der Veranstalter dieses Festivals. Von daher ist das Selbstbewusstsein der Landeshauptstadt zu ihren „Bachen“ ungebrochen und gerechtfertigt. Mit den Konzerten der Thüringer Bachwochen in Erfurt soll sich neben der Pflege der Werke der Bachfamilie der Ruf Erfurts als Bachstadt weiter verbreiten.

Verschlungene und kombinierte goldene Buchstaben J S B mit Krone
Foto: Monogramm von JSB entworfen – eine mathematisch-musikalische Spielerei Foto: © frei

Das Programm in Erfurt

15.04., 18:30 Uhr
Ort: Kontor
Hugo-John-Straße 6 | 99086 Erfurt

Simone Rubino
Immortal Bach

Simone Rubino – Percussion
Werke von Johann Sebastian Bach, Knut Nystedt, Iannis Xenakis, Roberto Bocca und John Cage

Eintritt 20 €, ermäßigt 15 €

Simone Rubino wollte immer „spielen“ – mit allem was er fand. In der Küche seiner Mutter entfesselte er mit Töpfen, Pfannen und Gläsern ein rhythmisches Feuerwerk, später kamen zahllose „echte“ Instrumente hinzu. Inzwischen ist der italienische Multi-Perkussionist der überragende Gewinner des renommierten ARD-Wettbewerbs 2014, Preisträger des Credit Suisse Young Artists Award 2016 und regelmäßiger Gast bei führenden Festivals und Orchestern in aller Welt.
Sein Programm Immortal Bach verknüpft in faszinierender Weise eine Bearbeitung von Bachs dritter Cello-Suite mit neuen Werken. „Die virtuose Art und Weise, wie er alt und neu verbindet, dynamisch und gleichsam liebkosend, hat etwas Meditatives und kann offenbar süchtig machen“, urteilte darüber die Süddeutsche Zeitung. Rubino zeigt ein beeindruckendes Klanguniversum, für das die ungewöhnlichen Konzertorte in Apolda und in Erfurt einen idealen Rahmen bieten.

21.04., 16:00 Uhr
Ort: Predigerkirche
Predigerstraße 5 | 99084 Erfurt

Rudolf Lutz
„Faust am Bach“ – Ein improvisiertes Orgelkonzert zum Ostersonntag

Rudolf Lutz – Orgel
Anselm Hartinger – Moderation

Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €

Im 17. und 18. Jahrhundert bildete Erfurt das Zentrum der Bach-Familie in Thüringen; zugleich waren an den Orgeln der Predigerkirche und der umliegenden Gotteshäuser wichtige Vorbilder und Schüler Bachs wie Johann Pachelbel, Johann Gottfried Walter und Johann Christian Kittel tätig. Das Konzert erkundet in mehreren Tonbildern dieses reichhaltige musikalische Erbe und erweckt im Dialog mit dem Publikum die improvisatorische Kunst der Orgelbäche zu neuem Leben. Zudem wird mit diesem Klangspaziergang zwischen Faust, Luther und Bach der besonderen Aura des Ostersonntags gehuldigt.

(Dieser historische Aufführungsort ist leider nicht heizbar. Wir bitten um Verständnis und empfehlen angemessene Kleidung.)

21.04., 21:30 Uhr
Ort: Alte Synagoge
Waagegasse 8 | 99084 Erfurt

Ursina Braun

Ursina Braun – Violoncello

Johann Sebastian Bach
Suite No. 1 G-Dur BWV 1007; Suite No. 3 C-Dur BWV 1009; Suite No. 5 c-Moll BWV 1011

Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €

Die Schweizer Cellistin Ursina Braun erhielt ihre Ausbildung unter anderem am Mozarteum Salzburg sowie bei Heinrich Schiff in Wien. 2016 wurde sie beim Bach-Wettbewerb Leipzig zur Bachpreisträgerin gekürt und zugleich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Neben ihrer Karriere als Cellistin widmet sich Ursina Braun seit ihrem 14. Lebensjahr auch dem Komponieren; ihre Werke wurden bei mehreren Kompositionswettbewerben geehrt.
Das Recital von Ursina Braun findet an einem einzigartigen Ort statt: der Alten Synagoge in Erfurt, in der auch der 1998 entdeckte Jüdische Goldschatz von Erfurt zu besichtigen ist. Die Synagoge ist mit einem Alter von über 900 Jahren das älteste erhaltene jüdische Gotteshaus in Europa.

28.04., 19:30 Uhr
Theater Erfurt
Theaterplatz 1 | 99084 Erfurt

MDR Sinfonieorchester
Brad Lubman Leitung

Johann Sebastian Bach | Arnold Schönberg
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 „St. Anne“

Johann Sebastian Bach | Gustav Mahler
Suite aus den Orchesterwerken J. S. Bachs

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Eintritt 35 € | 30 € | 20 € | 15 €
ermäßigt 30 € | 25 € | 15 € | 10 €

Nach der Wiederentdeckung von Bachs Musik durch Mendelssohn beschäftigten sich auch die Komponisten der Jahrhundertwende bis hin zur Bauhaus-Zeit intensiv mit Bachs Werken. Das Konzert des MDR Sinfonieorchesters präsentiert zwei Kompositionen, die viel erzählen über das Klangideal dieser Zeit, denn die Bach-Bearbeitungen Mahlers und Schönbergs wenden sich doch deutlich ab von unserer heutigen Vorstellung des „authentischen“ Bach-Klangs. Kombiniert werden die Bach-Transkriptionen mit Mahlers populärer 1. Sinfonie, entstanden 1888 in Leipzig, als Mahler als Kapellmeister am Theater unweit der kirchenmusikalischen Bach-Tradition in der Thomaskirche war. Geleitet wird das Konzert von dem amerikanischen Dirigenten und Komponisten Brad Lubman, für den als Schüler die 1. Sinfonie Mahlers das Initialerlebnis für seine spätere Laufbahn war – und der als Komponist heute Bach als seine größte Inspiration bezeichnet.

29.04., 15:00 Uhr
Collegium Maius
Michaelisstraße 39 | 99084 Erfurt

Bach für Kinder
Signum Saxophon Quartett

Blaž Kemperle – Sopransaxophon
Hayrapet Arakelyan – Altsaxophon
Alan Lužar – Tenorsaxophon
Guerino Bellarosa – Baritonsaxophon

Eintritt 5 €
Familienticket 20 €

Das Saxophon ist vielfältiger als viele glauben. Als „Kind der Romantik“ steht ihm die ganze Vielfalt der klassischen Musik offen – bekanntlich aber natürlich ebenso die Popmusik und der Jazz. So bieten sich reichlich Anlässe für das Signum Saxophon Quartett, sich neben ihrem großen Konzert mit Harriet Krijgh für einen ganzen Tag auch noch dem Publikum der nächsten Generation zu widmen. Mit Geräuschen und Beats, Variationen und kuriosen Loops, vor allem aber mit viel Musik entführen die vier Musiker in die große Welt der Klänge, die die Kinder hörend, fühlend, aber auch selbst musizierend erleben können. Ein maximaler Spaß für Kinder von sechs bis zehn Jahren.

29.04., 18:30 Uhr
Kontor
Hugo-John-Straße 6 | 99086 Erfurt

John Kameel Farah, Klavier

Johann Sebastian Bach | John Kameel Farah
Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier, Band 1 arrangiert für Klavier und Elektronik

John Kameel Farah
Introitus über ein Thema von William Byrd; Fantasia für Klavier und Elektronik; Improvisation über Fragmente aus Schönbergs op. 19

Arnold Schönberg
Sechs kleine Klavierstücke op. 19

Eintritt 20 €, ermäßigt 15 €

Der aus Kanada stammende John Kameel Farah ist Komponist, Pianist und bildender Künstler. In seiner Musik stehen minimalistische Arpeggien neben kontrapunktischen Strukturen, die sich mit Einflüssen aus Jazz, Elektro-Akustik und Harmonien und Rhythmen aus dem Nahen Osten oder Drum & Bass überlagern.
Durch den gleichzeitigen Einsatz von Klavier, Synthesizer und Computer entstehen einmalig dichte Klanggewebe. In seiner Hommage an das Bauhaus spielt Farah Präludien aus Bachs Wohltemperiertem Klavier in Arrangements für Klavier und Elektronik und kombiniert diese mit eigenen Werken. So lässt sich Bach als Meister der Struktur entdecken – und damit letztlich als Komponist, der in seiner Arbeit bereits Ideale des Bauhaus in musikalischer Form vorwegnahm.

04.05., 18:00 und 20:00 Uhr
Ort: Franz Mehlhose
Löberstraße 12 | 99084 Erfurt

Goldberg.
Ein Papiertheater des ThéÂtre Mont d’Hiver

Eintritt 11 €, Tageskasse zzgl. 4 €
Tickets sind nur erhältlich im Café Franz Mehlhose, www.franz-mehlhose.de.

Es ist eine der kleinsten Theaterformen, die es gibt – und eine, die man selbst bauen kann. Schon in der Biedermeierzeit wurde in bürgerlichen Stuben Papiertheater aufgeführt, und seither verzaubern die Figuren und Kulissen aus Papier ihr Publikum. Das Saarbrücker ThéÂtre Mont d’Hiver hat nun ein Stück entwickelt, das sich augenzwinkernd der berühmten Entstehungsgeschichte der Goldberg-Variationen widmet. Historisch nicht korrekt, dafür mit einer Prise Humor und bezaubernden Papierkulissen, die die Zuschauer in ferne Zeiten entführen.

04.05., 21:00 Uhr
Ort: Dom St. Marien
Domstufen (Domberg) | 99084 Erfurt

Bachs Globus
Eine virtuell erweiterte szenische Vorlesung

Christoph Bossert – Vortrag
Silvius von Kessel – Orgel
Markus Weisbeck BUW, Stefan Kraus | MXZehn – Konzept und Regie

Domchor Erfurt | Ekkehard Fellner – Leitung

Vorlesung in deutscher Sprache

Eintritt frei, Kollekte erbeten

Zeit seines Lebens hat der Würzburger Organist, Komponist und Musikwissenschaftler Christoph Bossert zu Bachs Schaffen geforscht. Intensiv hat er die zuweilen mystisch anmutenden Strukturen und Zahlenlehren in den großen Zyklen der Instrumentalmusik ergründet – und dabei musikalisch, philosophisch und theologisch bedeutsame Zusammenhänge entdeckt. Nach Bossert gibt es für Bachs Werk einen klar definierbaren Kosmos, Bachs Globus, der den ohnehin beeindruckenden Kompositionen noch eine bislang ungeahnte Tiefenschärfe verleiht.
Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums stellt Christoph Bossert im illuminierten Erfurter Dom seine Thesen zu Struktur und Mathematik in Bachs Kompositionen in einer Vorlesung dar, eingebettet in eine Inszenierung der Mediendesigner Markus Weisbeck und Stefan Kraus: Eine ebenso faszinierende wie anspruchsvolle Reise in das geistigen Universum von Johann Sebastian Bach.

05.05., 19:30 Uhr
Alter Güterbahnhof (Zughafen)
Zum Güterbahnhof | 99085 Erfurt

Stegreif-Orchester
Abschlusskonzert

Von Bach bis Bauhaus: Ein inszeniertes Konzert

Juri de Marco – Künstlerische Leitung

Eintritt 25 €, ermäßigt 15 €, teilbestuhlt

Das 2015 gegründete Stegreif-Orchester ist ein Pool von 30 genreübergreifenden Musikern. Sie spielen ohne Dirigent und ohne Noten – aber voller Liebe für das klassische Original, das furchtlos und radikal mit allen Mitteln der Improvisation, Elektronik und Choreografie erweitert, aktualisiert und sinnlich präsentiert wird. Dabei kommen Talente zur Geltung, die in einem Klangkörper oft verborgen bleiben. „Stegreif“ bedeutet, jeden Moment auf- und abspringen zu können. Genau diese Flexibilität und Freiheit soll auch dem Orchester und Publikum zuteilwerden, auf einer furiosen Achterbahnfahrt zwischen musikalischen Epochen und Genres.

 

Änderungen Vorbehalten!

Tickets erhalten Sie

im Onlineshop oder
auch persönlich und telefonisch bei der
Tourist Information Thüringen

Willy-Brandt-Platz 1, 99084 Erfurt

Mo bis Fr 9 – 19 Uhr
Sa und So 10 – 16 Uhr

Hotline +49 361 37 42 0

service@thueringen-tourismus.de

www.thueringen-entdecken.de

Aufruf: Bach in the Subways

Büste Bachs auf Fließen. Ein Ständchen zum Geburtstag? An alle Liebhaber Bachs.
Foto: © Thüringer Bachwochen e. V.

Ein Ständchen zum Geburtstag für Johann Sebastian Bach am 21. März 2019

Am 21. März 2019, dem 334. Geburtstag Johann Sebastian Bachs, werden Musiker aus der ganzen Welt Bachs Musik im öffentlichen Raum aufführen. Die New Yorker Initiative „Bach in the Subways“ ist der Vorreiter für diese spannende und schöne Initiative, die es schafft Faszination für klassische Musik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wir, die Thüringer Bachwochen, sind natürlich absolute Fans dieses Projektes und rufen Chöre, Orchester, Solisten, Laien und Profis dazu auf Bachs wunderbare Musik jedermann zugänglich zu machen – ob in Bahnhöfen, Buchläden, Cafés oder gar in Kinosälen – alles ist möglich!

Weitergehende Informationen und Anmeldung als Künstler oder Auftrittsort:
E-Mail: jg@thueringer-bachwochen.de
Telefon: 0361 21698608
Internet: www.bachinthesubways.org.

Auftrittszeiten und -orte werden online und über soziale Medien bekannt gegeben.

2 Künstler in Barockkostümen am Schmidtstedter Knoten
Foto: Ein Geburtstagsständchen für JSB Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, H. Röder

Bach an der Kreuzung

21. März 2019, 7:30 Uhr

Orte: Stauffenbergallee (Schmidtstedter Knoten und Leipziger Platz)

Musiker, Sänger, Tänzer und Darsteller – Profis und Laien – ehren Johann Sebastian Bach mit ihren Darbietungen am wohl ungewöhnlichsten Ort in Erfurt zur unschicklichsten Zeit für Kunst. Die Kreuzungen der belebtesten Straße ist die Bühne und dies zur Rush Hour um 7:30 Uhr. Wenn die Ampel auf Rot schaltet, haben die Fahrer und Beifahrer Zeit und Muße folgenden Künstlern zuzuhören oder zuzuschauen:

Auf der internationalen Seite von Bach in the Subways gibt es die jeweils aktuellsten Meldungen.

es wird im Wohnzimmer musiziert
Foto: Konzerte im Wohnzimmer zu den Thüringer Bachwochen Foto: © Thüringer Bachwochen

12. April 2019 – Die Lange Nacht der Hausmusik

überall, private Orte

Eintritt frei

Nähere Informationen und Anmeldung als Gastgeber Telefon +49 (0) 361 21 69 86 08 oder langenacht@thueringer-bachwochen.de

Das detaillierte Programm wird Ende März 2019 veröffentlicht.

Für den Besuch dieser Konzerte ist keine Anmeldung erforderlich.

Der musikalische Kosmos Johann Sebastian Bachs beschränkte sich schon zu seinen Lebzeiten nicht nur auf Kirchen und Fürstenhäuser – seine Kammermusik und das Musizieren zuhause spielten eine wesentliche Rolle. Wie Bach mit seiner Familie, so singen und spielen bis heute zahlreiche Thüringer in ihren Häusern und Wohnungen. Und nicht zuletzt durch das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ist Bach auch dem musizierenden Nachwuchs ein Begriff.

Die Bachwochen nehmen dies zum Anlass, das Festival mit einem besonderen Ereignis zu eröffnen, der Langen Nacht der Hausmusik. Für einen Abend öffnen die Thüringer ihre Häuser und laden zu besonderen Hauskonzerten, mit Kindern und Erwachsenen, professionellen Musikern und Amateuren. Thüringen zeigt sich als lebendiges Bachland und stimmt musikalisch auf das Festival ein.

Alle Thüringer Musikfreunde sind herzlich eingeladen, sich als Gastgeber an der Langen Nacht der Hausmusik zu beteiligen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, die Platzkapazität ist jedoch abhängig von der jeweiligen Wohnungsgröße.