Thüringer Bachwochen

03.04.2020 18:00 – 26.04.2020 18:00

Alle Veranstaltungen wurden wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Das größte Musikfest in Thüringen und seine Konzerte in Erfurt war davon auch betroffen.

Die Volckland-Orgel der Cruciskirche
Foto: © Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
26.04.2020 18:00

Thüringer Bachwochen 2020, Konzerte in Erfurt

Genre Fest
Veranstalter Thüringer Bachwochen e. V.

Informationen und Programm

Hohe Chor der Kaufmannskirche mit Altar, Taufbecken und Kanzel
Foto: Kaufmannskirche – Traukirche der Eltern von JSB Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Bache – eine Familiengeschichte Erfurts

Ohne Erfurt gäbe es wohl Johann Sebastian nicht. Die Bache steht in Erfurt synonym für den Berufsstand des Musikers. Keine Stadt war so sehr mit der Familie verbunden wie die heutige Landeshauptstadt Thüringens.

Das Musikleben Erfurts wurde im 17. Jahrhundert maßgeblich von zahlreichen Mitgliedern der Familie Bach mitbestimmt, von denen drei nacheinander die Leiter der Erfurter Ratskapelle waren. Die Söhne von Johann Bach dem Spielmann (gest. 1626), Johann (1604 – 1673) – der 1635 nach Erfurt kam – und Christoph (1613 – 1661) begründeten im 17. Jahrhundert den musikalischen Ruf der Bache in Erfurt.

Die Erfurter Kaufmannskirche könnte eigentlich auch die Bachkirche sein, denn 61 Kinder sind von den Bachen hier getauft worden, 12 Bachpaare haben sich hier das Jawort gegeben und auf diesem Fleck sind auch alle begraben.

In Erfurt lebten die meisten Mitglieder der Familie und von hier aus hat sich die Dynastie über ganz Mitteldeutschland verbreitet. Johann Egydius (1645 – 1717) wurde Direktor der Ratsmusik und Organist der Michaeliskirche. Sein Onkel Christoph (1613 – 1661) kam 1642 nach Erfurt. Dessen Sohn Johann Ambrosius (1645 – 1695) heiratete in der Kaufmannskirche die Erfurterin Elisabeth Lämmerhirt. 1671 zieht das Paar nach Eisenach, wo 1685 ihr fünfter Sohn Johann Sebastian (1685 – 1750) geboren wird. Johann Sebastian prüfte 1716 die Orgel der Augustinerkirche. Johann Christoph Bach (1671 – 1721), ältester Bruder von Johann Sebastian, war in Erfurt Schüler von Johann Pachelbel, dem Organisten der Predigerkirche.

Johann Gottfried Walther – ein Verwandter Johann Sebastians – war an der Erfurter Thomaskirche tätig. Johann Christian Lebrecht Kittel wurde als letzter Bachschüler 1756 Organist der Barfüßer- und kurz darauf der Predigerkirche.

Diese Tradition ist den Erfurtern bewusst. Erfurt war in den vergangenen 70er- und 80er-Jahren ein Zentrum der Bach-Tage des Bezirkes Erfurt und gehörte seit der Gründung der Thüringer Bach-Wochen im Jahre 1992 zum Kern der Veranstalter dieses Festivals. Von daher ist das Selbstbewusstsein der Landeshauptstadt zu ihren „Bachen“ ungebrochen und gerechtfertigt. Mit den Konzerten der Thüringer Bachwochen in Erfurt soll sich neben der Pflege der Werke der Bachfamilie der Ruf Erfurts als Bachstadt weiter verbreiten.

Verschlungene und kombinierte goldene Buchstaben J S B mit Krone
Foto: Monogramm von JSB entworfen – eine mathematisch-musikalische Spielerei Foto: © frei

Das Programm in Erfurt

Mittwoch, 18. März bis Sonntag, 29. März 2020
täglich von 12:00 bis 18:00 Uhr, abends 19:00 Uhr

Evan Shinners – Klavier
Erfurter Innenstadt, Ort noch offen
Eintritt frei (Spenden willkommen)

Es ist ein typischer Pop-up-Store, der es sogar ins Feuilleton der New York Times schaffte: Der Pianist Evan Shinners, Absolvent der renommierten Julliard School, hatte 2018 einen leerstehenden Laden gemietet, um einen ganzen Monat Bach zu spielen – fünf Stunden täglich, bei freiem Eintritt, für ein Publikum aus Passanten und Neugierigen. Inzwischen hat der Bach Store bereits eine Wiederholung nahe der berühmten Wall Street erlebt, neben Shinners’ Auftritten gab es Gastspiele befreundeter Künstler.
Nun kommt der Bach Store erstmals ins Bachland Thüringen! Für zwei Wochen wird Shinners zu Gast sein, in der Erfurter Innenstadt die Türen öffnen für eigene Auftritte, abendliche Konzerte und Gespräche mit Bach-affinen Gästen – und jedermann ist willkommen, in der Mittagspause, nach dem Einkauf oder vor dem Arzttermin Bach für sich zu entdecken. Abwechslung ist garantiert!

03.04., 18:00 Uhr
Lange Nacht der Hausmusik

Nähere Informationen und Anmeldung als Gastgeber: Tel. +49 361 21698608 oder LangeNacht@Thueringer-Bachwochen.de
Das detaillierte Programm wird im März 2020 veröffentlicht.
Für den Besuch dieser Konzerte ist keine Anmeldung erforderlich.
Eintritt frei
Ort: überall in Thüringen, private Orte

Der musikalische Kosmos Johann Sebastian Bachs beschränkte sich schon zu seinen Lebzeiten nicht nur auf Kirchen und Fürstenhäuser – seine Kammermusik und das Musizieren zuhause spielten eine wesentliche Rolle. Wie Bach mit seiner Familie, so singen und spielen bis heute zahlreiche Thüringer in ihren Häusern und Wohnungen. Und nicht zuletzt durch das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ist Bach auch dem musizierenden Nachwuchs ein Begriff. Die Bachwochen nehmen dies zum Anlass, das Festival mit einem besonderen Ereignis zu eröffnen, der Langen Nacht der Hausmusik. Für einen Abend öffnen die Thüringer ihre Häuser und laden zu besonderen Hauskonzerten, mit Kindern und Erwachsenen, professionellen Musikern und Amateuren. Thüringen zeigt sich als lebendiges Bachland und stimmt musikalisch auf das Festival ein.
Alle Thüringer Musikfreunde sind herzlich eingeladen, sich als Gastgeber an der Langen Nacht der Hausmusik zu beteiligen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, die Platzkapazität ist jedoch abhängig von der jeweiligen Wohnungsgröße.

04.04., 20 Uhr
Avi Avital und Omer Klein

Avi Avital – Mandoline
Omer Klein – Klavier
Johann Sebastian Bach
Partita No. 2 d-Moll BWV 1004
mit Improvisationen von Avi Avital und Omer Klein
Eintritt 25 €, ermäßigt 20 €
Ort: Zum Güterbahnhof

Eine besondere Hommage an Bach ist dieses gemeinsame Programm zweier israelischer Ausnahmetalente: Der Mandolinist Avi Avital, der seinem Instrument international zu neuer Popularität verholfen hat, trifft auf den Jazz-Pianisten und -Komponisten Omer Klein. Beide nutzen die Musik Bachs als Ausgangspunkt für ein genreübergreifendes Konzert voller Leidenschaft und Kreativität.

05.04., 19:00 Uhr
Augustiner-Kantorei Erfurt

Andreas-Kammerorchester | Dietrich Ehrenwerth – Leitung
Johann Sebastian Bach
Matthäuspassion BWV 244
Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €
Tickets sind ab Februar 2020 erhältlich u. a. in der Rezeption des Augustinerklosters und in der Tourist-Information Erfurt, Tel. +49 361 6640100.
Ort: Thomaskirche, Schillerstraße

Thüringen wird als Bachland geprägt durch viele engagierte Musikerinnen und Musiker, die in den regionalen Bachchören und Orchestern oder mit ihren Familien zuhause musizieren – Profis ebenso wie Laien. Ihre Konzerte gehören zu den Thüringer Bachwochen und bereichern das Festival. Veranstalter der Bachland Thüringen Konzerte sind die lokalen Kirchgemeinden, Interpreten oder Theater.

09.04., 20:00 Uhr
Steuart Pincombe
Suiten für Violoncello solo

Steuart Pincombe – Violoncello
Johann Sebastian Bach
Suiten für Violoncello solo No. 2, 4, 6 BWV 1007 – 1012
Eintritt 20 €, ermäßigt 15 €
Ort: Zum Güterbahnhof

Von Angesicht zu Angesicht
Der amerikanische Cellist Steuart Pincombe hat sich in kurzer Zeit einen Namen als exquisiter wie experimentierfreudiger Interpret von Alter und Neuer Musik gemacht. Er spielt im Amsterdamer Concertgebouw ebenso wie in Brauereien und Cafés und präsentiert seine Musik im Rahmen seines Projektes „Music in familiar spaces“ auch an ungewohnten Orten. Die sechs Suiten Bachs für Violoncello solo gehören zu seinem wichtigsten Repertoire – und zugleich zu den intimsten Werken überhaupt. Diese Intimität ist auch Ausgangspunkt für seine beiden Auftritte in Thüringen, bei denen Bach face to face, Auge in Auge mit dem Publikum erklingen wird.

14.04., 20 Uhr
Bruno Preisendörfer
Lesung

Bruno Preisendörfer – Lesung
(nur in deutscher Sprache)
Eintritt 10 €
keine Ermäßigungen
Ort: Buchhandlung Peterknecht, Anger 28

Als die Musik in Deutschland spielte. Reise in die Bachzeit
Wie die Familie Bach im Alltag lebte, Händel sich kurieren ließ und Telemann sein Geld anlegte: Bruno Preisendörfers Zeitreise führt in die Zeit der Fürstenfeste und Bauernhochzeiten, der Stadtpfeifer und Bierfiedler, der Kaffeehäuser und Kastraten – nämlich ins Barock.
Das Deutschland, in das wir diesmal mit Bruno Preisendörfer reisen, war erfüllt von der Musik tausender Hoforchester, Kirchenorgeln und Chöre, ob zur Unterhaltung des Adels, zu jedem Gottesdienst oder auf den Dorffesten der einfachen Leute – immer wurde gefiedelt, geflötet und getrommelt. Und es wurde komponiert: Musik, die bis heute weltweit die Menschen beeindruckt und berührt. Bruno Preisendörfer nimmt uns mit in das Leben der Menschen im Barock, in die Zeit der großen Komponisten Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann. Wir tauchen ein in den Alltag der Leute, erfahren von ihren Freuden und Lastern. Beinahe alle großen Themen des Lebens finden sich in diesem Buch – wie wurden etwa Ehen angebahnt, wer durfte überhaupt wen heiraten und wie hielt man es mit der Kindererziehung? Auch die neuesten Moden und Erfindungen der Zeit kommen nicht zu kurz: Gebratene Singvögel zum Abendessen, Blumenzwiebeln als Spekulationsobjekte, Tabak für die Männer, Kaffee für die Frauen, Tanz, Bier und Schnupftabak für alle. Und immer spielt die Musik, mit ihren verschiedenen Vorzeichen zwischen religiösem Pflichtbewusstsein, Dienstbarkeit gegenüber dem Adel und einfachem Vergnügen, eine Hauptrolle.
Veranstalter der Bachland Thüringen Konzerte sind die lokalen Kirchgemeinden, Interpreten oder Theater.

15.04., 19:30 Uhr
Elicia Silverstein

Elicia Silverstein – Violine
Johann Sebastian Bach
Sonate für Violine solo No. 1 g-Moll BWV 1001
Ciaccona aus der Partita No. 2 d-Moll BWV 1004
Heinrich Ignaz Franz Biber
Passacaglia
und Werke von Antonio Montanari, Luciano Berio und Salvatore Sciarrino
Eintritt 20 €, ermäßigt 10 €
Ort: Michaeliskirche, Michaelisstraße

The Dreams & Fables I Fashion
Es ist der Beginn eines Sonetts von Metastasio, in dem der Dichter beschreibt, wie er von seinen eigenen Versen mitgerissen wird und mit dem die Geigerin Elicia Silverstein ihr Programm überschreibt: „Die Träume und Fabeln, die ich mir ausdenke“ umfassen natürlich Bachs unvergleichliche Solowerke für Violine, aber eben auch nicht minder beeindruckende alte und neue Kompositionen. „Nun ist Elicia Silverstein nicht die erste Künstlerin, die Biber mit Berio, Barock mit Moderne kombiniert. Aber möglicherweise ist sie derzeit die aufregendste Regisseurin eines solchen Geigenpanoramas. Wie selbstverständlich die junge Geigerin diese aufregend sprechende Musik programmiert, ist atemberaubend.“ (SWR)

19.04., 19:30 Uhr
Daniel Hope

Daniel Hope – Violine
Josephine Knight – Violoncello
Simon Crawford-Phillips – Klavier
Johann Sebastian Bach
Sonate g-Moll BWV 1029
Ciaccona aus der Partita No. 2 d-Moll BWV 1004
mit Klavierbegleitung von Felix Mendelssohn Bartholdy
Dmitri Schostakowitsch
Klaviertrio No. 2 e-Moll op. 67
Felix Mendelssohn Bartholdy
Klaviertrio No. 1 d-Moll op. 49
Eintritt 50 € | 40 € | 25 € | 15 €, ermäßigt 45 € | 35 € | 20 € | 10 €
Ort: Alte Oper, Theaterstraße 1

Daniel Hope bedarf wohl keiner Vorstellung: Als einer der führenden Violinisten unserer Zeit hat er bereits früh mit seinem Lehrer Yehudi Menuhin die Bühnen der Welt erobert, mit seinen vielfältigen Musikprojekten, Büchern und Filmen schafft er es heute wie kaum ein anderer, Menschen für die klassische Musik zu begeistern. Und nicht erst seit seiner Mitgliedschaft im legendären Beaux Arts Trio gehört seine Liebe auch der Kammermusik. Nach Erfurt kommt er daher mit einem Programm, das Bach in Beziehung zur Romantik wie zur Moderne setzt – und dabei reichlich Möglichkeiten bietet, sich von der Virtuosität und immensen Spielfreude Daniel Hopes und seiner Freunde anstecken zu lassen.

22.04., 19:30 Uhr
Bach beschimpft

Miriam Feuersinger – Sopran
Hans Christian Martin – Orgel
Anselm Hartinger – Moderation
(nur in deutscher Sprache)
Eintritt frei
Reservierung der Eintrittskarten ab 10. April 2020 unter Tel. 0800 2181616 oder www.mdr-thueringen.de.
Ort: MDR Landesfunkhaus Thüringen, Gothaer Straße 36

„Zu schwer und schwülstig“, „harmonisch überladen“, „gegen die wahre Gesangsnatur ankomponiert“ – unter der Oberfläche der einhelligen Bachbegeisterung gab es immer schon einen Unterstrom skeptischer Äußerungen, die einzelne Aspekte der Bachschen Kunst kritisch beleuchteten oder gar sein Werk umfassend ablehnten. Vieles davon hat die Geschichte als borniertes Vorurteil erwiesen; in mancher Beobachtung verbirgt sich jedoch ein tiefer Einblick in Probleme und Besonderheiten des Bachschen Komponierens, das Hörer und Musiker in tatsächlich ungewöhnlicher Weise herausfordert und ihnen manchmal auch arg undankbare und komplexe Aufgaben stellt.

23.04., 20:00 Uhr
Attacca Quartet
Caroline Shaw: Orange
Deutsche Erstaufführung

Eintritt 25 € | 15 €, ermäßigt 20 € | 10 €
Ort: Zum Güterbahnhof (Zughafen)

Deutsche Erstaufführung
Caroline Shaw ist ein Multitalent: Sie ist Sängerin, Violinistin, Komponistin und Produzentin - und auf allen Ebenen ihres Schaffens erfolgreich. Als Sängerin gewann sie mit ihrem Ensemble Roomful of Teeth bereits einen Grammy, als Produzentin arbeitet sie mit dem Star-Rapper Kanye West. Ihr 2013 entstandenes Werk Partita brachte ihr einen renommierten Pulitzerpreis, als jüngste Preisträgerin und erste weibliche Komponistin überhaupt. Caroline Shaw wandelt zwischen künstlerischen Stilen und Genres und schafft es, ein breites Publikum für ihre Kunst zu begeistern.
Dies gilt auch für Orange, ihre 2019 veröffentlichte Liebeserklärung an das Streichquartett. Caroline Shaw versteht sich selbst weniger als Komponistin denn schlicht als „Musikerin“ – und genau dieses Bekenntnis wird hörbar in dem virtuosen Zyklus, der zwischen aller modernen Rhythmik und Harmonie auch einen Bach-Choral zitiert. Orange ist komponierte musikalische Leidenschaft, kongenial interpretiert vom New Yorker Attacca Quartet, einem der führenden Streichquartette Nordamerikas.

24.04., 20:30 Uhr
Nora Fischer und Marnix Dorrestein: “HUSH”

Nora Fischer – Vocals
Marnix Dorrestein – E-Gitarre
Werke von Purcell, Monteverdi, Dowland und Vivaldi
Eintritt 25 €, ermäßigt 15 €
Ort:
Ort: KulturQuartier Schauspielhaus; Klostergang 4
Diese historische Spielstätte ist leider nicht heizbar. Wir bitten um Verständnis und empfehlen angemessene Kleidung.

Die Amsterdamer Sängerin Nora Fischer gehört zu den ,Rising Stars‘ der großen europäischen Konzerthäuser und ist bekannt für ihre risikofreudigen Konzertprogramme. In ihrem Projekt “Hush” geht es ihr um nichts weniger als die ,Neudefinition‘ Alter Musik – und die Präsentation von Songs des 17. Jahrhunderts in ihrer simpelsten Form. Pur, zeitlos und intensiv erklingen die Werke von Monteverdi und anderen in neuer Schönheit, zuweilen groovy und dem Soul nahe, zuweilen ruhig und introvertiert. Alte Musik trifft auf die Kreativität der Songwriter des 21. Jahrhunderts.

24.04., 22:00 Uhr
Lebenslicht (2018)
Kino

Clara Pons – Regie
Collegium Vocale Gent & Philippe Herreweghe – Musik
Eintritt 5 €
Ort:
KulturQuartier Schauspielhaus, Klostergang 4
nicht heizbar. Wir bitten um Verständnis und empfehlen angemessene Kleidung.

Drei Generationen stehen im Mittelpunkt des meditativen Films Lebenslicht, mit dem Clara Pons die Trost spendende Musik Bachs eindrucksvoll illustriert. Das Pasticcio aus verschiedenen Bach-Kantaten hat Philippe Herreweghe zusammengestellt und eingespielt.

25.04., 16:00 Uhr
Boudewijn Zwart

Boudewijn Zwart – Carillon
Werke von Johann Sebastian Bach
Eintritt frei (öffentlicher Raum)
Ort: Bartholomäusturm, Anger

Boudewijn Zwart ist ein niederländischer Carillonneur, Organist und Pianist. Er studierte Glockenspiel an der Niederländischen Glockenspiel-Schule in Amersfoort und Klavier am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam). 1990 gewann er alle Kategorien des alle drei Jahre stattfindenden Internationalen Glockenspielwettbewerbs "Queen Fabiola" in Mechelen (Belgien).
Boudewijn Zwart hat neben dem Spielen der festen Glockenspiele in Kirchtürmen ein mobiles Glockenspiel entwickelt, mit dem Konzerte überall stattfinden können, sowohl im Freien als auch im Haus. Dieses Glockenspiel hat fünfzig Bronzeglocken. Unter dem Titel Bell Moods gibt er klassische wie auch Jazz- und Volksmusik-Konzerte. Er tritt auch mit verschiedenen Kinderprogrammen und Familienaufführungen auf. Seit 2002 leitet Zwart auch das Carillon Institute Netherlands in Dordrecht, eine private Hochschulausbildung für Carillonneure.

Veranstalter der Bachland Thüringen Konzerte sind die lokalen Kirchgemeinden, Interpreten oder Theater.

Aufruf: Bach in the Subways

Büste Bachs auf Fließen. Ein Ständchen zum Geburtstag? An alle Liebhaber Bachs.
Foto: © Thüringer Bachwochen e. V.

Ein Ständchen zum Geburtstag für Johann Sebastian Bach am 21. März 2020

Am 21. März 2020, dem 335. Geburtstag Johann Sebastian Bachs, werden Musiker aus der ganzen Welt Bachs Musik im öffentlichen Raum aufführen. Die New Yorker Initiative „Bach in the Subways“ ist der Vorreiter für diese spannende und schöne Initiative, die es schafft Faszination für klassische Musik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wir, die Thüringer Bachwochen, sind natürlich absolute Fans dieses Projektes und rufen Chöre, Orchester, Solisten, Laien und Profis dazu auf Bachs wunderbare Musik jedermann zugänglich zu machen – ob in Bahnhöfen, Buchläden, Cafés oder gar in Kinosälen – alles ist möglich!

Weitergehende Informationen und Anmeldung als Künstler oder Auftrittsort:
E-Mail: jg@thueringer-bachwochen.de
Telefon: 0361 21698608
Internet: www.bachinthesubways.org.

Auftrittszeiten und -orte werden online und über soziale Medien bekannt gegeben.

es wird im Wohnzimmer musiziert
Foto: Konzerte im Wohnzimmer zu den Thüringer Bachwochen Foto: © Thüringer Bachwochen

3. April 2020 – Die Lange Nacht der Hausmusik

überall, private Orte

Eintritt frei

Nähere Informationen und Anmeldung als Gastgeber Telefon +49 361 21698608 oder langenacht@thueringer-bachwochen.de

Das detaillierte Programm wird Ende März 2020 veröffentlicht.

Für den Besuch dieser Konzerte ist keine Anmeldung erforderlich.

Der musikalische Kosmos Johann Sebastian Bachs beschränkte sich schon zu seinen Lebzeiten nicht nur auf Kirchen und Fürstenhäuser – seine Kammermusik und das Musizieren zuhause spielten eine wesentliche Rolle. Wie Bach mit seiner Familie, so singen und spielen bis heute zahlreiche Thüringer in ihren Häusern und Wohnungen. Und nicht zuletzt durch das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach ist Bach auch dem musizierenden Nachwuchs ein Begriff.

Die Bachwochen nehmen dies zum Anlass, das Festival mit einem besonderen Ereignis zu eröffnen, der Langen Nacht der Hausmusik. Für einen Abend öffnen die Thüringer ihre Häuser und laden zu besonderen Hauskonzerten, mit Kindern und Erwachsenen, professionellen Musikern und Amateuren. Thüringen zeigt sich als lebendiges Bachland und stimmt musikalisch auf das Festival ein.

Alle Thüringer Musikfreunde sind herzlich eingeladen, sich als Gastgeber an der Langen Nacht der Hausmusik zu beteiligen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, die Platzkapazität ist jedoch abhängig von der jeweiligen Wohnungsgröße.