Forschungsdaten aus Erfurt sollen ins „Deutsche Klimavorsorgeportal“ einfließen

10.10.2018 09:41

„Die Ergebnisse der in Erfurt laufenden Klimaanpassungsprojekte ‚Stadtgrünkonzept‘ und ‚Heat Resilient City‘ werden selbstverständlich in das neue ‚Deutsche Klimavorsorgeportal‘ einfließen“, sagen Jens Düring und Guido Spohr, die jeweiligen Erfurter Projektverantwortlichen im städtischen Umweltamt.

Die Landeshauptstädter können dann ihren Vorsorgebedarf ermitteln

eine Dame und ein Herr in der Stadt mit einem farbigem Plan in der Hand
Foto: Für das Vorhaben „Stadtgrün im Klimawandel- Erfurter Stadtgrünkonzept“ erhielt die Landeshauptstadt Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Umweltbeigeordnete Kathrin Hoyer und Jens Düring vom Umwelt- und Naturschutzamt informieren regelmäßig zum Stand der Forschungen Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / V. Gürtler

Behörden, Unternehmen und interessierte Bürger können sich im „Deutschen Klimavorsorgeportal“ über Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel informieren. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte das Portal kürzlich gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst der Öffentlichkeit vorgestellt. Das „Deutsche Klimavorsorgeportal“ (KLiVO) bietet staatlich geprüfte und aktuelle Informationen zum Klimawandel in Deutschland und Empfehlungen zur Vorsorge gegen Klimaschäden. Mit KLiVO können Interessenten den Vorsorgebedarf für ihre Region und ihren Tätigkeitsbereich erkennen und bekommen Tipps für geeignete Maßnahmen.

„Der Klimawandel ist endgültig bei uns angekommen“, so die Bundesumweltministerin in einer Pressemitteilung ihrer Behörde, „Extremwetterereignisse, die früher noch große Ausnahmen waren, werden zum neuen Normalfall. Dennoch treffen Klimaschäden heute viele noch unvorbereitet. Mit dem neuen Klimavorsorgeportal will Schulze Behörden, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern bei der Vorsorge helfen. Das Portal bietet passgenaue Informationen und Tipps, um Schäden durch den Klimawandel – sei es durch Hitze und Trockenheit oder Stürme, Starkregen und Überschwemmungen – zu vermeiden.

„Nicht nur die Landeshauptstädter können von dem neuen Portal der Bundesbehörde profitieren,“, freut sich auch Jörg Lummitsch, Erfurts Umweltamtschef, „auch andere Städte werden aus unseren Erfurter Erkenntnissen lernen können, denn wir werden nicht nur städtische Wetter- und Klimadaten präsentieren, sondern auch ganz konkrete Handlungsempfehlungen für andere geben.“