Topthema: Corona

05.02.2020 08:13

Die Stadtverwaltung Erfurt hat allgemeine Informationen zum Coronavirus zusammengetragen. Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen sowie Links zu wichtigen Institutionen.

Allgemeine Informationen zu Corona

Stark vergrößerte Viren in Form von Kugeln in grellen gelb und pink
Foto: Viren Foto: © Kateryna Kon/123rf

Häufig gestellte Fragen zu Corona

Die unten stehenden Fragen und Antworten sollen Ihnen lediglich einen ersten Überblick geben. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert ständig seine Informationen zum Coronavirus im Internet. Bitte entnehmen Sie diesen alle Details und aktuellen Entwicklungen.

Was sind Coronaviren?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Welche Symptome werden durch Coronaviren ausgelöst?

Gewöhnliche Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptomatik mit Husten und Schnupfen. Bestimmte Coronaviren können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen, und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Um die Ausbreitung respiratorisch übertragbarer Krankheiten zu vermeiden, sollten ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten gehalten werden. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wird das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen?

Anfangs gingen die Behörden in China davon aus, dass sich alle Patienten auf dem Markt infiziert haben. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass das neue Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Infektketten (eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung) und Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal wurden aber bislang nur in China beobachtet. Außerhalb Chinas sind bislang nur einzelne Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragungen beobachtet worden. Es wurden auch einzelne Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die offenbar noch keine Symptome gezeigt hatten.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wo erfährt man, ob eine Reise in ein betroffenes Land noch sicher ist?

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt (AA) gegeben. Aktuelle Informationen zu der Sicherheitssituation in einzelnen betroffenen Ländern sind auf den Länderseiten des AA im Internet einzusehen.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wie wird in Deutschland die Lage eingeschätzt, welche Maßnahmen sollen getroffen werden, und was müssen Ärzte jetzt beachten?

Bei Situationen im Ausland, die auch für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland oder für Reisende im Ausland Auswirkungen haben könnten, arbeiten viele Institutionen und Behörden eng zusammen. Das RKI erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, erstellt eine Risikobewertung und veröffentlicht sie auf der Internetseite www.rki.de/ncov. Entsprechend gibt das RKI Empfehlungen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die Gesundheit zu schützen und das Auftreten von Erkrankungsfällen bzw. die Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern. Für die Fachöffentlichkeit, zum Beispiel medizinisches Personal und Gesundheitsbehörden in den Ländern, gibt es verschiedene Dokumente, die das RKI auf der Internetseite zum neuen Coronavirus www.rki.de/ncov zur Verfügung stellt.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Was sollten Betroffene tun, die fürchten, am neuartigen Coronavirus erkrankt zu sein?

Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben (z. B. in Wuhan, China) oder Personen, die Kontakt mit einer an 2019-nCoV erkrankten Person hatten, und innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollten ihre Ärztin oder Arzt aufsuchen. Wichtig ist vorher anzurufen.
Kündigen Sie Ihren Praxis-/Krankenhaus-Besuch an und schildern Sie, dass Sie in der betroffenen Region waren oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten und entsprechende Symptome (z. B. Fieber) haben.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Eine spezifische, dass heißt gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung. Für andere Coronaviren, wie beispielsweise MERS-CoV, sind manche Substanzen in der Erprobung im Rahmen von Studien. Sehr wirkungsvoll ist jedoch die supportive Behandlung der Infektion entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes, die sämtliche unterstützende Maßnahmen umfasst (z. B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen, engmaschiges Monitoring, gegebenenfalls unterstützende nicht-invasive/invasive Beatmung) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Gibt es einen Impfstoff, der gegen das neuartige Coronavirus schützt?

Es gibt Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Coronaviren, insbesondere MERS-CoV-Impfstoffe, die momentan in klinischen Studien erprobt werden, aber noch nicht zur Anwendung zur Verfügung stehen.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Wer muss informiert werden, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus besteht bzw. eine Erkrankung nachgewiesen wurde?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Infektionsschutzgesetz melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z. B. Ermittlung weiterer Kontaktpersonen) einleiten kann.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Informationen zu Hygienemaßnahmen

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z. B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.
Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z. B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.

Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, gegebenenfalls Kohortenisolierung
  • Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie gegebenenfalls einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Wenn der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen kann oder möchte, empfiehlt sich bei patientennahen Tätigkeiten das Tragen einer FFP2-Maske zum Schutz des Personals.

Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden. Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien verursacht durch das neuartige Coronavirus erstellt.

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV)?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“ (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Robert-Koch-Institut, Stand: 24.01.2020

Kontakt

Bei weiteren Fragen steht Ihnen innerhalb der Dienstzeiten in Erfurt die Abteilung Gesundheit gerne zur Verfügung.

Außerhalb der Dienstzeiten wenden Sie sich bitte bei Verdacht an die Rettungsleitstelle (Telefon: 112)

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Juri-Gagarin-Ring 150
99084 Erfurt

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