Coronavirus: Gesundheitsschutz

Informationen zur AHA-Formel, Hygienetipps, Quarantäneregeln und Krankheitssymptomen. Stand: 27.09.2021

Einfache Tipps für den Alltag in der Corona-Pandemie

Das Coronavirus hat unseren Alltag stark verändert. Glücklicherweise können wir uns in diesem Jahr gegen Covid-19 impfen lassen! Die neue Virusvariante ist noch ansteckender, gefährlicher und weit verbreitet. Deshalb müssen wir weiterhin vorsichtig sein. Unser Verhalten ist unser mächtigstes Mittel. Damit schützen wir uns alle – alte Menschen, Kinder und alle dazwischen. Jedes Mal, wenn wir das Virus aktiv bremsen, kommen wir gemeinsam einen Schritt weiter. AHA+L ist noch wichtiger geworden: Abstand halten, Hygieneregeln befolgen, Alltag mit Maske (enganliegend über Mund und Nase), Lüften – immer im Paket!

Symptomliste: Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche.

Einfache Tipps:

  • Symptome? Daheim! Bei Erkältungssymptomen oder wenn ich mich nicht gut fühle, dann bleibe ich zu Hause.
  • Ärztlichen Rat einholen! Wenn ich Symptome habe oder mich nicht gut fühle, lasse ich mich telefonisch beraten (z. B. 116/117, Hausarzt), frage ich nach einem Test und folge den ärztlichen Anweisungen.
  • Positiv getestet? Weitersagen! Wenn mein Testergebnis positiv ist, gebe ich meinem privaten und beruflichen Umfeld sofort per Telefon oder Chat Bescheid. Ich benachrichtige alle, die ich kürzlich getroffen habe.
  • Abstand – auch bei Freunden! Wenn ich mich mit anderen treffe, bin ich mir bewusst: Auch bei Freunden und Verwandten kann ich mich anstecken oder sie anstecken. Ich mache keine Ausnahme und halte Abstand.
  • Treffen? Draußen! Wenn ich mich mit anderen treffe, dann draußen. Auch durch das offene Fenster kann ich mich mit anderen unterhalten.
  • Wer lüftet? Und wie? Wenn ich mich mit anderen treffe, dann halte ich Abstand und wir achten auf regelmäßiges Lüften. Alle 20 Minuten für 5 Minuten die Fenster weit öffnen.
  • Impfen? Ärmel hoch! Alle zugelassenen Impfstoffe schützen vor schwerem Covid-19 und helfen, die Pandemie zu bekämpfen.
  • Lieber einen Anruf zu viel! Ich rufe jemanden an oder organisiere ein virtuelles Treffen, wenn ich Kontakt suche.
  • Einsam? Melde dich! Wenn ich mich einsam fühle, dann melde ich mich telefonisch oder virtuell bei meinen Verwandten, Freunden oder Nachbarn. Die Beratungsstellen haben auch immer ein offenes Ohr. Anlaufstellen in Erfurt finden Sie auf dem Coronavirus-Informations-Portal unter: Coronavirus: psychosoziale Hilfsangebote
  • Einkaufen? Einer für alle in Einem! Wenn ich einkaufen gehe, kaufe ich für andere mit ein, möglichst alles im selben Geschäft (z. B. draußen auf dem Markt) oder bestelle per Lieferdienst.
  • Freizeit? Zu Hause! Wenn ich frei habe, bleibe ich zu Hause anstatt zu reisen. Damit verhindere ich, dass ich, dass ich das Virus in andere Gebiete trage oder es zurück nach Hause bringe.
  • Gesund Leben! Neben den Infektionsschutzmaßnahmen ist ein gesundheitsbewusster Lebensstil wichtig, um gesund zu bleiben. Unter „Coronavirus: Gesundes Leben“ gibt es viele Tipps.

AHA+A+L-Regel

Grafik: Gemeinsam gegen Corona - AHA+A+L-Regel Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt / Freepik

Wissen, was schützt

Mit diesen Maßnahmen können Sie helfen, sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten – auch einer Coronavirus-Infektion – zu schützen.

Beherzigen Sie die „AHA+A+L-Regel“

Ein Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen, die Corona-Warn-App nutzen und Lüften.

In Kombination mit der AHA-Regel trägt die Corona-Warn-App zusätzlich zur Eindämmung der Pandemie bei.

Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können, sollte auch auf eine gute Belüftung in Innenräumen, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, geachtet werden.

Corona-Warn-App

Signet C und Wortmarke "Corona-Warn-App"
Grafik: Wortbildmarke: Corona-Warn-App Grafik: © Bundespresseamt (BPA)

Die Corona-Warn-App hilft, Infektionsketten besser zu erkennen. Die App kann anzeigen, wenn man Kontakt zu jemandem hatte, der das Coronavirus übertragen könnte. Damit kann die App die Arbeit beim Nachverfolgen der Kontakte im Gesundheitsamt unterstützen.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Besitzer eines geeigneten Smartphones können freiwillig entscheiden, ob sie die Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden.

Hygienetipps

Einfache Hygienemaßnahmen im Alltag

Einfache Hygienemaßnahmen im Alltag helfen, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 zu schützen.

  • Achten Sie auf Hygiene beim Husten und Niesen. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer.
  • Waschen Sie im Alltag regelmäßig, mindestens 20 Sekunden Ihre Hände mit Wasser und Seife. Insbesondere wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten und vor dem Anlegen und nach dem Ablegen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern. Vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  • Lüften Sie geschlossene Räume mehrmals täglich für einige Minuten. Am besten geeignet ist Querlüften (Durchzug) mit weit geöffneten Fenstern. Aber auch ein kürzeres Öffnen eines Fensters zwischendurch trägt zu einem gesunden Innenraumklima bei. 
  • Achten Sie auf eine gute Haushaltshygiene. Verwenden Sie hierfür haushaltsübliche tensidhaltige Wasch- und Reinigungsmittel. Der routinemäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln wird auch während der aktuellen Corona-Pandemie weder für den Privathaushalt noch in öffentlichen Bereichen empfohlen. Für das medizinische Umfeld und bei der häuslichen Betreuung einer an Covid-19 erkrankten Person gelten jedoch besondere Hygienestandards. 
  • Achten Sie im öffentlichen Raum auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen – beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park.
  • Verzichten Sie auf Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Wenn Sie Krankheitszeichen haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten könnten und/oder wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, bei der eine Infektion mit Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und die Hinweise, was bei Verdacht auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu tun ist, befolgen.
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Bleiben Sie über die aktuellen Bestimmungen informiert. Ziehen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung dort an, wo es vorgeschrieben ist. Tragen Sie generell eine Maske, wenn Sie Krankheitszeichen haben und das Haus verlassen müssen und wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Mehr Sicherheit vor Corona-Infektionen in der Schule

Um Schulen bei der Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ihr umfangreiches Medienangebot zu diesem Thema jetzt in einem digitalen Informationspaket gebündelt. Interessierte Schulleitungen und pädagogische Fachkräfte erhalten mit dem Informationspaket vielfältige digitale Informations- und Kommunikationsangebote zu Hygienetipps, Verhaltensregeln, Tests, Impfung und Bewegungsförderung, darunter Informationsflyer, Plakate, Broschüren, Grafiken für Aufkleber sowie Leporellos und Malblätter.

Das Medienangebot für Schulen zum Herunterladen unter: https://filebox.s-f.family/fl/Fxx9SvELhJ.

Tests, Schnelltest, Antigenschnelltest-Hotline

Für die Informationen zum Testen, zu Schnelltests, zur Antigenschnelltest-Hotline und zum kostenlosen Test für Bürger haben wir eine eigene Themenseite "Coronavirus: Testen" erstellt.

Quarantäne und häusliche Isolierung

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und einer häuslichen Isolierung?

Eine Quarantäne und eine Isolierung sind nicht das gleiche – auch wenn beides bedeutet, dass kein Kontakt zu anderen Personen stattfinden soll, um diese nicht anzustecken.
Eine Quarantäne ist immer dann erforderlich, wenn nicht sicher ist, ob sich eine Person angesteckt hat, etwa bei Kontakt mit einem Infizierten oder nach Rückkehr aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet. Ebenso wie Genesene sind auch vollständig geimpfte Personen in der Regel von der Quarantänepflicht befreit. Voraussetzung für die Ausnahme von der Quarantänepflicht ist, dass keine Krankheitszeichen vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten.

Dauer der Quarantäne:

  • 10 Tage häusliche Quarantäne ohne abschließenden Test.
  •  5 Tage häusliche Quarantäne nach PCR-Test: Nach Erhalt eines negativen PCR-Testergebnisses kann die Quarantäne beendet werden. Bei Personen, die im Rahmen der Teststrategie regelmäßig getestet werden (z. B. Schülerinnen und Schüler), kann evtl. die Testung an Tag 5 auch mit Antigen-Schnelltest erfolgen.  
  • 7 Tage häusliche Quarantäne nach Antigen-Schnelltest: Bei negativem Ergebnis eines Antigen-Tests kann die Quarantäne beendet werden, sofern die Testung frühestens am 7. Tag der Quarantäne erfolgt.

Eine Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme für Personen, bei denen eine Sars-CoV-2-Infektion durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Die Isolierung kann zu Hause erfolgen oder bei schwerem Krankheitsverlauf im Krankenhaus. Die Entlassung aus der Isolierung erfolgt nach festgelegten Kriterien. Zum Zeitpunkt der Entlassung ist davon auszugehen, dass die Person nicht mehr ansteckend ist.

Was ist zu beachten während Quarantäne und häuslichen Isolierung?

Häusliche Quarantäne bedeutet, dass man seine Wohnung/ Wohngrundstück nicht verlassen darf, auch nicht zum Einkaufen oder ähnliches. Wenn Sie mit Ihrer Familie oder in einer Wohngemeinschaft leben, achten Sie darauf, Ihren Kontakt zueinander einzuschränken, um mögliche Übertragungen des Virus zu vermeiden. In der Orientierungshilfe des Robert Koch-Instituts für Bürgerinnen und Bürger können Sie sich über die wichtigsten Maßnahmen und präventiven Schritte informieren (LINK). Besuch von Personen, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören, ist in dieser Zeit nicht erlaubt. Es ist ratsam, dass Sie sich Einkäufe oder weitere Lieferungen vor Ihrem Haus- oder Wohnungseingang ablegen lassen. Während der Zeit in Quarantäne werden Sie dazu aufgefordert, ein Quarantäne-Tagebuch zu schreiben, in dem Sie Ihre Symptome, Körpertemperatur und Kontakte zu anderen Personen festhalten.

Informationen zu Rechten und Pflichten bei der Arbeit (z.B. Entgeltfortzahlung, Schließung Kita/Schule, Entschädigungsleistungen, Bescheinigung) erhalten Sie beim Thüringer Landesverwaltungsamt und beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontaktpersonenmanagement

Wenn sich der Verdacht durch einen positiven PCR-Test bestätigt, wird eine Quarantäne bei Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt angeordnet.

Bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und man wird als enge Kontaktperson eingestuft:

  • Wenn man ohne adäquaten Schutz einen engen Kontakt (weniger als 1,5 Meter) zu einer infizierten Person hatte, der länger als 10 Minuten gedauert hat. Ein adäquater Schutz beinhaltet das durchgehende und korrekte Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske aller Beteiligten.
  • Wenn man ohne adäquaten Schutz ein Gespräch mit einer infizierten Person geführt hat, d.h. einen Kontakt von Angesicht zu Angesicht mit weniger als 1,5 Meter Abstand hatte, unabhängig von der Dauer des Gesprächs, oder in Berührung gekommen ist mit Sekret aus den Atemwegen der infizierten Person, z. B. indem man angehustet oder angeniest wurde. Ein adäquater Schutz beinhaltet das durchgehende und korrekte Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske aller Beteiligten.
  • Wenn man zur gleichen Zeit und länger als 10 Minuten in einem Raum mit einer infizierten Person war, in dem es wahrscheinlich eine hohe Konzentration infektiöser Aerosole gab. Der Abstand zueinander sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske sind dabei nicht ausschlaggebend.

Abzugrenzen ist von den aufgeführten Situationen das Tragen von FFP2-Masken im Gesundheitswesen durch geschultes medizinisches Personal.

Im Fall einer Infektion ist die schnelle Information von Kontaktpersonen wichtig. Mit Hilfe eines Kontakttagebuches fällt Ihnen die Erinnerung leichter. Auch die Arbeit des Gesundheitsamtes wird damit unterstützt. Es ist für das Gesundheitsamt wichtig zu wissen, wie Sie sich infiziert haben und für welche Personen in Ihrem Umfeld zu ihrem Schutz eine häusliche Quarantäne angeordnet werden muss. Ein Kontakt-Tagebuch hilft dabei, im Ernstfall alle nötigen Kontakte leicht und schnell an das Gesundheitsamt weiterzugeben und auch selbst die Menschen informieren zu können, mit denen man kürzlich in Verbindung stand.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat daher ein Corona-Kontakttagebuch erarbeitet zum Herunterladen. Sie können natürlich auch andere Möglichkeiten eines solchen Tagebuchs nutzen. Die Kalender- oder Notizfunktion auf Ihrem Smartphone oder auch die Vorlagen anderer Anbieter eignen sich ebenfalls (z. B. das mehrsprachige Tagebuch des Robert-Koch-Institutes).

Krankheitsanzeichen

Grafik: Weiterhin gilt: Wer krank ist, sollte zum Arzt. Grafik: © Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

„Was tun, wenn ich mich krank fühle?“

Wenn Sie Krankheitsanzeichen bemerken, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen.

Erkrankungssymptome

Die häufigsten Symptome bei Covid-19 sind folgende:

  • Erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Husten / Kratzen im Hals / Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Kurzatmigkeit oder Luftnot

Telefonische Beratung

Wenn Sie selbst Symptome verspüren, melden Sie sich telefonisch bei Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt, außerhalb der Sprechzeiten beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 und bei einem Notfall (z. B. bei Luftnot) unter 112.