Coronavirus: Gesundheitsschutz

Informationen zur AHA-Formel, Hygienetipps, Quarantäneregeln, Krankheitssymptomen und Testung

AHA+A+L-Regel

Piktogramme symbolisieren die AHA+A+L-Regel
Grafik: Gemeinsam gegen Corona - AHA+A+L-Regel Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt / Freepik

Wissen, was schützt

Mit diesen Maßnahmen können Sie helfen, sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten – auch einer Coronavirus-Infektion – zu schützen.

Beherzigen Sie die „AHA+A+L-Regel“

Ein Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen, die Corona-Warn-App nutzen und Lüften.

In Kombination mit der AHA-Regel trägt die Corona-Warn-App zusätzlich zur Eindämmung der Pandemie bei.

Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können, sollte auch auf eine gute Belüftung in Innenräumen, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, geachtet werden.

Corona-Warn-App

Signet C und Wortmarke "Corona-Warn-App"
Grafik: Wortbildmarke: Corona-Warn-App Grafik: © Bundespresseamt (BPA)

Die Corona-Warn-App hilft, Infektionsketten besser zu erkennen. Die App kann anzeigen, wenn man Kontakt zu jemandem hatte, der das Coronavirus übertragen könnte. Damit kann die App die Arbeit beim Nachverfolgen der Kontakte im Gesundheitsamt unterstützen.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Besitzer eines geeigneten Smartphones können freiwillig entscheiden, ob sie die Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden.

Hygienetipps

Einfache Hygienemaßnahmen im Alltag helfen, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 zu schützen.

  • Achten Sie auf Hygiene beim Husten und Niesen. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer.
  • Waschen Sie im Alltag regelmäßig, mindestens 20 Sekunden Ihre Hände mit Wasser und Seife. Insbesondere wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten und vor dem Anlegen und nach dem Ablegen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern. Vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  • Lüften Sie geschlossene Räume mehrmals täglich für einige Minuten. Am besten geeignet ist Querlüften (Durchzug) mit weit geöffneten Fenstern. Aber auch ein kürzeres Öffnen eines Fensters zwischendurch trägt zu einem gesunden Innenraumklima bei. 
  • Achten Sie auf eine gute Haushaltshygiene. Verwenden Sie hierfür haushaltsübliche tensidhaltige Wasch- und Reinigungsmittel. Der routinemäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln wird auch während der aktuellen Corona-Pandemie weder für den Privathaushalt noch in öffentlichen Bereichen empfohlen. Für das medizinische Umfeld und bei der häuslichen Betreuung einer an Covid-19 erkrankten Person gelten jedoch besondere Hygienestandards. 
  • Achten Sie im öffentlichen Raum auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen – beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park.
  • Verzichten Sie auf Händeschütteln oder Umarmungen.
  • Wenn Sie Krankheitszeichen haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten könnten und/oder wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, bei der eine Infektion mit Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und die Hinweise, was bei Verdacht auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu tun ist, befolgen.
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Bleiben Sie über die aktuellen Bestimmungen informiert. Ziehen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung dort an, wo es vorgeschrieben ist. Tragen Sie generell eine Maske, wenn Sie Krankheitszeichen haben und das Haus verlassen müssen und wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Quarantäne und häusliche Isolierung

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und einer häuslichen Isolierung?

Eine Quarantäne und eine Isolierung sind nicht das gleiche – auch wenn beides bedeutet, dass kein Kontakt zu anderen Personen stattfinden soll, um diese nicht anzustecken.

Eine Quarantäne ist immer dann erforderlich, wenn nicht sicher ist, ob sich eine Person angesteckt hat, etwa bei Kontakt mit einem Infizierten oder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet. Es wird in der Regel eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Es müssen daher derzeit Reiserückkehrende und Kontaktpersonen in Quarantäne.

Eine Isolierung erfolgt, wenn das neuartige Coronavirus bereits nachgewiesen wurde, also der Test positiv ausgefallen ist. Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme. Wenn keine Krankheitszeichen auftreten oder die Erkrankung leicht verläuft, können die Patienten zuhause isoliert werden (häusliche Isolierung). Bei einem schweren Verlauf erfolgt die Isolierung im Krankenhaus. Die Beendigung der Isolierung ist erst möglich, wenn sicher ist, dass der Patient keine anderen Menschen mehr anstecken kann.

Was ist zu beachten während Quarantäne und häuslichen Isolierung?

Häusliche Quarantäne bedeutet, dass man seine Wohnung/ Wohngrundstück nicht verlassen darf, auch nicht zum Einkaufen oder ähnliches. Wenn Sie mit Ihrer Familie oder in einer Wohngemeinschaft leben, achten Sie darauf, Ihren Kontakt zueinander einzuschränken, um mögliche Übertragungen des Virus zu vermeiden. In der Orientierungshilfe des Robert Koch-Instituts für Bürgerinnen und Bürger können Sie sich über die wichtigsten Maßnahmen und präventiven Schritte informieren (LINK). Besuch von Personen, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören, ist in dieser Zeit nicht erlaubt. Es ist ratsam, dass Sie sich Einkäufe oder weitere Lieferungen vor Ihrem Haus- oder Wohnungseingang ablegen lassen. Während der Zeit in Quarantäne werden Sie dazu aufgefordert, ein Quarantäne-Tagebuch zu schreiben, in dem Sie Ihre Symptome, Körpertemperatur und Kontakte zu anderen Personen festhalten.

Kontaktpersonennachverfolgung

Wenn sich der Verdacht durch einen positiven Test bei Ihnen bestätigt und Sie engen Kontakt zu einer oder mehreren Personen hatten, wird eine Quarantäne bei Ihren Kontaktpersonen angeordnet. Ein enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dieser Person persönlich gesprochen hat oder direkten Kontakt mit Atemwegssekreten hatte, z.B., angeniest oder angehustet wurde.

Informationen zu Rechten und Pflichten bei der Arbeit (z.B. Entgeltfortzahlung, Schließung Kita/Schule, Entschädigungsleistungen, Bescheinigung) erhalten Sie beim Thüringer Landesverwaltungsamt und beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Testung

Zu den wichtigsten Werkzeugen bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus gehören Tests. Daher hat Deutschland schon seit Beginn der Pandemie Testkapazitäten schnell aufgebaut und erweitert. Beim Testen ist ein zielgerichtetes Vorgehen wichtig. Ein negativer Coronatest ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Testung nach der nationalen Teststrategie

In Deutschland werden die folgenden Personengruppen getestet:

  • Mit einem PCR-Test:
    • Personen mit schweren Corona-typischen Symptomen
    • Personen mit leichten Corona-typischen Symptomen, die zusätzlich Kontakt zu einer mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Person hatten.
    • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften, wenn in der Einrichtung eine mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde.
    • Patienten, Bewohner und das Personal in Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus, wenn es zu einem Ausbruch des Virus in der Einrichtung kam. Dies gilt auch für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Rehabilitation, ambulante Operationen oder ambulante Dialyse sowie für Arzt- und Zahnpraxen und weitere Praxen humanmedizinischer Heilberufe.
    • Patienten oder Betreute vor Aufnahme oder Wiederaufnahme in ein Krankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung, sowie vor ambulanten Operationen oder vor ambulanter Dialyse.
  • Mit einem Antigen-Test:
    • Patienten, Bewohner, Betreute und Personal von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, für Rehabilitation, für ambulante Operationen oder ambulante Dialyse ohne Covid-19-Fall, entsprechend des Testkonzepts der Einrichtung und bei einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz in der Region.
    • Personal von Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen weiterer humanmedizinischer Heilberufe ohne Covid-19-Fall, entsprechend des Testkonzepts der Einrichtung und bei einer erhöhten 7-Tage Inzidenz in der Region.
    • Besucher von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unmittelbar vor dem Besuch der Einrichtung, wenn sie aus einer Region mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz kommen.
  • Bei Einreise nach Deutschland können Personen mit einem PCR oder einem Antigen-Test getestet werden.

Wichtige Hinweise

Solange Sie auf ihr Testergebnis warten, müssen Sie sich auf direktem Weg nach Hause oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und dort bleiben, bis das Ergebnis vorliegt.

Die Durchführung einer Testung erfolgt gemäß Coronavirus-Testverordnung, die am 15. Oktober 2020 in Kraft getreten ist, auf Grundlage einer Entscheidung durch die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt, das zuständige Gesundheitsamt oder den in der Verordnung benannten Einrichtungen und Unternehmen.

Wer wird nicht getestet?

Nach der Anpassung der nationalen Teststrategie für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021 werden Personen mit leichten Erkältungssymptomen, die keiner Risikogruppe angehören oder keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Person hatten, zunächst nicht getestet. Diese Entscheidung trifft der behandelnde bzw. kontaktierte Arzt. Diese Personen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach einer Empfehlung des RKI fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten sie mit ihrem Arzt über eine Krankschreibung sprechen.

Schnelltests

Informationen und Hilfestellung bei der Beantragung von Antigen-Schnelltests für Krankenhäuser, Pflegeheime, Pflegedienste etc.

Pflegeheime und Krankenhäuser können Antigen-Schnelltests großzügig nutzen, um Personal, Besucher sowie Patienten und Bewohner regelmäßig auf das Corona-Virus zu testen. Rechtsgrundlage bildet die Coronavirus-Testverordnung vom 14.10.2020 (TestVO).

Informationen und Hilfestellung bei der Beantragung von PoC-Antigen-Tests

  • Die Beschaffung der Antigen-Tests müssen die Einrichtungen selbst übernehmen.
  • Das Gesundheitsamt nimmt generell nur PCR-Testungen vor keine Antigen-Tests.
  • Eine Liste der Antigen-Tests, welche den vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert-Koch Institut festgelegten Mindestkriterien entsprechen, stellt das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verfügung.
  • Die Tests können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden. Die maximale Bestellmenge hängt gemäß §6 der TestVO allein von der Anzahl der zu betreuten/behandelten Personen ab.

20 Antigen-Tests/Monat/betreuten oder behandelten Person für:

  • Krankenhäuser
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen
  • voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen

10 Antigen-Tests/Monat/betreuten oder behandelten Person für:

  • ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen
  • nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbar sind
  • ambulante Dienste der EGH

Erstellung eines einrichtungsbezogenes Testkonzeptes

  • Der Antrag auf Feststellung oder Festlegung monatlich bestimmter Mengen an Schnell-Tests wird beim Gesundheitsamt gestellt. Mit dem Antrag ist ein entsprechendes einrichtungs- oder unternehmensbezogenes Testkonzept einzureichen.
  • Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Hilfestellung zur Erstellung eines einrichtungsbezogenes Testkonzept veröffentlicht.
  • Die Abrechnung der Tests erfolgt nicht über das Gesundheitsamt, sondern über die im §7 der TestVO benannten Stellen (Kassenärztliche Vereinigung bzw. Pflegekassen).

Aktuelle Situation hinsichtlich der Feststellungen gemäß TestVO vom 14.10.2020 im Gesundheitsamt Erfurt:

  • Alle Anträge werden zeitnah durch das Gesundheitsamt bearbeitet.
  • Alle Antragsteller haben Ihre Bestätigung bzw. Feststellung zur Nutzung einer bestimmten Menge PoC-Antigen-Tests vom Gesundheitsamt erhalten.
  • Insgesamt wurden bisher etwa 130.000 PoC-Antigen-Tests pro Monat zur Nutzung in den Einrichtungen seitens des Gesundheitsamtes bewilligt (Stand: 25.11.2020).

Krankheitsanzeichen

Stilisierte Schwester und Ärztin und Text "Weiterhin gilt: Wer krank ist, sollte zum Arzt."
Grafik: Weiterhin gilt: Wer krank ist, sollte zum Arzt. Grafik: © Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

„Was tun, wenn ich mich krank fühle?“

Wenn Sie Krankheitsanzeichen bemerken, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen.

Erkrankungssymptome

Die häufigsten Symptome bei Covid-19 sind folgende:

  • Erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Husten / Kratzen im Hals / Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Kurzatmigkeit oder Luftnot

Telefonische Beratung

Wenn Sie selbst Symptome verspüren, melden Sie sich telefonisch bei Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt, außerhalb der Sprechzeiten beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 und bei einem Notfall (z. B. bei Luftnot) unter 112.