Partnerstadt - Vilnius (Litauen)

Vilnius - Hauptstadt Litauens

Der Legende nach von Großfürst Gediminas mit dem Bau einer Burg gegründet und 1323 erstmals urkundlich in seinen Briefen erwähnt, erblühte die kleine Siedlung an der Vilnia-Mündung innerhalb von 200 Jahren zu einer mächtig aufstrebenden Stadt.

Nach vielen Turbulenzen brachte das 16. Jahrhundert Wohlstand und Bildung über die Bevölkerung. 1571 wurde die noch heute lebendige Universität gegründet.

Doch die folgende Zeit bescherte der Stadt verheerende Brände, die Pest, Kriege und Plünderungen. Nach mehrfacher Verwüstung und anschließendem Wiederaufbau fiel Vilnius mit Litauen im 18. Jahrhundert an Russland.

Bis zum zweiten Weltkrieg litten die Einwohner unter immer neuen Zerstörungen und wechselnden Besatzungen. Nach Kriegsende kam es zu einem stetigen, wenn auch langsamen Wiederaufbau. die Altstadt, die zu den größten Europas zählt, wurde von der Bevölkerung liebevoll restauriert.

Nach der Unabhängigkeitserklärung Litauens im Jahre 1991 zählt Vilnius heute ca. 580 000 Einwohner und gilt als politisches, industrielles, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum der Republik. Die zahlreichen Baudenkmäler verschiedener Epochen locken mehr und mehr Besucher.

Die Städtepartnerschaft mit Erfurt besteht seit 1972 und wurde 1990 erneuert. Seitdem findet ein reger Erfahrungsaustausch zu demokratisch gesellschaftlichen Veränderungen und kommunaler Selbstverwaltung statt. Darüber hinaus werden gegenseitige Besuche, Schüler- und Jugendaustausche, kulturelle Beziehungen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert und gepflegt.