„Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist einen Bildungsoffensive die es dem Einzelnen ermöglicht, sich aktiv an der Analyse und Bewertung von Entwicklungsprozessen für die Zukunft zu beteiligen und sich im eigenen Leben an den Kriterien der Nachhaltigkeit zu orientieren und nachhaltig zu handeln.

Was ist BNE?

Nachhaltig lernen; Bildung für nachhlatige Entwicklung; Stadt der Weldekade 2014
Grafik: Logo der UN Dekade Stadt 2014

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zum zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Nachdem für die Jahre 2005 bis 2014 durch die Unesco eine Weltdekade BNE ausgerufen war, wird nunmehr an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE gearbeitet, das vorerst bis zum Jahr 2019 gilt.

Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.

Unterziel 4.7 der SDGs

Was ist nachhaltige Entwicklung

Die Lebensweise in vielen Ländern des globalen Nordens ist durch hohen Konsum, Ressourcennutzung, Energieverbrauch, Verkehrsaufkommen und Abfallmengen geprägt. Was davon ist vermeidbar, ohne die Entwicklung eines Landes zu stark einzuschränken? Wo liegt die Grenze? Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung zielt darauf ab, dass Menschen und Staaten sich weiter entwickeln und auch Wachstum erzielen können, dieses aber nicht grenzenlos. Es muss in einem Maße und unter Rahmenbedingungen erfolgen, die anderen Menschen und Staaten nicht die Lebensgrundlage entziehen – weder jetzt noch in nachfolgenden Generationen. Ziel ist eine chancengerechte Entwicklung, die ein Leben in Frieden und ein dauerhaft tragfähiges Ökosystem ermöglicht.

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.

Definition von nachhaltiger Entwicklung aus dem Brundtland-Bericht

Was hat das mit Bildung zu tun?

Die Vereinten Nationen haben 2015 Ziele nachhaltiger Entwicklung (die so genannten Sustainable Development Goals, kurz SDGs) verabschiedet. Die Rolle von Bildung um diese Ziele zu erreichen, wird als essentiell angesehen. Aber warum eigentlich Bildung? Könnten nicht strengere Gesetze die Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung viel besser durchsetzen? Und besteht nicht die Gefahr, dass man Bildung für ein bestimmtes Thema instrumentalisiert, das morgen schon wieder ein ganz anderes sein kann?

Das führt zu der Frage: Was ist das Ziel von guter Bildung? Jenseits von konkreten Inhalten soll sie Menschen die Kompetenz zu gestalten vermitteln. Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht

  • vorausschauendes Denken;
  • interdisziplinäres Wissen;
  • autonomes Handeln;
  • Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen

Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung dient entsprechend nicht nur dazu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren sondern partizipative Methoden zu verwenden, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. Hinzu kommt ein internationaler Blick, der es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört. Dazu braucht es politische umfassende Bildung.  Denn jeder Einzelne muss täglich Entscheidungen treffen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – bedeutet hier im Sinn der Übersetzung des englischen Begriffs "Sustainable Development"  aus dem Agenda-21-Prozess – dass wir heute so leben (sollten), dass auch unsere Kinder und Enkelkinder und Menschen in anderen Weltregionen morgen noch eine lebenswerte Zukunft, genug Nahrungsmittel, saubere Luft und sauberes Wasser haben, dass  sie in Frieden ihrer Arbeit in einer intakten Umwelt nachkommen können.

Wir gestalten heute unsere Zukunft und die unserer Nachkommen!