Erfolgreiches Hochschulkooperationsprojekt zwischen Erfurt und Bangladesch wird bis 2016 verlängert

11.03.2015 11:49

Seit nunmehr zwei Jahren halten sich drei Biologen aus Bangladesch zur Ausbildung am Naturkundemuseum Erfurt auf, um von Präparator Marco Fischer die Kunst der Präparation zu erlernen.

Vier Männer stehen in einer Reihe, vor ihnen ein Tisch mit Preistrophäen.
Foto: Europameister: Marco Fischer aus Erfurt und die drei Studenten aus Bangladesch - Aminul Islam, Abdullah Al Mamun und Delowar Hossain Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Unterstützung in diesem Projekt erhielt Marco Fischer von seinen Kollegen aus dem Museum für Naturkunde Berlin, dem Naturkundemuseum Stuttgart, dem Landesmuseum Münster sowie dem Ozeaneum und Meeresmuseum Stralsund. Damit dürfte die praktische Ausbildung eine der besten sein, welche sich ein Präparator nur wünschen kann. Denn alle der beteiligten Partner arbeiten auf höchstem Weltniveau.

Das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte Hochschulkooperationsprojekt wurde nun erfreulicherweise bis Oktober 2016 verlängert. Damit ist eine wichtige Hürde genommen, denn mit Kooperationspartnern, wie der Hochschule Anhalt (Bernburg),  beginnen im Herbst biologische, zoologische und ökologische Untersuchungen in den Mangrovenwäldern Bangladeschs. An der Expedition nehmen neben Marco Fischer aus dem Naturkundemuseum Erfurt und den drei graduierten Biologen die Studenten der Bernburger Hochschule teil. Ziel ist es, innerhalb von drei intensiven Wochen die bestehenden Konflikte zwischen Mensch und Natur in den größten Mangrovenwäldern der Erde, den Sundarbans, zu erforschen.

Forschungsthemen und Untersuchungen werden, nach der Feldarbeit in den Mangroven, in der Partneruniversität Rajshahi in Westbengalen vorgestellt. Dabei werden auch die Ergebnisse des Ausbildungsprojektes im Naturkundemuseum Erfurt und das guten Abschneiden der Jungpräparatoren bei der letzten Europameisterschaft präsentiert.

Damit wird der bereits gelegte Grundstein für die Ausbildung zoologischer Präparatoren in Bangladesch sowie des ersten geplanten Naturkundemuseums in diesem Land gefestigt.