Welterbe-Vermittlung und ihre Integration in die städtische Museumslandschaft

07.02.2017 19:30 – 07.02.2017 21:00

Welterbe-Vermittlung als Teilhabe-Prozess für die gesamte Stadtgesellschaft.
Ein Vortrag von Matthias Ripp, Welterbekoordination Regensburg

Zu sehen ist ein Platz in der Regensburger Altstadt iin der hereinbrechenden Dunkelheit. Auf der linken Bildseite ist eine Kirche mit heller Fassade zu sehen, das Karree des mit hellem, nass glänzendem Steinpflaster ausgelegten Platzes ist mit ebenfalls überwiegend hell angestrichenen Häusern eingefasst. Auf dem Platz sind einige Zeltbuden aufgebaut, zwischen denen herumlaufende Menschen zu erkennen sind.
Altstadt von Regensburg Foto: © M. Ripp
07.02.2017 21:00

Welterbe-Vermittlung und ihre Integration in die städtische Museumslandschaft

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt
Ein Mann mit gewellten braunen Haaren und Dreitagebart lächelt in die Kamera. Er trägt ein weißes Hemd mit dunkelblauen, unterschiedlich großen Punkten. Im Hintergrund sind verschwommene Lichter in einem hallenartigen Raum zu erkennen.
Foto: Matthias Ripp Foto: © M. Ripp

Welterbe-Vermittlung stellt eine Daueraufgabe für Unesco-Welterbestätten dar und ist eng mit Teilhabe-Konzepten verbunden. In Regensburg wurden in den letzten Jahren eine ganze Reihe unterschiedlicher Vermittlungsaktivitäten für verschiedene Zielgruppen umgesetzt. Seit 2011 finden viele dieser Aktivitäten im Besucherzentrum Welterbe statt. Dort, im Salzstadel an der Steinernen Brücke, wird der Besucher u. a. durch eine Dauerausstellung mit fünf Themenbereichen geführt. Ausgehend vom Welterbetitel Regensburgs gibt die Ausstellung einen Überblick über Besonderheiten der Stadt und ihrer Geschichte. Den Besucher erwarten interaktive Spielstationen, Medieninstallationen und Exponate zur Stadt. In Sonderausstellungen werden verschiedene Aspekte des Welterbes wie künstlerische oder wissenschaftliche Gesichtspunkte aufbereitet, um das Thema in der Stadtgesellschaft zu kommunizieren. Verschiedene Vorträge, Veranstaltungen und museumspädagogische Aktivitäten beleuchten unterschiedliche Aspekte der Unesco-Welterbestadt Regensburg.

Zur Person

Matthias Ripp studierte historische Geographie in Bamberg. Zwischen 2004 und 2007 war er bei der Stadt Bamberg im Bereich Welterbe und Tourismus tätig. Seit 2007 ist er Welterbekoordinator der Welterbestätte "Altstadt Regensburg mit Stadtamhof". Seine Hauptaufgaben sind die Vernetzung mit lokalen, nationalen und internationalen Institutionen, die Koordination und Entwicklung von nachhaltigen Managementstrategien für das Welterbe Re­gensburg sowie das innerstädtische Monitoring. Er engagiert sich in zahlreichen Netzwerken, wie z.B. Heritage Europe und ICOMOS und koordinierte das EU-Projekt HerO (Heritage as Opportunity). Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Unesco-Welterbe-Alt­städte beim Deutschen Städtetag, Mitglied im European Heritage Panel und gewähltes Mitglied der deutschen Unesco-Kommission. Seit November 2011 ist er zudem Regionalkoordinator der Region Nord-West Europa für die Organi­sation der Welterbe-Städte (OWHC).

Weitere Termine 2017

Beginn: jeweils 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

7. März: "'Papirene brikn...' Jiddische Frauenlyrik. Lesung und Musik" – Dr. Diana Matut, Universität Halle-Wittenberg und Susanne Ansorg, Festivalintendantin montalbâna

4. April: "Das Konzept für die 'Archäologische Zone mit Jüdischem Museum' in Köln. 2000 Jahre Geschichte an einem Ort" – Dr. Christiane Twiehaus, Landschaftsverband Rheinland

9. Mai: "Antijudaistische Propaganda in Druckschriften des 15. Jahrhunderts" – Dr. Marion Steinicke, Universität Koblenz-Landau

13. Juni: "Erfurt, Regensburg, Trier – Judensiegel im mittelalterlichen Reich: Beglaubigungstätigkeit und Selbstrepräsentation" – Andreas Lehnertz, Universität Trier

5. September: "Interaktionsfelder zwischen Christen und Juden im Alltag des Spätmittelalters" – Bettina Rüggeberg, Darmstadt

10. Oktober: "Vom Judenhut zum Zauberhut. Studien eines Stigmas" – Dr. Naomi Lubrich, Jüdisches Museum der Schweiz, Basel

7. November: "Darstellungen des Judentums in der christlichen Kunst des Mittelalters" – Prof. Katrin Kogman-Appel, Universität Münster

5. Dezember: "Das Erfurter Augustinerkloster auf dem Weg zum Welterbe" – Dr. Stefan Rhein, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt