Abfallaufkommen in Erfurt

Das Linien-Diagramm zeigt das Niveau des Aufkommens verschiedener Fraktionen in der Stadt Erfurt, welche der Verwertung zugeführt werden (in Tonnen)im Verlauf der Jahre zwischen 2005 bis 2015.
Grafik: Abfälle zur Verwertung – Diagramm Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Nebenstehendes Diagramm zeigt das Aufkommen an getrennt erfassten verwertbaren Abfällen aus privaten Haushaltungen in der Landeshauptstadt Erfurt.

Die insgesamt erfassten Papiermengen sind seit dem Jahr 2005 trotz komfortablem Holsystem rückläufig. Viele Haushalte gestatten z. B. nicht mehr den Einwurf von Werbematerialien in ihre Briefkästen oder lesen Tageszeitungen nur noch online und haben damit die bei ihnen anfallenden Papiermengen gesenkt.

Die Sammlung von Glasverpackungen ist zwar kein Bestandteil der kommunalen Abfallentsorgung, aber ein wichtiges System zur getrennten Erfassung von Wertstoffen in den Haushalten und trägt damit zur Verringerung der Hausmüllmenge bei. Die gesammelte Menge an Glasverpackungen war mit Einführung der Pfandpflicht auf Einwegverpackungen im Jahr 2003 und der Umstellung von Glas- auf Kunststoffflaschen in vielen Bereichen zunächst rückläufig, hat sich aber in den letzten Jahren auf einem etwa gleichbleibenden Niveau eingestellt.

Die getrennte Erfassung der Leichtverpackungen (LVP) über die grundstücksbezogenen gelben Tonnen/gelben Säcke, die ebenfalls kein Bestandteil der kommunalen Abfallentsorgung sind, liefert auch einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung der Hausmüllmengen. Bei den erfassten LVP-Mengen ist in den letzten Jahren durch die verbesserte Abfalltrennung in den privaten Haushaltungen ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen.

Die Menge der jährlich separat erfassten Grünabfälle liegt auf hohem Niveau, weist aber durch witterungsbedingte Einflüsse entsprechende Jahresschwankungen auf.

Die Bioabfallmengen sind seit der schrittweisen Einführung der Biotonne im Jahr 1998  kontinuierlich angestiegen. Mit der weiteren Erhöhung des Anschlussgrades und der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zur konsequenteren Nutzung der Biotonne auch für die Entsorgung von in den Haushaltungen anfallenden Grünabfällen, ist in den nächsten Jahren mit weiter steigenden Mengen zu rechnen.

Das Balken-Diagramm zeigt das Niveau des Haus- und Sperrmüllaufkommens (in Tonnen) der Stadt Erfurt im Verlauf der Jahre zwischen 2005 bis 2015.
Grafik: Abfallaufkommen – Diagramm Grafik: © Stadtverwaltung Erfurt

Das beigefügte Balkendiagramm spiegelt das Gesamtaufkommen an Abfällen zur Beseitigung aus privaten Haushaltungen und dem Kleingewerbe in der Landeshauptstadt Erfurt wider.

Das Hausmüllaufkommen ist kontinuierlich rückläufig, wobei sich der Rückgang in den letzten Jahren verlangsamt hat. Der Reduzierung der Hausmüllmenge pro Einwohner durch verstärkte Inanspruchnahme der angebotenen Möglichkeiten zur getrennten Entsorgung von verwertbaren Abfällen aus Haushalten stehen die jährlich leicht steigenden Einwohnerzahlen der Stadt gegenüber. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Die mit erfassten Mengen aus dem Kleingewerbe liegen kontinuierlich bei etwa 20 % der Gesamtmenge.

Bei dem Sperrmüllaufkommen hatte sich seit 2007 über mehrere Jahre die anfallende Menge auf einem ziemlich gleichbleibenden Niveau eingependelt. In den letzten drei Jahren sind wieder steigende Sperrmüllmengen zu verzeichnen. Diese scheinen aus dem Bevölkerungszuwachs und der anhaltenden Konjunktur mit entsprechendem Konsumverhalten zu resultieren.

Der bundesweite Trend, dass immer weniger Hausmüll anfällt und immer mehr Abfälle in Vorbereitung der Verwertung getrennt gesammelt werden, ist auch in Erfurt nachvollziehbar. Im Jahr 2015 fielen je Erfurter Einwohner im Durchschnitt rund 407 Kilogramm Haushaltsabfälle an, wobei davon rund 231 Kilogramm getrennt gesammelte Abfälle zur Verwertung waren. Das sind rund 57 % der gesamten Haushaltsabfälle.

Abfälle zur Beseitigung [in t]

Zeile 1 – Hausmüll, einschließlich ca. 20 % hausmüllähnlicher Gewerbeabfall HMGA
Zeile 2 – Sperrmüll
Zeile 3 – Gesamt

Abfallaufkommen tabellarisch

Zeile

2005

2007

2009

2011

2013

2015

1

42840 39532 37797 37544 35553 34292

2

8134 7225 7574 7694 9419 9087

3

50974

46757

45371

45238

44972

43379

 

Abfälle zur Verwertung [in t]

(getrennt gesammelt)
Zeile 1 – Papier
Zeile 2 – Glas
Zeile 3 – Leichtverpackungen
Zeile 4 – Grünabfälle
Zeile 5 – Bioabfälle aus Biotonne

Abfälle zur Verwertung

Zeile

2005

2007

2009

2011

2013

2015

1

17344 15760 14901 14771 14798 13980

2

4483 4393 3690 4141 4545 4364

3

4892 4825 4981 5132 5473 5687

4

11492 13165 14507 13742 12568 12744

5

8320 9549 9854 10083 9818 11163

 

Mengen in kg/Einwohner

Zeile 1 - Hausmüll, ohne hausmüllähnlicher Gewerbeabfall HMGA
Zeile 2 -  Sperrmüll
Zeile 3 - Papier
Zeile 4 -  Glas
Zeile 5 - Leichtverpackungen
Zeile 6 - Grünabfälle
Zeile 7 -  Bioabfälle

Fraktionen in kg / Einwohner

Zeile

2005

2007

2009

2011

2013

2015

1

169

156

149 146 140 132

2

40,2 35,7 37,3 37,5 46,2 43,8

3

85,6 77,9 73,4 71,9 72,6 67,3

4

22,1 21,7 18,2 20,2 22,3 21,0

5

24,1 23,8 24,5 25,0 26,9 27,4

6

56,7 65,0 71,5 66,9 61,7 61,4

7

41,1 47,2 48,6 49,1 48,2 53,8