Partnerstadt - Györ (Ungarn)

Györ - Stadt der Flüsse

In der Mitte des "Goldenen Dreiecks" Wien, Budapest und Bratislava liegt das ungarische Wirtschaftszentrum Györ.

Im 10. Jahrhundert kam es in der Kleinen ungarischen Tiefebene zur Gründung eines Bistums und einer Burggrafenschaft. Der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1271 folgten zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Türken im 16. Jahrhundert. Anschließend jedoch erblühte Györ zur Handelsdrehscheibe des nahegelegenen Wien und entwickelte im 19. Jahrhundert eine eigene Textil- und Maschinenbauindustrie, die bis heute von wirtschaftlich großer Bedeutung sind.

Nach den riesigen Schäden des zweiten Weltkriegs gelang nur langsam der Wiederaufbau. Erst Ende der 70er Jahre konnte mit der Restaurierung der barocken Innenstadt begonnen werden. 1989 wurde Györ dafür mit dem Europa-Orden für Denkmalschutz ausgezeichnet.

Inzwischen präsentiert sich die Stadt ihren 125.000 Einwohnern mit Museen, Galerien, Kirchen, Filmfestivals und einem weltbekannten Ballett, um nur einen Teil des vielfältigen Angebots zu nennen. Technische Hochschule, Musikhochschule und Pädagogische Hochschule machen Györ darüber hinaus zu einem interessanten Ausbildungsstandort.

Györ war die erste Partnerstadt Erfurts. Der Freundschaftsvertrag von 1971 sah eine Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene und intensive Bürgerkontakte vor.

Betriebe, Vereine, Kulturschaffende, Schüler, Jugendliche und ganze Familien haben die Verträge mit Leben gefüllt. Im Rahmen der großen Veranstaltungen und Feste beider Städte, aber natürlich auch auf privater Ebene, sollen die Freundschaften weiter ausgebaut werden.