Partnerstadt - Haifa (Israel)

Haifa

Haifa ist mit etwa 450 000 Einwohnern drittgrößte Stadt Israels, verfügt über den bedeutendsten Handels- und Schifffahrtshafen des Landes und gehört zu dessen modernsten Industrieregionen. Das Stadtzentrum liegt auf den Hügeln des Karmel. Zahlreiche Parks und Gärten sowie die Lage am Mittelmeer machen Haifa zum attraktiven Wohnort und zur "grünsten Stadt" des Landes.

Stadtgeschichte

Die urkundliche Ersterwähnung datiert aus dem 3. Jahrhundert. Im 10. und 11. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre erste ökonomische und kulturelle Blüte. Zu dieser Zeit galt Haifa als die Residenz der Weisen und rühmte sich seiner reichen jüdischen Gemeinde. Um 1100 eroberten Kreuzritter die Stadt. 1265 rückten die Mamelucken ein und zerstörten große Teile der Stadt. Im 13. Jahrhundert erfreute sich Haifa schon als Pilgerort einigen Interesses. 1516 übernahmen dann die Ottomanen von den Mamelucken die Besatzerrolle. 1761 gilt als das Geburtsjahr des modernen Haifa. Große Bedeutung für die Entwicklung der Stadt erhielten die Jahre 1831 bis 1840. Unter ägyptischer Herrschaft kamen zahlreiche Menschen anderer Nationen in Stadt und Land. Die sich aus ihrem Zusammenleben entwickelnde Toleranz vor allem auch gegenüber der nicht muslimischen Minderheit ermutigte viele von ihnen, sich hier niederzulassen. 1860 zerstörte ein Erdbeben die Stadt. 1869 kauften deutsche Siedler in der Umgebung Haifas Land auf, um sich hier im Heiligen Land niederzulassen. Ihre Siedlung ist unter dem Namen "Deutsche Kolonie" bekannt geworden. Um sie herum wuchs die neue Stadt. 1939 sind auf der Grundlage des sogenannten Weiß-Buches, das die Einwanderung von Juden nach Israel stark beschränkte, Tausende auf das Meer zurückgeschickt worden. Viele von ihnen, die dem Nationalsozialismus zu entkommen suchten, fanden den Tod. Den Opfern ist in Haifa ein Museum gewidmet.

Sehenswürdigkeiten/Kultur

Die Stadt bietet ihren Besuchern neben dem gerade angesprochenen Museum noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Hierzu gehört die Grotte des Elijas, auch Grotte der Mutter Gottes genannt. Sie ist für Moslems, Juden und Christen in gleichem Maße bedeutend. Der christlichen Überlieferung nach soll die Heilige Familie bei der Flucht aus Ägypten hier Schutz gefunden haben. Auch der Tempel der Bahai ist einen Besuch wert. In Haifa befindet sich mit den Technion Institutes ein Forschungszentrum für Wissenschaft und Technologie.

Geschichte der Städtepartnerschaft

In Erfurt unterzeichneten am 6. Februar des Jahres 2000 die Oberbürgermeister der Stadt Haifa, Amram Mitzna, und der Stadt Erfurt, Manfred Ruge, einen Freundschaftsvertrag in dreifacher Ausfertigung (Deutsch, Hebräisch und Englisch). Dem gingen seit 1990 eine solche Verbindung vorbereitende Kontakte voraus.