Sonntagskind im Zoo geboren

10.04.2013 11:02

Erfreulichen Nachwuchs gab es bei den Hinterwälder Rindern des Thüringer Zooparks.

Kälbchen geboren

Kälbchen im Stroh
Foto: Das Sonntagskind "Friedwart" mit typisch weißem Kopf. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Am 7. April brachte "Gerda" einen gesunden Bullen der kleinsten mitteleuropäischen Rinderrasse zur Welt. Nach kurzer Zeit lief der kleine "Friedwart" schon auf sicheren Beinen seiner Mutter nach und hat bereits den Quell des Lebens - die Muttermilch gefunden.

Hinterwälder Rinder sind eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, die im Schwarzwald beheimatet ist. Typische Kennzeichen sind ein weißer Kopf bis zu den Ohren. Der Rest des Körpers ist gelblich- bis dunkelrot-braun gefärbt, einfarbig oder auf weißem Hintergrund gefleckt. Diese genügsamen Tiere können bis zu 18 Jahre alt werden und dienen in der Landwirtschaft als Milchkuh und zur Mutterkuhhaltung. Aufgrund ihrer geringen Größe von höchstens 130 cm Widerristhöhe bei einem Gewicht von bis zu 480 kg (Bullen bis 700 kg) und dem damit verbundenen geringen Fleischanteil, wurde die Population bis in die 1970er Jahre an den Existenzrand getrieben. Heute werden Haltungsprämien verliehen und die Population ist wieder auf 4.000 Tiere angestiegen.

Hinterwälder Rinder sind sehr fruchtbare Kühe, die fürsorglich mit ihrem Nachwuchs umgehen. Von diesen Eigenschaften kann sich der Besucher in unserem Bauernhof nun selbst überzeugen. Ob die Jungtiere auch verspielt sind, wird sich bald zeigen. Denn auch "Hildegard" ist in froher Erwartung und soll in den nächsten Tagen ein Kalb zur Welt bringen.