Selbsthilfegruppe "Stoma-Betroffene" und "Morbus Crohn und Colitis ulcerosa für jüngere Betroffene" hat sich gegründet

02.04.2007 00:00

In Erfurt hat sich eine Selbsthilfegruppe für Stoma-Betroffene sowie für Betroffene von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gegründet. Die Gruppe ist für jüngere Betroffene (bis ca. 50 Jahre) gedacht und besteht zur Zeit aus Eltern, deren Kinder betroffen sind.
Sowohl Morbus Crohn als auch Colitis ulcerosa sind chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, von der zunehmend mehr und vor allem jüngere Menschen betroffen sind. Die Unterscheidung der beiden Krankheitsbilder ist nicht immer leicht. Problematisch ist zudem, dass diese Erkrankungen verschiedene Folgeerkrankungen verursachen können. Hinzu kommt, dass die Betroffenen ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben.
Gründe für eine Stomaanlage können durch Erkrankung von Darm oder Blase gegeben sein, auch Funktionsstörungen dieser Organe, Fehlbildungen oder Verletzungen können ein Stoma erforderlich machen. Ein endständiges Stoma ist nur dann notwendig, wenn Speicher- und Schließmuskelfunktion von Darm bzw. Blase dauerhaft verloren gegangen sind; ohne Stoma wäre man inkontinent. Bei manchen angeborenen Fehlbildungen (sonstige Ursachen) ist die Stomaanlage sogar lebensnotwendig.
Näheres erfahren Sie bei der:
Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS)
Juri-Gagarin-Ring 150
99084 Erfurt
Tel.: 0361 655-4204
Ansprechpartnerin: Frau Belke