Imagekampagne Impulsregion: Plakat von Dirk Wachsmuth

Das künstlerisch gestaltete Plakat zeigt eine organischen Strang mit vier darauf sitzenden Einheiten, in diesen sind Menschen zu erkennen.
Bild: Plakat von Dirk Wachsmuth Bild: © Dirk Wachsmuth

Was verbinden Persönlichkeiten der Region beim Blick auf das Plakat von Oskar Dennin mit der Impulsregion? Zu ihren Erfahrungen, Hoffnungen und Plänen in Bezug auf die Impulsregion äußern sich Uwe Spangenberg und Paul Börsch.

Natürlich inspirieren mich als Weimarer diese Zwiebeln. Ich musste gleich an unseren Zwiebelmarkt denken – und an den in Apolda, der etwas jünger als der Weimarer ist. Darüber hinaus sehe ich vor allem die Kraft gebende Achse der Infrastruktur aus Schiene und Straße, die uns in der Region verbindet und die es uns ermöglicht, so schön zu leuchten. Ob es ein Leuchten im Dunkeln ist – wohl möglich, wenn man die Dinge realistisch betrachtet und sich die Bevölkerungsentwicklung und andere Prozesse in Thüringen anschaut.

Die Impulsregion hat aber auch eine völlig andere Aufgabe als andere Teile des Landes. Ich wünsche mir, dass künftig neben der Kultur und dem Marketing auch andere Themenfelder so selbstverständlich in Gemeinsamkeit wahrgenommen und bearbeitet werden.

Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar

Meine erste Assoziation: Drei Herzen und eine Hauptschlagader. Das sind die Städte Erfurt, Weimar, Jena an der Thüringer Städtekette. Man erkennt da im Hintergrund noch ein weiteres Herz, das kann ein Symbol für mögliche weitere Partner in der „Impulsregion“ sein. Die Hauptschlagader, das sind unsere starken Verkehrstrassen, die in Ost-West-Richtung entlang der Städtekette verlaufen. Auf einer komplett doppelgleisigen Verbindung könnte das Leben natürlich noch stärker pulsieren! Und das ganze ist organisch eingebettet in ein intaktes ländliches Umfeld, in die wunderbaren thüringischen Landschaften. Dafür steht der Baum als Symbol.

Dass jedes der Herzen seine eigene Farbe, seine Spezifik und Charakteristik aufweist, das ist auch einer der Grundgedanken der „Impulsregion“. Es geht darum, alle Partner mitzunehmen, wie sie sind und ohne sich zu kopieren. Jeder kann und soll seine Stärken zeigen und nutzen. Weimar als Stadt von Kunst und Kultur, Jena als innovativer Standort für Wissenschaft und Forschung, Erfurt als Landeshauptstadt mit hoher Lebensqualität, das Weimarer Land als attraktive Kulturlandschaft. In dieser Zusammenstellung wachsen, blühen, gedeihen alle miteinander. So zeigt es auch das Bild. Es ist schon eine Herausforderung, die Herzschläge aufeinander abzustimmen, so dass sich der nötige Gleichtakt ergibt, ein Puls entsteht. Das ist auch in der praktischen Arbeit der „Impulsregion“ zu erleben. Doch das gelingt; und dennoch soll dabei jeder seine Eigenständigkeit auch bewahren. Das Verwachsen zu einem einzigen Organ ist nicht unser Ziel. Und wenn wir schon beim Organismus sind: Verkalkung und Verengung sind nicht zu erkennen, weder im Plakat, noch in der Realität der Impulsregion. Vielmehr findet kraftvolles Leben und Arbeiten statt.

„Kraftvoll“ ist überhaupt ein Eindruck, den mir das Plakat vermittelt. Die von innen heraus strahlenden Herzen werden dabei doch von einer verdunkelten Umgebung gleichsam bedrängt. Das vermittelt, dass das Leben auch diverse Schwierigkeiten bereit hält. Es ist ein Zeichen, dass man sich immer wieder für die Zukunft engagieren muss.

Uwe Spangenberg, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Stadt Erfurt

Das Motiv wirkt auf mich wie eine Nabelschnur, auf der die Städte/Gebiete der Impulsregion wachsen, in sich selbst organisiert aber verwandt miteinander. Sie sehen sich gegenseitig und erleben sich zugleich als ähnlich und doch als andersfarbig. Sie bilden einen zusammengehörigen Raum so weit, wie die Nabelschnur reicht. Hinten sehen sie deutlich Gotha.

Paul Börsch, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Erfurt