Kirchen in Erfurt: Andreaskirche

Großer Kirchturm an Kirchenschiff. Blauer Himmel. Links ein Baum.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
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Andreasstraße 14
99084 Erfurt

Andreasstraße 14, 99084 Erfurt

Die Andreaskirche ist von jeher eine Pfarrkirche und wurde 1216 erstmals erwähnt. Der jetzige Bau, an dem bereits 1325 wieder größere Umbauten vorgenommen wurden, geht auf das 13. Jahrhundert zurück.

Das dem Meister des Severiesarkophags zugeschriebene Kreuzigungsrelief über dem Südportal und die seitlich des Portals angebrachten Apostelfiguren Petrus und Andreas stammen aus einer Bauperiode um 1370. 1399 wurde die Andreaskirche aufgrund eines päpstlichen Erlasses dem Benediktiner-Nonnenkloster auf dem Cyriaksberg inkorporiert und verblieb unter dessen Patronat bis 1687.

Beim Stadtbrand von 1416 brannte die Andreaskirche zusammen mit der benachbarten Georgs- und Servatiuskirche teilweise ab. 1484 wurde ein neuer Chor für die Nonnen geweiht. 1522 wurde die Kirche evangelisch. 1633 errichteten die Schweden nach Abriss des Helmes eine Batterie auf dem Turm. Der Kanzelaltar wurde in den Jahren 1679 bis 1688 errichtet. 1708/28 erhielt die Kirche an der Ostseite eine Sakristei und ein Beichtstübchen.

Eine umfassende Erneuerung, bei der die Mauern des Langhauses erhöht und mit rechteckigen Fenstern versehen wurden, fand in den Jahren 1768/69 statt. 1787 erhielt die Kirche eine neue Orgel. 1806 wurden Fenster und das Innere der Kirche durch die Explosion eines französischen Waffenlagers beschädigt. Auch 1813 nutzten die Franzosen die Kirche noch als Waffendepot. 1830 erfolgte eine größere Instandsetzung. Dabei wurde die Außentreppe zur Südempore entfernt und auf dem Turm eine Uhr des ehemaligen Petersklosters angebracht. 1868 wurde dann das Kircheninnere einer größeren Instandsetzung unterzogen.

Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Gemeinde- und Pfarrhauses wurde 1926 die Treppe zur Nordempore abgerissen. 1945 wurde das Kirchendach durch eine Luftmine beschädigt. 1982/83 erfolgte die bisher letzte Renovierung.

Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten 1998 bis 2003 umfangreiche Sanierungen, vor allem am Außenbau, vorgenommen werden.