Das Weltnaturerbe Hainich

10.01.2017 19:30 – 10.01.2017 21:00

Fünf Jahre Unesco-Welterbe Hainich – Was macht ein Thüringer Buchenwald auf dieser exklusiven Liste? Ein Vortrag von Manfred Großmann, dem Leiter des Nationalparks Hainich.

DickEin großer Baum steht in einem frühlingshaft grünen und sonnigen Wald. Im Vordergrund liegt ein weiterer Baumstamm auf der Erde, beide sind bemoost.
Dicke, alte Buchen kennzeichnen den Hainich Foto: © Nationalpark Hainich, M. Großmann
10.01.2017 21:00

Das Weltnaturerbe Hainich

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt
Ein Mann mit silberner Nickelbrille und kurzen grauen Haaren lächelt mit braun gebranntem Gesicht in die Kamera. Er steht im Sonnenschein, im Hintergrund ist blauer Himmel zu sehen. Am linken Bildrand sind grüne Zweige zu sehen, am rechten unteren Bildrand erkennt man in der Ferne eine grüne hügelige Landschaft.
Foto: Manfred Großmann Foto: © privat

2011 wurden die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ als Erweiterung der slowakisch-ukrainischen Welterbestätte „Buchenurwälder der Karpaten“ in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen. Das größte der fünf deutschen Teilgebiete ist der Hainich, Teil des gleichnamigen Nationalparks. Der Vortrag erläutert, warum ein Gebiet, das vor 25 Jahren noch militärischer Übungsplatz war und mit Buchenwald den in Deutschland häufigsten Laubwaldtyp aufweist, auf die Liste der wertvollsten Naturlandschaften unserer Erde gekommen ist.

Der Abend wird moderiert von Dr. Ulrich Bößneck, Abteilungsleiter Naturschutz/Landschaftspflege im Erfurter Umwelt- und Naturschutzamt.

Zur Person

Manfred Großmann,  Diplom-Landespfleger, ist seit 25 Jahren für den Naturschutz in Thüringen tätig. Zunächst im Umweltministerium tätig, war er seit der Gründung des Nationalparks Hainich 1998 dessen stellvertretender Leiter und zuständig für Naturschutz und Forschung. Seit 2007 leitet er den Nationalpark.

Weitere Termine 2017

Beginn: jeweils 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

7. Februar: "Welterbe-Vermittlung und ihre Integration in die städtische Museumslandschaft" – Matthias Ripp, Welterbekoordination Regensburg

7. März: "'Papirene brikn...' Jiddische Frauenlyrik. Lesung und Musik" – Dr. Diana Matut, Universität Halle-Wittenberg und Susanne Ansorg, Festivalintendantin montalbâna

4. April: "Das Konzept für die 'Archäologische Zone mit Jüdischem Museum' in Köln. 2000 Jahre Geschichte an einem Ort" – Dr. Christiane Twiehaus, Landschaftsverband Rheinland

9. Mai: "Antijudaistische Propaganda in Druckschriften des 15. Jahrhunderts" – Dr. Marion Steinicke, Universität Koblenz-Landau

13. Juni: "Erfurt, Regensburg, Trier – Judensiegel im mittelalterlichen Reich: Beglaubigungstätigkeit und Selbstrepräsentation" – Andreas Lehnertz, Universität Trier

5. September: "Interaktionsfelder zwischen Christen und Juden im Alltag des Spätmittelalters" – Bettina Rüggeberg, Darmstadt

10. Oktober: "Vom Judenhut zum Zauberhut. Studien eines Stigmas" – Dr. Naomi Lubrich, Jüdisches Museum der Schweiz, Basel

7. November: "Darstellungen des Judentums in der christlichen Kunst des Mittelalters" – Prof. Katrin Kogman-Appel, Universität Münster

5. Dezember: "Das Erfurter Augustinerkloster auf dem Weg zum Welterbe" – Dr. Stefan Rhein, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt