Jüdisch-christliches Zusammenleben und Interaktion

11.09.2018 19:30 – 11.09.2018 21:00

Ein Vortrag von Dr. Birgit Wiedl, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

auf dunklem Hintergrund ist eine auf Hebräisch verfasste pergamentene Urkunde mit zwei wächsernen Siegeln
Bild: © Stiftsarchiv Kremsmünster
11.09.2018 21:00

Jüdisch-christliches Zusammenleben und Interaktion

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Unesco-Beauftragte in Kooperation mit den Geschichtsmuseen
Veranstaltungsort Alte Synagoge, Waagegasse 8, 99084 Erfurt
Vor einer hölzernen Paneelwand und hinter einem Pult steht eine Frau und hält einen Vortrag. Sie trägt dunkle halblange Haare, eine schmal rot gefasste Brille und eine helle Bluse mit geblümtem Muster.
Foto: Birgit Wiedl Foto: © B. Wiedl

Die jüdischen Bewohner mittelalterlicher Städte und Dörfer standen in stetem, unausweichlichem Kontakt mit der sie umgebenden christlichen Gesellschaft. Friedliche Begegnungen, die über Geschäftsanbahnungen hinausgingen und auf Straßen und Märkten ebenso stattfinden konnten wie als Nachbarn in den engen Hinterhöfen oder bei gemeinsamen Feiern resultieren in reichem Kulturtransfer, Aufeinandertreffen als Streitparteien vor Gericht belegen jüdische Detailkenntnis der christlichen Rechtssysteme.

Zur Person

Birgit Wiedl hat Studienabschlüsse in Geschichte, Deutscher Philologie und Slawistik der Universität Salzburg sowie in Geschichtsforschung und Archivwissenschaft als Absolventin des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung in Wien. Ihre Dissertation schrieb sie über "Alltag und Recht im Handwerk. Aspekte der Alltags- und Rechtsgeschichte im Handwerk der Frühneuzeit". Seit 2000 ist sie Mitarbeiterin am Institut für jüdische Geschichte Österreichs in St. Pölten; 2016 habilitierte sie  an der Universität Graz in Mittelalterlicher Geschichte.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Jüdisch-christliche Interaktion, Geschichte des Antijudaismus, Quellen zur Geschichte der Juden im Mittelalter sowie Stadtgeschichte.

Weitere Termine 2018

9. Oktober: „Der jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg-Altona“ – Dr. Michael Studemund-Halévy, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg

6. November: „Welterbe ‚Klassisches Weimar‘ – Wohn- und Wirkungsstätten der Klassiker und ihrer Förderer“ – Klassik-Stiftung Weimar (N. N.)

4. Dezember: „Ritus und Raum in mittelalterlichen Synagogen“ – Prof. Annette Weber, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg