Berufsbild: Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst

Für die Erledigung ihrer Aufgaben benötigt die Feuerwehr Erfurt engagierte und motivierte Nachwuchskräfte. Daher bildet die Berufsfeuerwehr Erfurt regelmäßig Nachwuchskräfte für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst aus.

Ausbildungsziel

Das Foto zeigt einen Zugführer, der zwei Feuerwehrleute bei einem Feuerwehreinsatz zur Brandbekämpfung den Einsatzauftrag erläutert. Der Bildhintergrund zeigt den Einsatzleiter während einer Abstimmung mit Polizeikräften.
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Angehörige des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes werden im Einsatzdienst als Führungskraft zur Gefahrenabwehr in der Brandbekämpfung, zur technischen Hilfeleistung und zur ABC-Gefahrenabwehr eingesetzt. Erfordern rettungsdienstliche Einsatzstellen eine übergeordnete Führung, kann diese durch einen Beamten des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes wahrgenommen werden. Steht die Verwendung in der Zentralen Leitstelle Erfurt im Vordergrund, werden Angehörige des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes als Lagedienstführer tätig.

Der feuerwehrtechnische Tagesdienst hat Tätigkeitsschwerpunkte für Angehörige des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes auf Ebene von Sachbearbeitern und Sachgebietsleitern.

Des Weiteren stehen Aus- und Fortbildungsdienst gleichsam für Einsatzdienst- und Tagesdienstfunktion, sowie Training und Sport im Vordergrund.

Ausbildungsvoraussetzungen

  • Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in ein Beamtenverhältnis
  • am Einstellungstag nicht älter als 35 Jahre
  • Nachweise eines guten Fachhochschulabschlusses oder eines als gleichwertig anerkannter Abschluss einer allgemeinbildenden Hochschule in einer für die Laufbahn geeigneten Fachrichtung bzw. höherwertigen akademischen Abschluss
    • Ingenieurdisziplinen
    • Studiengänge der Gefahrenabwehr
  • Nachweis eines amtsärztlichen Gutachtens, welches die Tauglichkeit für den Feuerwehrdienst bescheinigt
  • Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B oder höherwertiger Klassen

 

Ausbildungsdauer und -verlauf

Die Ausbildung erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf und dauert 2 Jahre. Einstellungsdatum ist der 1. April.

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in folgende Abschnitte:

  • Grundausbildungslehrgang des feuerwehrtechnischen Dienstes
    • 6 Monate
    • Berufsfeuerwehr Erfurt oder eine Berufsfeuerwehr in Deutschland
  • Erlangung einer rettungsdienstlichen Grundqualifikation
    • 1-3 Monate
    • zugelassene Bildungseinrichtungen des Rettungsdienstes in Thüringen
  • Teilnahme am "Laufbahnlehrgang mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst"
    • 3 Monate
    • Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Bad Köstritz
  • Erster berufspraktischer Ausbildungsteil im Einsatzdienst der Feuerwehr
    • 3 Monate
    • eine Berufsfeuerwehr in Deutschland
  • Zweiter berufspraktischer Ausbildungsteil im Einsatzdienst der Feuerwehr
    • 3 Monate
    • eine Berufsfeuerwehr in Deutschland
  • Teilnahme am "Laufbahnlehrgang gehobener feuerwehrtechnischer Dienst"
    • 3-4 Monate
    • Eine zugelassene Landesfeuerwehrschule in Deutschland

Besoldung

Die Besoldung im Vorbereitungsdienst erfolgt nach Thüringer Besoldungsgesetz und beträgt 1.091,39 Euro pro Monat. (Stand Juli 2014)

Hinzu kommen besondere Vergütungen, wie Familienzuschläge, Zuschläge für die Arbeit an den Wochenenden und in der Nacht.

 

Was erwartet Sie nach der Ausbildung?

Nach bestehen der Laufbahnprüfung werden Sie als Brandoberinspektor in den Dienst der Berufsfeuerwehr Erfurt übernommen.

Hauptaugenmerk liegt auf der Tätigkeit als Führungskraft bei der Bekämpfung von Bränden, bei der Rettung von Personen und Tieren, sowie im Bereich der ABC-Gefahrenabwehr.

Im Tätigkeitsfeld an der Feuer- und Rettungswache wirken Sie auf Ebene eines Sachbearbeiters in den Abteilungen und Sachgebieten des Amtes für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit. Hierbei sind Spezialisierungen im Bereich der Zentralen Leitstelle, im vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz, zur Einsatzplanung, im Bereich Fahrzeugtechnik und Geräte, sowie im Rettungsdienst sind möglich.

Entwicklungschancen zu Beförderungsämtern sind gegeben und orientieren sich an Eignung, Leistung und Befähigung.