ELISA-Tandem

Das beschriebene Projekt endete im Jahr 2008.

Nachfolgend erhalten Sie wichtige Informationen über die Ziele und Inhalte von ELISA-Tandem:

„Erfurter lokale Initiative zur Integration junger Spätaussiedler und Migranten in Ausbildung und Beruf“ Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Erfurt.

Stuttgart - 1. März 2006 - 165 Initiativen aus ganz Deutschland haben sich für eine Förderung der Robert Bosch Stiftung beworben, in der junge Spätaussiedler und Migranten besser in die Ausbildungs- und Berufswelt integriert werden sollen. Mit zehn Projekten startet die Stiftung nun das Programm und hat insgesamt bis zu 800.000 Euro bereitgestellt. Eine unabhängige Jury hat die zehn Projekte ausgewählt, die ab sofort und zwei Jahre lang gefördert werden.

Das Erfurter Projekt ist unter den ausgewählten. Es heißt: ELISA-Tandem „Erfurter lokale Initiative zur Integration junger Spätaussiedler und Migranten in Ausbildung und Beruf“.

Trotz geringerer Zuwanderungszahlen gibt es in unserer Kommune spezifische Problemsituationen gerade für jugendliche Migrantinnen und Migranten, die auch auf die wirtschaftliche Lage der östlichen Bundesländer zurückzuführen sind.

ELISA-Tandem ist ein praxiswirksames und lokal abgestimmtes Vorhaben zur Verbesserung der Ausgangslage der Integration Jugendlicher durch Erhöhung der beruflichen und sprachlichen Potentiale und Kompetenzen.

Zielgruppen:

ELISA-Tandem richtet sich in erster Linie an

  • Jugendliche (Spätaussiedler u. a. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund) mit und ohne Schulabschluss, die noch keine berufliche Zielstellung verinnerlicht haben.

Weitere Zielgruppe von ELISA-Tandem ist die

  • „Elterngeneration“ (im Sinne von älteren erwachsenen Spätaussiedlern), die schon längere Zeit in Deutschland sind, langjährige berufliche Erfahrungen in ihrem Heimatland gesammelt haben und in Deutschland ebenso nach Integrationschancen, Betätigung und nach Möglichkeiten der sprachlichen Verbesserung suchen.

Weiterhin werden durch ELISA-Tandem und das vorliegende Konzept alle beteiligten

  • Ausbilder, Lehrpersonen und Sozialpädagogen der Bildungsträger zu einer Zielgruppe. Sie lernen von den Erfahrungen ihrer „Schüler“ und erhöhen im Umgang mit ihnen ihre persönliche Sozial- und interkulturelle Kompetenz.

Inhalt:

ELISA-Tandem basiert auf

  • sprachlichem Training (Allgemeiner- und Fachsprachen-Unterricht)
  • interkulturellem Training
  • Arbeitstraining
  • Bewerbungstraining und Potenzialanalyse,
  • Arbeitserprobung in Betrieben.

Während der Gesamtprojektdauer werden Jugendliche durch Casemanagement des Jugendmigrationsdienstes und von der ARGE (Eingliederungsvereinbarung für U25) begleitet.

Prinzip:

Die grundsätzlich neue Idee dieses Projektes ist das Tandem-Prinzip. Es besteht

  • in der Anleitung der Jugendlichen durch zwei Erwachsenengruppen unterschiedlicher Sozialisation (Ausbilder und „Eltern“);
  • in der Einbeziehung von zwei Generationen von Spätaussiedlern u. a. Migranten in den Bildungsprozess;
  • in der Gegenseitigkeit des Erfahrungsaustausches auf der Ebene von zwei Gruppen erwachsener Beteiligter (Ausländer und ältere Migranten) sowie in der Mobilisierung des beruflichen Erfahrungsschatzes älterer Migranten und dessen Nutzung für zwei Personengruppen: Ausbilder und Jugendliche.

Ziel:

Die Initiative ELISA-Tandem stärkt gegenseitig die Integrationsfähigkeit der Gesellschaft und die Integrationsbereitschaft der teilnehmenden Partner auf vielfältige Art und Weise.

Für Jugendliche - Hauptzielgruppe:

  • Steigerung von Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung,
  • Abbau von Sprachbarrieren und Verbesserung der sprachlichen Kompetenz,
  • Verbesserung der Berufschancen,
  • Überblick über Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland,

Für „Eltern“:

  • Gefühl des Gebrauchtwerdens durch Vermitteln eigener Erfahrungen und beruflicher Fertigkeiten,
  • Abbau von Integrationsbarrieren durch Kommunikation mit Einheimischen

Für die Gesellschaft:

  • Stärkung der eigenen Empathiefähigkeit durch Zusammenarbeit mit Zielgruppe und Interkulturelles Training in Werkstätten (Lernen von „Eltern“),
  • Sensibilisierung der Unternehmen für die Situation dieser Jugendlichen

Gesamtdauer des Projektes 2 Jahre; 4 Durchgänge á 15 Jugendliche für jeweils 16 Wochen; dazu werden auf der Basis der Freiwilligkeit „Eltern“ einbezogen.

Eine Arbeitsgruppe arbeitet auf Basis von Kooperationsbeziehungen an der Planung und Umsetzung des Projektes unter der Leitung der Ausländerbeauftragten.

Die Koordination des Projektes liegt beim Netzwerk für Integration für Spätaussiedler und Migranten der Landeshauptstadt Erfurt.

Kooperationspartner:

  • Netzwerk für Integration für Spätaussiedler und Migranten der Landeshauptstadt Erfurt
    • Migrationserstberatungsstellen
    • Migrantenvereinigungen
  • Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Erfurt
    • Ausländerbeauftragte
    • Amt für Sozial- und Wohnungswesen
  • Unternehmen/Bildungseinrichtungen:
    • Bildungswerk Thüringer Wirtschaft e. V.
    • Handwerkskammer Erfurt
    • Jugendberufsförderung Erfurt gGmbH
    • Kolping-Bildungswerk Thüringen e.V.
    • Internationaler Bund (Jugendmigrationsdienst und Bildungszentrum)
    • F + U Thüringen gGmbH
    • Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsförderung und Management mbH
  • Weitere Netzwerkpartner:
    • Bundesagentur für Arbeit und ARGE
    • Staatliches Schulamt Erfurt

Das Projekt wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung, die ARGE Erfurt und die Stadtverwaltung Erfurt.

Ansprechpartner

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Benediktsplatz 1
99084 Erfurt

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Beate Tröster
Leiterin
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Rosa-Luxemburg-Straße 50
99086 Erfurt

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