Debatte zum Kulturkonzept

28.09.2012 13:46

Im Kulturforum Haus Dacheröden fand vergangenen Dienstag eine rege Debatte zum Kulturkonzept der Landeshauptstadt statt. 90 Seiten stark ist das Dokument, welches Bürgermeisterin Tamara Thierbach und Kulturdirektor Tobias J. Knoblich den zahlreich erschienen Bürgern vorstellte. Noch in diesem Jahr soll es auf den Tisch des Stadtrates.

Vier Personen an einem Tisch sitzend, darunter eine Frau
Bild: Diskussion zum Kulturkonzept: Dr. Wolfgang Beese, Bürgermeisterin Tamara Thierbach, Kulturdirektor Tobias J. Knoblich und Kulturmanager Thomas Jahn Bild: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Knoblich sprach von "Straffung statt planlosem Wachstum", bestehende Formate, wie die Denkmaltage oder die Langen Nächte der Museen wolle er überprüfen. Bei seiner Bestandsaufnahme habe sich gezeigt, dass die Konzentration von Angeboten sinnvoll erscheint.

Weiterhin plane man im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken ein Geschichtsportal mit Besucherzentrum, Museumsshop und Café. Themen waren auch der fehlende Hauptstadtvertrag und die Theaterfinanzierung. Diskutiert wurde die via regia, die berühmte mittelalterliche Handelsstraße, und damit im Zusammenhang die Bedeutung des heutigen ICE-Kreuzes. Kritik gab es an den bürokratischen Hürden für Kulturprojekte. Zahlreiche Fragen wurden gestellt, Antworten gab es nicht nur seitens der Bürgermeisterin, die auch die städtischen Forderungen der Stadt an das Land Thüringen beschrieben hatte. "Das Verhältnis zum Freistaat müsse neu justiert werden, auch kulturpolitisch."