Thüringer Zoopark Erfurt profitiert von Klimapaktmitteln

23.01.2024 15:40

Neue Elektrofahrzeuge erweitern den Fuhrpark im Thüringer Zoopark Erfurt. Projekte wie der Ausbau der E-Mobilität oder die Förderung erneuerbar Energien sind durch zusätzliche Mittel des Klimapaktes möglich.

Foto: Zwei E-Transporter und ein E-Radlader ergänzen den Fuhrpark des Thüringer Zooparks Erfurt. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Der Thüringer Zoopark Erfurt konnte Ende 2023 eine Summe von 743.062 Euro aus Mitteln des Klimapaktes abrufen – Geld, das gut investiert wurde und wird. Auch für das Jahr 2024 wurden Mittel angemeldet. Ob und inwieweit diese ausgezahlt werden können, hängt von der Fortsetzung der Zuweisung durch das Land Thüringen ab. Am heutigen Dienstag informierte der Zoopark Erfurt gemeinsam mit dem Umwelt- und Naturschutzamt, Abteilung strategische Umweltplanung und Nachhaltigkeitsmanagement, über die Verwendung der Klimapaktgelder im Zoo.

„Die Klimapaktgelder sind im Thüringer Zoopark Erfurt gut angelegt“, sagt Andreas Horn, der Beigeordnete für Sicherheit, Umwelt und Sport. „Wir freuen uns sehr, den Zoopark auf diese Weise fördern zu können und gleichzeitig einen Beitrag in Sachen Umweltschutz zu leisten.“ Die an den Zoopark ausgereichten Mittel teilten sich in drei Teilbereiche: Förderung E-Mobilität, Förderung erneuerbare Energien sowie Förderung energetische Sanierung.

Von den 200.362 Euro ausgereichten Mitteln zur Förderung der E-Mobilität wurden ein E-Radlader für das Elefantenhaus, zwei E-Transporter mit Ladefläche für die Bauabteilung und die Futtermeisterei sowie zwei Wallboxen gekauft. Und diese werden auch gebraucht, um den Arbeitsalltag im Zoopark zu erleichtern. „Die Topografie hier im Zoopark ist anspruchsvoll – da können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alles mit der Schubkarre erledigen“, meint der für den Zoopark zuständige Beigeordnete für Bau und Verkehr, Matthias Bärwolff. Weitere 300.000 Euro werden für die Förderung erneuerbarer Energien eingesetzt, welche in eine Photovoltaik-Anlage auf dem Bauernhof münden sollen. Ein Teil der Mittel ist bereits in die Vorplanung geflossen, die restlichen Mittel werden im laufenden Jahr investiert. Darüber hinaus wurden 242.700 Euro für die energetische Sanierung bereitgestellt, von denen 218.000 Euro für die Planung und Sanierung der Tierarztpraxis aufgewendet werden, die restlichen 24.700 Euro fließen in die Sanierungsplanung für das Nashornhaus.
 

Foto: Der Beigeordnete für Sicherheit, Umwelt und Sport, Andreas Horn und der ür den Zoopark zuständige Beigeordnete für Bau und Verkehr, Matthias Bärwolff freuen sich über die Investitionen in die Zukunft des Zooparks. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

„Die finanziellen Spielräume des Zoopark sind gering. Die Fördermittel sind ebenso Ermöglicher wie auch eine große Entlastung, denn sie machen an anderer Stelle Mittel für Maßnahmen frei wie beispielsweise den Bau der Rote-Panda-Anlage“, freut sich Matthias Bärwolff. Im Rahmen des Pressetermins dankte die Zooparkleitung dem Umwelt- und Naturschutzamt für die ebenso gute wie konstruktive Zusammenarbeit, verbunden mit der beiderseitigen Hoffnung auf eine Verstetigung des Klimapaktes und somit der Zuweisung der Gelder an die Kommunen durch das Land Thüringen.

Sofern das Projekt fortgeführt wird, sollen die für 2024 angemeldeten Mittel unter anderem in die energetische Sanierung des Nashornhauses fließen, in einen Wasserfassanhänger für die Bewässerung der Klimabäume im Zoopark Erfurt und ein Fahrzeug für die Gärtner, in Photovoltaik sowie zwei Elektroschubkarren für die Tierpfleger. „Klimaschutz kostet Geld“, sagt die Leiterin der Abteilung strategische Umweltplanung und Nachhaltigkeitsmanagement des Umwelt- und Naturschutzamtes Sylvia Hoyer. „Wir freuen uns, wenn wir den Thüringer Zoopark Erfurt auch weiter begleiten können auf seinem Weg in Richtung Klimaneutralität.“