Aktion Restcent: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung spenden knapp 22.000 Euro

02.12.2008 00:00

Im Wissen um die vielfältigen und weltweit sozialen Ungerech­tigkeiten und um zumindest punktuelle Lebenshilfen für Menschen in anderen Ländern zu geben bzw. bestehende Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, wurde im Januar 2000 die Aktion "Restpfennig" ins Leben gerufen, die seit 2002 unter dem Namen "Aktion Restcent" läuft. Seitdem haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt­verwaltung die Möglichkeit, die Cent-Beträge bei der monatlichen Gehalts­zahlung für einen guten Zweck zu spenden. Eine kleine Geste mit großer Wirkung: Knapp 22.000 Euro kamen über die Jahre zusammen. Mit ihnen konnten in den vergangenen acht Jahren 21 Projekte finanziell unterstützt werden.

Die Aktion funktioniert ganz einfach: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich an der Aktion beteiligen, wird automatisch der "Betrag hinter dem Komma" vom Gehalt abgezogen und auf ein Spendenkonto überwiesen. "So kamen seit dem Start des Projektes im Jahre 2000 insgesamt 21.980,54 Euro zusammen. Eine stolze Summe", resümiert Oberbürgermeister Andreas Bausewein.

Das erste von der Stadt geförderte Projekt war die Christoffel-Blindenmission in Simbabwe, 20 weitere Projekte folgten: So gingen beispielsweise gut 1 000 Euro an zwei Waisenheime in Erfurts Partnerstadt Lowetsch. Außerdem wurden ein Schul­mädchen­projekt in Tansania unterstützt, kamen Spendengelder der Hilfsorganisation Preda gegen Kinderrechts­verletzungen zugute, wurde den Opfern einer Flut­katastrophe in Sri Lanka und den Opfern einer Erdbeben­katastrophe in Pakistan geholfen. Hinzu kamen Hilfen für die Behandlung traumatisierter Kinder und Jugendlicher im Universitäts­klinikum Haifa und viele andere Projekte mehr. Die gespen­deten Summen bewegen sich zwischen 400 bis knapp 2 000 Euro. Auch in diesem Jahr können vier wichtige Vorhaben unterstützt werden: Das Projekt "Solarenergie-Lernkoffer für Kambodscha" der Thüringisch Kambodschanischen Gesellschaft, das "Kindergartenprojekt Gam­bia" des Dindingo Gambia e. V., die Christoffel-Blindenmission in Simbabwe sowie ein Projekt in Mauretanien. "Ich würde mich sehr freuen, wenn sich zukünftig noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Erfurt an der Aktion beteiligen oder andere Unternehmen unserem Beispiel folgen", so der Oberbürger­meister.

Die Aktion Rest-Cent wird innerhalb der Stadt­verwaltung durch eine Arbeitsgruppe koordiniert. Sie berichtet verwaltungsintern über die Ergebnisse, sammelt Vorschläge für unterstützenswerte Hilfs­projekte, wertet und wählt diese aus. Gerne nimmt die Arbeitsgemeinschaft auch Ihre Vorschläge entgegen. E-Mail: auslaenderbeauftragte@erfurt.de