Komplexobjekt Michaelisstraße

06.12.2011 15:00

Mit Beginn des Weihnachtsgeschäftes wurde am 25. November der Verkehr für den letzten Bauabschnittes der Michaelisstraße von Studentengasse bis Pergamentergasse freigegeben.

"Am 2. Dezember erfolgte nun die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme", informiert der Baubeigeordnete, Ingo Mlejnek. Die umfangreichen Tief- und Straßenbauarbeiten in der Michaelisstraße begannen im August des letzten Jahres mit dem ersten Bauabschnitt von Benediktsplatz bis in Höhe Michaeliskirche. Ab Mitte Dezember 2010 bis Anfang März diesen Jahres ruhte die Baustelle während des Winters. Anschließend wurde mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes und dann stufenweise mit den Bauarbeiten in den restlichen Abschnitten bis zur Marbacher Gasse begonnen. Im Zuge dieses Vorhabens wurden Rohrleitungen für Abwasser, Elektro- und Fernmeldekabel der Stadtwerke, Kommunikationskabel der Telekom sowie die Stadtbeleuchtung (Kabel, Abspannungen) erneuert beziehungsweise neu verlegt. Nach diesen Arbeiten wurden die Geh- und Fahrbahnflächen grundhaft ausgebaut und neu gestaltet. Im Rahmen des Baugeschehens wurde außerdem im Auftrag der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland die Platzfläche vor dem Kirchenamt ausgebaut und gestaltet. "Damit konnte die Außengestaltung des Collegium Maius sinnvoll mit dem Straßenbau verbunden werden", so Mlejnek.

Die Befestigung der neuen attraktiven Straße und des Platzes erfolgte mit hochwertigen Materialien. So wurden die Gehwegflächen mit gut begehbarem Kleinpflaster aus Granit und in Teilbereichen mit Plattenbändern aus Granit befestigt. Die Fahrbahn vom Benediktplatz bis zur Pergamentergasse ist mit Großpflaster aus Granit und der restliche Teil bis zur Marbacher Gasse mit aufgehelltem Asphalt ausgebaut. Analog der Moritzstraße wurde eine Leuchtenabspannung errichtet.

Mlejnek: "Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf etwa 1,3 Millionen Euro, welche überwiegend aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert werden können. Etwa 180.000 Euro werden durch die Stadt Erfurt, die beteiligten Versorgungsunternehmen und die Evangelische Kirche Mitteldeutschland getragen." Die Bauarbeiten erforderten aufgrund des erheblichen Leistungsumfanges, der bestehenden beengten Verhältnisse, anspruchsvoller Aufträge Dritter, wie die Abdichtung von Kellergewölbedecken vor den Gebäuden der Michaelisstraße und die Fundamentabdichtung der Michaeliskirche, der parallel laufenden Baumaßnahmen der Sanierung und des Neubaus des Collegium Maius und der Gestaltung des Umfeldes Mikwe sowie dem Papstbesuch viel Geduld bei allen Beteiligten. "Hierfür geht ein besonderer Dank an die Anwohner und Geschäftsanlieger für das aufgebrachte Verständnis während der gesamten Bauzeit", so der Beigeordnete. Abschließend betont Mlejnek: "Mit der Michaelisstraße und der bereits 2010 fertig gestellten Moritzstraße konnte ein ganz wesentlicher Straßenzug der Erfurter Altstadt, eine Hauptstraße der mittelalterlichen Stadt vom Moritztor zur Krämerbrücke in einen attraktiven Zustand versetzt werden."