"Jacob Samuel Beck als Bildnismaler" - Vortrag mit Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan im Angermuseum

12.11.2015 13:59

Im Rahmen der Ausstellung "Jacob Samuel Beck (1715-1778) - zum 300. Geburtstag des Erfurter Malers" findet am Dienstag, dem 17. November, 18:30 Uhr, im Angermuseum der Vortrag "Jacob Samuel Beck als Bildnismaler" mit dem Berliner Kunsthistoriker Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan statt.

Herr mit grauem Haar und feiner Uniform.
Foto: Jacob Samuel Beck: Porträt des preußischen Generalpostmeisters Gustav Adolph Reichsgraf von Gotter (1692-1762), um 1754. Öl auf Leinwand, 132 x 109 cm Foto: © Museumsstiftung Post u. Telekommunikation. Foto: Museum für Kommunikation, Frankfurt

Im künstlerischen Schaffen von Jacob Samuel Beck befinden sich die Gattungen Porträt und Stillleben in einem Gleichgewicht, wie es bei kaum einem anderen deutschen Maler vor 1800 anzutreffen ist. Beck war als bedeutendster Erfurter Maler seiner Zeit ein vielbeschäftigter Bildnismaler. Die erhaltenen Gemälde spiegeln das Spektrum seiner Porträtaufträge, angefangen von prominenten Erfurter Bürgern über seinen wohl wichtigsten Auftraggeber, den Reichsgrafen Gustav Adolf von Gotter, bis zu seinen höfischen Porträts und späten Künstlerbildnissen. Der Vortrag beleuchtet neben der Frage nach der Stellung Becks im Kontext der Bildnismalerei seiner Zeit auch die Frage nach seiner künstlerischen Entwicklung.

Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, geboren 1933 in Köln, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie. Er war bei der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Berlin tätig und wirkte außerdem als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin, seit 1984 als Honorarprofessor. Als Kunsthistoriker und Autor beschäftigt sich Börsch-Supan vor allem mit der deutschen Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts, unter anderem mit Caspar David Friedrich, und europäischer Bildnismalerei. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Werke zur Architektur und Bildhauerei, vor allem aus der Region Berlin und Brandenburg, darunter mehrere Werke zu Karl Friedrich Schinkel.