Kirchen in Erfurt: St. Lukas, Erfurt-Schwerborn

Evangelische Kirche St. Lukas im Evangelischen Kirchspiel Stotternheim mit den Kirchgemeinden Nöda, Schwerborn und Stotternheim im Kirchenkreis Apolda-Buttstädt

Der Blick geht über Gräberanlagen des Friedhof zur Kirche, die größtenteils von Bäumen verdeckt ist. Nur der quadratische Kirchturm aus Natursteinmauerwerk mit der mit Schiefer belegten Kirchturmspitze ist zu sehen.
Evangelische Kirche St. Lukaskirche Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
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Kastanienstraße
99095 Erfurt-Schwerborn

Kastanienstraße, 99095 Erfurt-Schwerborn

Die Kirchengemeinde hat ihr Gotteshaus in der Mitte des Ortes, die Kirche St. Lukas. Sie wurde ursprünglich dem St. Nikolaus geweiht, trägt jedoch den Namen des Heiligen Lukas schon viele Jahrzehnte als Hauptnamen. Wann es zu dieser Umbenennung kam, bleibt bislang im Dunkeln. Die Kirche, in der Mitte des Dorfes Schwerborn, an einer breiten Terrasse östlich der Geraaue liegend, ist ursprünglich dem Heiligen Nikolaus gewidmet, was auch einen Hinweis im Nikolausberg am Ortsrand hat, auf dem ursprünglich eine kleine Kapelle an einem Weinberg stand, der von Mönchen des nahe gelegenen Zisterzienser-Klosters Barkhausen, einer Tochter des Georgenthaler Klosters, betrieben worden ist.

In den letzten Jahrhunderten hat sich St. Lukas zuerst als Alias-Name (geprägt durch regen Handel mit Italien, woher die Lukasverehrung nachweislich stammt) und im Laufe der letzten Jahrzehnte vollständig durchgesetzt (siehe Hannappel).

Die erste sichere Erwähnung ist für das Jahr 1266 aus Quellen belegbar. Schwerborn erlebte dabei verschiedene weltliche Herrschaftswechsel: in der Erbauungszeit gehörte der Ort zum Territorium der Grafen von Gleichen und derer von Schwarzburg. 1884 wechselte er zur Stadt Erfurt, gehörte ab 1815 zum Hause Sachsen – Weimar – Eisenach. Das Patronat lag bei den Grafen von Schwarzburg, ab 1662 beim Rat der Stadt Erfurt und heute rechtlich bei der Gemeinde.

Die Kirche zu Schwerborn, baugeschichtlich vor 1540 zu datieren, ist von einem Turm auf quadratischem Grundriss mit schiefergedecktem Pyramidendach geprägt und ist der Anlage nach spätgotisch, im Anfang des 17. Jh. gebaut. Bauinschriften auf der Süd- wie der Westseite datieren ihn auf 1614.

Quelle: Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde Stotternheim