Eine Urkunde aus dem Jahr 1030 und das Szepterpaar des Geistlichen Generalgerichts: Führung präsentiert hochrangige Exponate

20.06.2016 10:42

Morgen, am Dienstag, dem 21. Juni 2016, bietet das Stadtmuseum in der Johannesstraße 169 um 18 Uhr eine Sonder-Kuratorenführung an – eine der letzten Gelegenheiten, die nur noch bis 10. Juli andauernde Sonderausstellung "Siegel, Münzen, Prunkgerät. Zeichen von Macht und Würde" in fachkundig begleiteter Form zu erleben.

Rechts traditionelle liturgische Kopfbedeckung eines Bischofs, ausgestellt in einer Vitrine, links die Nachbildung des Domportals zu Erfurt.
Foto: Mitra, Mitte 18. Jh. (?), Erfurt, Dom St. Marien Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Die Sonderausstellung präsentiert über 150 hochrangige Exponate – darunter einzigartige Leihgaben, wie eine Urkunde aus dem Jahr 1030 mit den Siegeln Kaiser Konrad II. oder die Einladung Papst Johannes XXIII. (Gegenpapst, 1370-1419) für den Rektor der Universität Erfurt zum Konstanzer Konzil 1414.

Ein herausragendes Schaustück der Präsentation ist das silberne Szepterpaar des Geistlichen Generalgerichts, dessen Anfänge Ende des 13. Jahrhunderts vermutet werden. Dieses bearbeitete die gesamte geistliche Gerichtsbarkeit in Thüringen und stand über allen thüringischen Kircheninstanzen. Der Stadt Erfurt ermöglichte es das Privileg, dass ihre Einwohner und die Bewohner ihres Landgebietes nicht vor auswärtige Gerichte zitiert werden durften.

Die Kuratorin der Ausstellung, Gudrun Noll-Reinhardt, erzählt diese und andere spannende Geschichte und Geschichten zu den ausgestellten Zeichen von Macht und Würde.