Der Ratssitzungssaal im Erfurter Rathaus

Blick in den Versammlungssaal mit dunklen Holzverkleidungen und Wandgemälden
Foto: Ratssitzungssaal mit Gemälde von Otto Hammel Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Farbgebung, die großen Wandgemälde, die Täfelung mit Schnitzarbeiten und das Mobiliar verleihen dem Saal ein repräsentatives Aussehen.

Die den Zuschauern zugewendete Wandfläche wurde 1905/06 von dem Hannover Maler Professor Otto Hammel mit drei großformatigen Leinwandgemälde ausgestattet: Zwei historischen Stadtansichten und eine Darstellung des Fischmarktes mit dem alten Rathaus um 1720.

Der Ratssitzungssaal ist das Herzstück des Erfurter Rathauses. Alle vier Wochen mittwochs tagt hier der Erfurter Stadtrat. Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 gehören ihm 51 Mitglieder an. 

Obwohl er einer der wichtigsten Räume des Rathauses, wenn nicht gar der wichtigste, ist, wurde der Ratssitzungssaal erst 30 Jahre nach Fertigstellung des Rathausneubaus angebaut.

Von 1904 bis 1906 wurde das wichtigste Haus am Platz – in Stil und Bauweise dem neogotischen Rathausneubau entsprechend – um einen Verlängerungsbau mit Treppenhaus erweitert. In der zweiten Etage dieses Baus entstand der Ratssitzungssaal, damals Stadtverordnetensaal.

Der Saal erstreckt sich über die gesamte Breite des Gebäudes. Durch die 18 in Dreiergruppen zusammengefassten Fenster zur Straßen- und Hoffront fällt sehr viel Licht.